Berliner Boersenzeitung - Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr

EUR -
AED 4.105635
AFN 72.666438
ALL 91.642726
AMD 404.911742
ANG 2.001354
AOA 1026.268648
ARS 1695.646015
AUD 1.605359
AWG 2.012292
AZN 1.900066
BAM 1.959279
BBD 2.255806
BDT 137.874819
BGN 1.956281
BHD 0.422747
BIF 3351.120477
BMD 1.11794
BND 1.434334
BOB 13.266319
BRL 5.57662
BSD 1.119989
BTN 107.206444
BWP 15.40836
BYN 3.377898
BYR 21911.625612
BZD 2.2526
CAD 1.594898
CDF 2582.441239
CHF 0.931015
CLF 0.027748
CLP 1092.082217
CNY 7.481423
CNH 7.485705
COP 3575.351253
CRC 510.101204
CUC 1.11794
CUP 26.880731
CVE 110.459162
CZK 24.373666
DJF 199.444145
DKK 7.474469
DOP 68.010155
DZD 150.477412
EGP 58.850949
ERN 16.769101
ETB 182.946414
FJD 2.51738
FKP 0.846615
GBP 0.845107
GEL 2.895409
GGP 0.846615
GHS 13.171152
GIP 0.846615
GMD 82.171701
GNF 9853.40817
GTQ 8.56205
GYD 234.21169
HKD 8.773152
HNL 30.064115
HRK 7.53581
HTG 146.669123
HUF 364.768181
IDR 20023.704298
ILS 3.445251
IMP 0.846615
INR 106.415654
IQD 1697.884491
IRR 1989340.838443
ISK 136.209623
JEP 0.846615
JMD 178.486932
JOD 0.792638
JPY 176.927996
KES 145.007669
KGS 97.763777
KHR 4547.196302
KMF 491.893444
KPW 1006.146031
KRW 1502.388451
KWD 0.348194
KYD 0.933357
KZT 504.565938
LAK 25183.717737
LBP 100298.395917
LKR 370.728288
LRD 190.969096
LSL 18.528701
LTL 3.300986
LVL 0.676231
LYD 7.196779
MAD 10.836047
MDL 20.059619
MGA 5051.970585
MKD 61.673754
MMK 2347.847365
MNT 4020.291281
MOP 9.053314
MRU 45.019537
MUR 53.370286
MVR 17.272326
MWK 1942.148597
MXN 20.393698
MYR 4.566895
MZN 71.447628
NAD 18.528701
NGN 1487.978019
NIO 41.212811
NOK 10.689905
NPR 171.532048
NZD 1.997658
OMR 0.429841
PAB 1.119969
PEN 3.856348
PGK 5.005799
PHP 70.210546
PKR 310.107245
PLN 4.38555
PYG 6371.31329
QAR 4.094096
RON 5.332237
RSD 117.409132
RUB 93.82275
RWF 1651.432384
SAR 4.199732
SBD 9.0308
SCR 15.532959
SDG 672.432423
SEK 11.193828
SGD 1.431321
SHP 0.844685
SLE 27.579706
SLL 23442.639764
SOS 640.136666
SRD 42.109416
STD 23139.10259
STN 24.543141
SVC 9.800227
SYP 14535.457125
SZL 18.52289
THB 37.515279
TJS 10.321027
TMT 3.92397
TND 3.350389
TOP 2.691731
TRY 55.189457
TTD 7.616524
TWD 35.905438
TZS 2957.072212
UAH 50.418226
UGX 4626.131678
USD 1.11794
UYU 45.04959
UZS 13328.42832
VES 978.981913
VND 28965.827531
VUV 133.092985
WST 3.104559
XAF 655.957
XAG 0.018438
XAU 0.000266630752
XCD 3.021289
XCG 2.018548
XDR 0.790442
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.059843
ZAR 18.463283
ZMK 10062.808251
ZMW 22.232477
ZWL 359.97625
SSP 6437.396829
MXV 2.30306
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr
Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr

Die hohen Energiepreise haben die Inflation im September auf den höchsten Stand seit Ende 2023 getrieben. Die Inflationsrate betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. "Die Inflationsrate erreichte im September mit über drei Prozent einen neuen Jahreshöchststand. Das war zugleich der höchste Wert seit Dezember 2023", erklärte Amtspräsidentin Ruth Brand.

