Berliner Boersenzeitung - Gasumlage sorgt für Unmut in der Ampel-Koalition

EUR -
AED 4.130076
AFN 71.973487
ALL 90.986728
AMD 402.669704
ANG 2.012782
AOA 1032.377077
ARS 1743.876811
AUD 1.606047
AWG 2.027081
AZN 1.910457
BAM 1.956834
BBD 2.25319
BDT 139.283563
BGN 1.9656
BHD 0.422272
BIF 3359.130633
BMD 1.124594
BND 1.43291
BOB 13.506692
BRL 6.172561
BSD 1.118552
BTN 106.03969
BWP 15.473246
BYN 3.324042
BYR 22042.041568
BZD 2.249708
CAD 1.569275
CDF 2600.62325
CHF 0.917883
CLF 0.02806
CLP 1104.351235
CNY 7.513298
CNH 7.502723
COP 3651.005529
CRC 507.607159
CUC 1.124594
CUP 26.845837
CVE 110.311491
CZK 24.325528
DJF 199.190406
DKK 7.473675
DOP 67.40751
DZD 152.401307
EGP 61.746614
ERN 16.868909
ETB 183.589725
FJD 2.523813
FKP 0.838124
GBP 0.833982
GEL 2.915118
GGP 0.838124
GHS 13.037495
GIP 0.838124
GMD 83.220103
GNF 9908.131707
GTQ 8.551604
GYD 234.478821
HKD 8.823451
HNL 30.06427
HRK 7.612388
HTG 146.637447
HUF 363.680753
IDR 20419.814784
ILS 3.556815
IMP 0.838124
INR 106.503602
IQD 1695.784526
IRR 2118069.818798
ISK 136.210494
JEP 0.838124
JMD 177.423986
JOD 0.797299
JPY 178.022113
KES 146.129433
KGS 98.345627
KHR 4568.945886
KMF 495.946495
KPW 1012.134518
KRW 1507.371581
KWD 0.349457
KYD 0.932176
KZT 506.307408
LAK 25192.169159
LBP 100699.762453
LKR 372.160228
LRD 190.164372
LSL 18.645026
LTL 3.320633
LVL 0.680256
LYD 7.177897
MAD 10.993033
MDL 20.235168
MGA 5078.049823
MKD 61.58424
MMK 2361.108439
MNT 4046.387111
MOP 9.039649
MRU 45.404328
MUR 52.957163
MVR 17.380583
MWK 1939.582939
MXN 20.924128
MYR 4.573834
MZN 71.872903
NAD 18.645026
NGN 1511.409352
NIO 41.167533
NOK 10.368408
NPR 169.66124
NZD 1.999585
OMR 0.432418
PAB 1.118772
PEN 3.876834
PGK 5.018651
PHP 71.55677
PKR 309.426204
PLN 4.403938
PYG 6682.529397
QAR 4.077719
RON 5.342961
RSD 117.64716
RUB 92.132323
RWF 1654.367808
SAR 4.231779
SBD 9.054913
SCR 15.497297
SDG 676.44103
SEK 10.95025
SGD 1.437473
SHP 0.838436
SLE 25.76428
SLL 23582.177939
SOS 639.266575
SRD 42.219539
STD 23276.824375
STN 24.512947
SVC 9.787951
SYP 14621.970282
SZL 18.627519
THB 37.842027
TJS 10.280161
TMT 3.947325
TND 3.342409
TOP 2.707752
TRY 56.254892
TTD 7.583061
TWD 36.977746
TZS 2976.684325
UAH 51.070115
UGX 4725.991758
USD 1.124594
UYU 44.969952
UZS 13339.621953
VES 1000.929783
VND 28918.371321
VUV 134.357858
WST 3.125594
XAF 655.957
XAG 0.021686
XAU 0.000278382068
XCD 3.039272
XCG 2.015914
XDR 0.795146
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.600969
ZAR 18.53188
ZMK 10122.693536
ZMW 22.66815
ZWL 362.118795
SSP 6461.877339
MXV 2.355251
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Gasumlage sorgt für Unmut in der Ampel-Koalition
Gasumlage sorgt für Unmut in der Ampel-Koalition / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Gasumlage sorgt für Unmut in der Ampel-Koalition

