Berliner Boersenzeitung - Regierung beschließt digitalen Kassenbon ab 2028

EUR -
AED 4.117065
AFN 72.30521
ALL 91.245142
AMD 404.686077
ANG 2.006441
AOA 1028.0042
ARS 1696.358355
AUD 1.613597
AWG 2.017893
AZN 1.911639
BAM 1.958152
BBD 2.25638
BDT 138.306123
BGN 1.959409
BHD 0.423305
BIF 3354.639559
BMD 1.121052
BND 1.436687
BOB 13.124882
BRL 5.658505
BSD 1.120331
BTN 106.662114
BWP 15.390348
BYN 3.385351
BYR 21972.609785
BZD 2.253387
CAD 1.59395
CDF 2592.426077
CHF 0.930395
CLF 0.028072
CLP 1104.818937
CNY 7.502917
CNH 7.50317
COP 3584.707971
CRC 510.608749
CUC 1.121052
CUP 26.887175
CVE 110.398587
CZK 24.353389
DJF 199.496951
DKK 7.474718
DOP 68.611799
DZD 150.723114
EGP 59.471331
ERN 16.815773
ETB 180.349162
FJD 2.536968
FKP 0.852481
GBP 0.846613
GEL 2.903374
GGP 0.852481
GHS 13.068814
GIP 0.852481
GMD 82.95757
GNF 9855.574006
GTQ 8.561283
GYD 234.312339
HKD 8.797508
HNL 30.212864
HRK 7.531563
HTG 146.711453
HUF 363.773933
IDR 20136.21529
ILS 3.481403
IMP 0.852481
INR 106.541205
IQD 1698.393052
IRR 2007242.745627
ISK 136.297424
JEP 0.852481
JMD 177.929587
JOD 0.794812
JPY 177.053831
KES 145.467692
KGS 98.036182
KHR 4551.629468
KMF 495.504787
KPW 1008.946324
KRW 1511.2449
KWD 0.349589
KYD 0.933705
KZT 506.165709
LAK 25226.464854
LBP 100390.163906
LKR 370.793715
LRD 191.009426
LSL 18.553128
LTL 3.310174
LVL 0.678113
LYD 7.202785
MAD 11.026943
MDL 20.052997
MGA 5095.179153
MKD 61.649048
MMK 2353.585291
MNT 4032.108834
MOP 9.056237
MRU 45.100284
MUR 53.339604
MVR 17.320784
MWK 1951.750856
MXN 20.69622
MYR 4.575904
MZN 71.646726
NAD 18.564716
NGN 1491.144539
NIO 41.30516
NOK 10.646991
NPR 170.657458
NZD 1.997434
OMR 0.431032
PAB 1.120356
PEN 3.856972
PGK 4.982794
PHP 70.718736
PKR 310.587409
PLN 4.368889
PYG 6392.592749
QAR 4.08285
RON 5.333068
RSD 117.421173
RUB 93.7488
RWF 1653.550991
SAR 4.122548
SBD 9.040885
SCR 16.031727
SDG 674.311154
SEK 11.182786
SGD 1.437939
SHP 0.846109
SLE 27.667329
SLL 23507.894771
SOS 640.68708
SRD 42.277048
STD 23203.503062
STN 24.607081
SVC 9.80365
SYP 14575.911505
SZL 18.559034
THB 37.633493
TJS 10.34042
TMT 3.934891
TND 3.351664
TOP 2.699223
TRY 55.399344
TTD 7.619118
TWD 36.277789
TZS 2955.814864
UAH 50.352731
UGX 4526.477228
USD 1.121052
UYU 45.035298
UZS 13398.974281
VES 984.309696
VND 29010.010699
VUV 134.17822
WST 3.118343
XAF 655.957
XAG 0.020035
XAU 0.00027117414
XCD 3.029698
XCG 2.019306
XDR 0.792642
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.736042
ZAR 18.569681
ZMK 10090.811577
ZMW 22.267534
ZWL 360.978132
SSP 6472.754991
MXV 2.336947
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Regierung beschließt digitalen Kassenbon ab 2028
Regierung beschließt digitalen Kassenbon ab 2028 / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Regierung beschließt digitalen Kassenbon ab 2028

Statt Kassenbons auf Papier soll es ab 2028 digitale Belege geben: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch neue Regeln für Kassenbelege auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht vor, dass Bons ab dem Jahr 2028 nicht mehr ausgedruckt, sondern in der Regel elektronisch bereitgestellt werden, zum Beispiel per E-Mail oder als QR-Code. Das Bundesfinanzministerium will damit Bürokratie abbauen und Steuer- und Finanzkriminalität bekämpfen.

Textgröße:

Mit dem Gesetz wird die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag von SPD und Union umgesetzt, die seit 2020 geltende Pflicht für Papierbons abzuschaffen. Stattdessen sollen nun digitale Belege zum "Standard" werden, wie Klingbeil ankündigte. "Das bedeutet für alle weniger Bürokratie - sowohl für Bürgerinnen und Bürger, als auch für Unternehmen." Mit digitalen Kassen, die für die Ausgabe elektronischer Belege nötig sind, werden zudem alle Umsätze erfasst. "Damit verhindern wir Steuerhinterziehung und schaffen faire Wettbewerbsbedingungen", erklärte Klingbeil. "Ich will, dass die Ehrlichen nicht die Dummen sind."

Moderne elektronische Kassensysteme sind nach Angaben des Bundesfinanzministeriums in Deutschland bereits weit verbreitet. Es gibt demnach noch etwa 115.000 sogenannte offene Ladenkassen. "Deren Kassen-Umsätze sind missbrauchsanfällig, weil es keine oder nur handschriftliche Aufzeichnungen gibt", erläutert das Ministerium. "Das kann Steuerhinterziehung begünstigen."

Deshalb sollen diese offenen Ladenkassen für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 100.000 Euro ab dem Jahr 2028 durch elektronische Kassensysteme ersetzt werden. Ausgenommen von der Kassenpflicht sind Steuerpflichtige, die im Jahr Barumsätze von unter 12.000 Euro haben. Weitere Ausnahmen können nach Angaben des Ministeriums nach der Verabschiedung des Gesetzes durch eine Rechtsverordnung geregelt werden. Dabei kommen etwa Vertrauenskassen auf Selbsternte-Feldern oder die Direktvermarktung in Landwirtschaftsbetrieben in Betracht.

Der Digitalverband Bitkom erklärte, das Gesetz werde dabei helfen, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und fairen Wettbewerb zu stärken. "Wenn Umsätze verpflichtend elektronisch erfasst werden, lassen sie sich schwerer manipulieren", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Gleichzeitig kann die Umstellung die Digitalisierung im Handel voranbringen: Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das weniger Papier, und Belege lassen sich leichter speichern und wiederfinden."

Für viele Unternehmen erzeuge die Umstellung zunächst Aufwand. "Um den Umstellungsaufwand so gering wie möglich zu halten, müssen die Vorgaben im Gesetz eindeutig und praxistauglich sein und die Unternehmen müssen ausreichend Zeit für die Umsetzung bekommen", forderte Rohleder. Hier muss nach Einschätzung von Bitkom noch nachgesteuert werden: "Es muss unmissverständlich geregelt sein, für wen genau die Kassenpflicht gilt und welche technischen Anforderungen zu erfüllen sind."

(K.Müller--BBZ)