Berliner Boersenzeitung - 17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

EUR -
AED 4.114832
AFN 72.82921
ALL 91.604903
AMD 405.522397
ANG 2.006002
AOA 1028.567112
ARS 1700.646865
AUD 1.608445
AWG 2.016797
AZN 1.909201
BAM 1.955264
BBD 2.256782
BDT 138.162147
BGN 1.8862
BHD 0.423284
BIF 3352.581483
BMD 1.120443
BND 1.434807
BOB 13.270647
BRL 5.591912
BSD 1.120493
BTN 108.324322
BWP 15.414777
BYN 3.408666
BYR 21960.683364
BZD 2.253583
CAD 1.597981
CDF 2588.223802
CHF 0.929592
CLF 0.027723
CLP 1094.639669
CNY 7.498173
CNH 7.493191
COP 3580.140405
CRC 511.259929
CUC 1.120443
CUP 26.892632
CVE 110.64419
CZK 24.384542
DJF 199.535333
DKK 7.476273
DOP 67.911394
DZD 150.950644
EGP 58.714914
ERN 16.806645
ETB 182.050423
FJD 2.517916
FKP 0.847047
GBP 0.84616
GEL 2.902385
GGP 0.847047
GHS 13.188051
GIP 0.847047
GMD 82.356877
GNF 9857.299366
GTQ 8.565468
GYD 234.331291
HKD 8.793802
HNL 30.07676
HRK 7.535656
HTG 146.7298
HUF 364.995955
IDR 20046.294405
ILS 3.432433
IMP 0.847047
INR 108.431439
IQD 1697.534921
IRR 1993794.756851
ISK 136.862548
JEP 0.847047
JMD 177.841276
JOD 0.794438
JPY 177.349369
KES 145.320186
KGS 97.983173
KHR 4549.75349
KMF 492.995325
KPW 1008.399082
KRW 1501.887083
KWD 0.348413
KYD 0.933744
KZT 509.170501
LAK 25127.115847
LBP 100341.809048
LKR 370.738428
LRD 191.607505
LSL 18.538521
LTL 3.308377
LVL 0.677745
LYD 7.205026
MAD 11.017881
MDL 20.090496
MGA 4996.631058
MKD 61.558135
MMK 2353.045771
MNT 4033.221582
MOP 9.057019
MRU 44.776732
MUR 53.17665
MVR 17.311269
MWK 1942.967679
MXN 20.631954
MYR 4.577574
MZN 71.607937
NAD 18.538521
NGN 1489.06917
NIO 41.238702
NOK 10.713008
NPR 173.318515
NZD 1.998472
OMR 0.431082
PAB 1.120493
PEN 3.842747
PGK 5.080608
PHP 70.302241
PKR 310.28559
PLN 4.388668
PYG 6373.2539
QAR 4.078831
RON 5.340074
RSD 117.34785
RUB 95.416458
RWF 1651.647493
SAR 4.203761
SBD 9.051019
SCR 16.442544
SDG 673.9506
SEK 11.203538
SGD 1.433499
SHP 0.846576
SLE 27.641745
SLL 23495.120995
SOS 640.324568
SRD 42.232303
STD 23190.908531
STN 24.493289
SVC 9.804314
SYP 14568.000545
SZL 18.534922
THB 37.594267
TJS 10.308676
TMT 3.932755
TND 3.371982
TOP 2.697758
TRY 55.149667
TTD 7.611915
TWD 35.810932
TZS 2958.289508
UAH 50.326412
UGX 4581.192898
USD 1.120443
UYU 45.001847
UZS 13334.346748
VES 981.173757
VND 29018.914224
VUV 134.464837
WST 3.121006
XAF 655.957
XAG 0.018422
XAU 0.00026713469
XCD 3.028054
XCG 2.019447
XDR 0.792211
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.652664
ZAR 18.509775
ZMK 10085.335807
ZMW 22.269899
ZWL 360.782198
SSP 6450.986431
MXV 2.330891
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober
17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

Tanken wird für spritpreisgebeutelte Autofahrer schon ab kommendem Donnerstag günstiger: Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt, der die Steuern auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober um rund 17 Cent je Liter senkt. Die Regierungskoalition aus Union und SPD will Bürgerinnen und Bürgern so kurzfristig Entlastung verschaffen - doch an der Maßnahme gibt es auch viel Kritik.