Textgröße:

Im August hatte die Teuerung laut Bundesamt bei 2,9 Prozent und im Juli bei 2,8 Prozent gelegen. Grund für den Anstieg im September sei "erneut die Entwicklung der Energiepreise", erklärte Brand. "Besonders zeigte sich die Teuerung bei Mineralölprodukten an den Tankstellen und beim Heizöl."

Energieprodukte verteuerten sich den Angaben der Statistiker zufolge im September um 14,9 Prozent. Damit verstärkte sich die Teuerung bei den Energiepreisen zum dritten Mal in Folge: Im Juni waren sie zunächst um 3,4 Prozent geklettert, im Juli um 8,3 Prozent und August um 10,5 Prozent. Im September sei der höchste Anstieg der Energiepreise seit Februar 2023 verzeichnet worden, erklärte das Bundesamt weiter.

Kraftstoffe verteuerten sich demnach für Verbraucherinnen und Verbraucher im September stark um 37,1 Prozent. Der Preis für leichtes Heizöl kletterte noch stärker um 74,9 Prozent. Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe wurden um 15,6 Prozent teurer.

Anders sah es beim Strom aus, der sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,5 Prozent verbilligte. Günstiger waren auch Erdgas ohne Betriebskosten (minus 2,8 Prozent) und Fernwärme (minus 1,0 Prozent). Das sei "teilweise auf die bereits seit Jahresbeginn umgesetzten Maßnahmen der Bundesregierung zurückzuführen", erklärte das Bundesamt.

Die Bundesregierung hatte dabei zum einen die Gasspeicherumlage abgeschafft. Zum anderen beschloss sie einen Zuschuss zu den Netzentgelten, mit dem die Kostenbelastung der Stromkunden gedämpft und dadurch die Stromkosten insgesamt gesenkt werden sollten.

Bei Dienstleistungen flachte der Preisanstieg den Angaben nach erneut etwas ab und lag bei 2,7 Prozent. Wesentlich geringer verteuerten sich die Nahrungsmittel mit 0,4 Prozent. Die Preise einzelner Produkte allerdings legten deutlich zu, etwa Eier, frisches Gemüse sowie Fisch und Meeresfrüchte. Weniger mussten Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen für Butter, frisches Obst und Molkereiprodukte zahlen.

Ohne Energie lag die Inflationsrate bei 2,1 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Die sogenannte Kerninflation, also die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, blieb mit 2,4 Prozent unverändert.

"Der Anstieg der Inflation im September ist wie in allen Monaten seit Beginn des Irankriegs fast ausschließlich auf die höheren Kraftstoff- und Heizölpreise zurückzuführen", erklärte die Inflationsexpertin Silke Tober des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Ingesamt gebe es aber "weder in Deutschland noch im Euroraum insgesamt Anzeichen für einen Anstieg der mittelfristigen Inflation" - daher bestehe auch kein hinreichender Grund für eine weitere Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Sie plädierte anstelle "einer zusätzlichen Schwächung der Wirtschaft durch höhere Finanzierungskosten" für fiskalische Maßnahmen, "die die Inflation mildern". Der Tankrabatt sei zwar "sinnvoll, sollte aber mit Maßnahmen zur Drosselung des Verbrauchs kombiniert werden, beispielsweise verschärften Tempolimits", erklärte Tober.

"Die nun in Aussicht gestellte Senkung der Stromsteuer wirkt ebenfalls entlastend, stellt mit Blick auf die weitere Inflationsentwicklung allerdings lediglich ein Gegengewicht zu der Erhöhung der Tabaksteuer im Januar 2027 und der Zuzahlungen gesetzlich Versicherter dar", fuhr sie fort.

Die CDU will sich für eine Absenkung der Stromsteuer "für alle" auf das europäische Minimum einsetzen. Bundeskanzler und CDU-Parteichef Friedrich Merz hatte am Montag gesagt, dafür sollten "finanzielle Spielräume im Haushalt" genutzt werden. Diese könne es geben, "wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt".

(P.Werner--BBZ)