In der Ampel-Koalition macht sich Frustration breit über die Tatsache, dass von der geplanten Gasumlage auch wirtschaftlich gesunde Unternehmen profitieren können. FDP-Energieexperte Michael Kruse fordert strengere Voraussetzungen für die teilnehmenden Firmen. Er sieht hier ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in der Pflicht. Auch von der Union und der Linken kommt erneut Kritik. Der Bundesnetzagenturchef warnt vor vorschnellen Urteilen.

Textgröße:

Mit der Umlage sollten "ausschließlich Unternehmen unterstützt werden, die sich in einer marktgefährdenden Schieflage befinden", sagte der FDP-Politiker Kruse der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Minister Habeck wäre gut beraten, an dieser Stelle nachzuschärfen und die Grundlage für die Umlage anzupassen".

SPD-Chefin Esken sagte der Zeitung ebenfalls, Habeck müsse "dafür sorgen, dass Leistungen aus der Gasumlage der wirtschaftlichen Gesamtsituation der Konzerne gerecht werden". Unternehmen, die in anderen Sparten abseits des Gasimports "mehr als gutes Geld verdienen", müssten sich selbst helfen.

Scharfe Kritik kam von der Grünen Jugend. "Die Gasumlage war von Anfang an der falsche Weg", sagte Bundessprecherin Sarah Lee-Heinrich dem "Spiegel". "Es kann nicht sein, dass die Gesellschaft jetzt die Verluste tragen soll, während viele Unternehmen in dieser Krise Übergewinne gemacht haben."

Unzufrieden äußerten sich erneut auch Politiker der Union und der Linken. "Diese Umlage ist sozial höchst ungerecht, intransparent und dazu noch handwerklich schlecht ausgearbeitet", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion, Axel Knoerig, der Nachrichtenagentur AFP. "Während die Ampel streitet, werden die Bürger zur Kasse gebeten." Die Umlage müsse "sofort gestoppt" werden, verlangte Knoerig.

CDU-Vize Carsten Linnemann sagte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, die Gasumlage habe "mit Sozialer Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun". Die Konzerne sollten "wie seinerzeit die Lufthansa in der Corona-Krise das Geld zurückzahlen müssen".

Linke-Vize Lorenz Gösta Beutin erklärte in Berlin, die Regierung mache "eine Politik zur Absicherung der Profite von Konzernen, nicht für die Mehrheit der Bevölkerung". Dass mit der Gasumlage nur Unternehmen in finanzieller Notlage unterstützt werden, "sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein".

Vor vorschnellen Urteilen warnte hingegen der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. "Ich kann den Ärger verstehen, es geht aber nur ein kleiner Teil der Umlage an Unternehmen, die das nicht wirklich benötigen, um eine Insolvenz abzuwenden", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Er glaube, die Umlage sei "zielgenauer als ihr Ruf, auch wenn das so bisher nicht offen nachvollziehbar ist".

Die Gasumlage von gut 2,4 Cent pro Kilowattstunde sollen Gaskunden ab Oktober zahlen. Das Geld soll Firmen entlasten, die wegen der gedrosselten Lieferungen aus Russland anderswo teuer Gas einkaufen müssen, um ihre Verträge zu erfüllen - die so entstehenden Mehrkosten sollen den Unternehmen ab Oktober zu 90 Prozent ersetzt werden. Dies soll Firmenpleiten und letztlich Lieferausfälle verhindern.

Anspruch auf Geld aus der Umlage haben zwölf Unternehmen angemeldet; RWE hat gleichzeitig erklärt, vorerst auf eine Zahlung zu verzichten. Die Ansprüche belaufen sich auf insgesamt rund 34 Milliarden Euro - ein Großteil entfällt auf die angeschlagenen Gasimporteure Uniper und Sefe (ehemals Gazprom Germania). Es gibt aber auch Unternehmen auf der Liste, die derzeit nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind.

(B.Hartmann--BBZ)