Textgröße:

Der neue Tankrabatt ist auf drei Monate befristet, vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember. Bereits im Mai und Juni waren die Steuern auf Kraftstoffe ebenfalls um rund 17 Cent gesenkt worden. Hintergrund sind die massiv gestiegenen Preise für Benzin und Diesel, die durch die Verwerfungen auf den Ölmärkten wegen des Iran-Kriegs deutlich in die Höhe geschnellt sind.

Zunehmend zur Belastung wird dies etwa für Spediteure oder Landwirte, die ihre Lkw oder Traktoren füllen müssen - aber auch für Pflegedienste und andere Autofahrer, die ihr Fahrzeug beispielsweise für den Weg zur Arbeit brauchen, zugleich aber vielerorts nicht auf gleichwertige ÖPNV-Angebote zurückgreifen oder kurzerhand auf ein Elektroauto umsteigen können.

Union und SPD hoben am Freitag hervor, dass der neue Tankrabatt nach Inkrafttreten unmittelbar an den Zapfsäulen wirken könne. Die Maßnahme sei "direkt wirksam", um Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, möglichst schnell zu entlasten, sagte SPD-Fraktionsvize Armand Zorn vor der Abstimmung über den Tankrabatt im Bundestag. Dort votierte eine deutliche Mehrheit von 434 Abgeordneten bei 128 Gegenstimmen für die Maßnahme.

Auch der CDU-Abgeordnete Stefan Korbach verwies im Parlament darauf, dass die Maßnahme "sofort" an der Zapfsäule wirke und überdies die Inflation dämpfen könne. Zwar sei die Maßnahme, deren Kosten auf 2,5 Milliarden Euro veranschlagt werden, wovon die Hälfte auf die Bundesländer entfällt, lediglich ein "Pflaster", das nicht die Ursache heile - für die aktuelle Lage sei sie jedoch das beste verfügbare Instrument.

Doch ob der Tankrabatt die richtige Wahl ist, bleibt weiter umstritten. So kritisierte die Linken-Abgeordnete Doris Achelwilm im Bundestag, dass der Tankrabatt "wenig passgenau" sei und ein Teil des Geldes bei den Mineralölkonzernen lande. Tatsächlich ergaben Auswertungen zum ersten Tankrabatt, dass die Steuersenkung an den Zapfsäulen zwar größtenteils an die Verbraucher weitergegeben wurde. Laut Monopolkommission blieben aber gut 200 Millionen Euro des damaligen Entlastungsvolumens von 1,6 Milliarden Euro bei den Mineralölkonzernen hängen.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge warf Union und SPD im Bundestag zudem vor, Kürzungen im Sozialbereich mit fehlenden finanziellen Mitteln begründet zu haben - die 2,5 Milliarden Euro für den neuen Tankrabatt seien nun exakt die Summe, die die Kürzungen im Familienbereich ausmachten.

Auch bei Ökonomen steht der Tankrabatt in der Kritik. Am Donnerstag hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erklärt, dass die Maßnahme "ökonomisch kontraproduktiv" sei, weil Kraftstoffe trotz knappem Angebots künstlich verbilligt würden.

Ungeachtet der Vorbehalte gegen die Maßnahme gab nach dem Bundestag am Freitagnachmittag auch der Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt. Die Länderkammer verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen, womit die Maßnahme am 1. Oktober in Kraft treten kann. Zugleich mahnten mehrere Länder darüber hinausgehende Schritte an - etwa eine Übergewinnsteuer, gezieltere Maßnahmen statt Unterstützung "mit der Gießkasse" sowie langfristig eine geringere Abhängigkeit von Öl.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßte, dass der neue Tankrabatt Verbrauchern eine "Atempause" verschaffe. Nötig sei aber auch, "die staatliche Belastung von Kraftstoffen dauerhaft zu senken und zugleich ein verlässliches Preissignal für die Mobilitätswende zu setzen", forderte der Verband.

Der Bundesverband Schienennahverkehr kritisierte hingegen, dass die 2,5 Milliarden Euro besser in den Nah- und Regionalverkehr investiert werden sollten. 2,5 Milliarden Euro entsprächen "ungefähr einem Jahr Deutschlandticket".

Harsche Kritik äußerte die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Der Tankrabatt sei ein "Ausdruck der Verzweiflung der Politik", sagte sie im ARD Interview der Woche. "Dieser Modus, der Staat wird uns schon immer raushauen, das geht einfach nicht."

(B.Hartmann--BBZ)