Berliner Boersenzeitung - Mercedes GLA neu gegen alt: Der große Sprung ins Elektrozeitalter

EUR -
AED 4.246429
AFN 76.887634
ALL 93.189144
AMD 423.342651
AOA 1060.176801
ARS 1724.882575
AUD 1.635501
AWG 2.082489
AZN 1.97002
BAM 1.961391
BBD 2.328337
BDT 143.102254
BHD 0.435984
BIF 3453.955207
BMD 1.156136
BND 1.481323
BOB 13.739522
BRL 5.876989
BSD 1.155995
BTN 110.001186
BWP 15.603479
BYN 3.442212
BYR 22660.258427
BZD 2.324897
CAD 1.613446
CDF 2615.761404
CHF 0.934181
CLF 0.026749
CLP 1056.199727
CNY 7.801146
CNH 7.796152
COP 3650.105178
CRC 525.509359
CUC 1.156136
CUP 30.637594
CVE 110.646682
CZK 24.258158
DJF 205.46888
DKK 7.477932
DOP 67.345355
DZD 153.688625
EGP 57.293288
ERN 17.342035
ETB 184.982115
FJD 2.553384
FKP 0.8566
GBP 0.856968
GEL 3.017966
GGP 0.8566
GHS 13.596606
GIP 0.8566
GMD 84.980421
GNF 10145.090599
GTQ 8.820142
GYD 241.849406
HKD 9.067746
HNL 31.077375
HRK 7.536622
HTG 151.150865
HUF 363.096405
IDR 20580.370421
ILS 3.468234
IMP 0.8566
INR 109.992259
IQD 1515.115748
IRR 1590322.371805
ISK 142.598215
JEP 0.8566
JMD 183.583315
JOD 0.819746
JPY 182.445186
KES 148.887592
KGS 101.104505
KHR 4685.244046
KMF 492.514185
KRW 1627.712241
KWD 0.356853
KYD 0.963346
KZT 541.784389
LAK 26108.437325
LBP 103531.946431
LKR 387.745291
LRD 209.896866
LSL 18.648909
LTL 3.413768
LVL 0.699335
LYD 7.358849
MAD 10.757887
MDL 20.102303
MGA 4982.944983
MKD 61.70777
MMK 2427.596601
MNT 4159.0218
MOP 9.34149
MRU 46.349915
MUR 54.396619
MVR 17.862733
MWK 2008.207995
MXN 19.811776
MYR 4.728715
MZN 73.882892
NAD 18.78764
NGN 1577.963717
NIO 42.540713
NOK 10.99759
NPR 176.001898
NZD 1.961547
OMR 0.442559
PAB 1.15598
PEN 3.913564
PGK 5.112721
PHP 70.183258
PKR 321.178758
PLN 4.299905
PYG 6873.802279
QAR 4.213541
RON 5.244583
RSD 117.953626
RUB 94.679224
RWF 1693.738704
SAR 4.370455
SBD 9.325039
SCR 16.735107
SDG 694.263698
SEK 10.961095
SGD 1.477777
SLE 28.445176
SOS 694.263682
SRD 43.778814
STD 23929.673396
STN 24.712399
SVC 10.11514
SZL 18.781467
THB 38.210709
TJS 10.664099
TMT 4.058036
TND 3.366711
TRY 55.144784
TTD 7.835505
TWD 37.286072
TZS 3060.872603
UAH 51.775757
UGX 4306.406038
USD 1.156136
UYU 46.534057
UZS 13815.821213
VES 873.763846
VND 30295.956222
VUV 138.059733
WST 3.160483
XAF 657.83219
XAG 0.018216
XAU 0.000266
XCD 3.124515
XCG 2.083439
XDR 0.818768
XOF 656.685424
XPF 119.331742
YER 275.626884
ZAR 18.667336
ZMK 10406.612213
ZMW 21.818913
ZWL 372.275202
  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • SDAX

    94.8200

    18659.63

    +0.51%

  • MDAX

    -23.9200

    32407.2

    -0.07%

  • Goldpreis

    100.1000

    4399.7

    +2.28%

  • DAX

    179.3200

    26319.45

    +0.68%

  • EUR/USD

    0.0037

    1.1562

    +0.32%

Mercedes GLA neu gegen alt: Der große Sprung ins Elektrozeitalter
Mercedes GLA neu gegen alt: Der große Sprung ins Elektrozeitalter

Mercedes GLA neu gegen alt: Der große Sprung ins Elektrozeitalter

Mit der dritten Generation vollzieht Mercedes-Benz beim GLA weit mehr als einen gewöhnlichen Modellwechsel. Aus dem bislang überwiegend mit Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybridantrieben angebotenen Kompakt-SUV wird zum Marktstart ein konsequent elektrisch ausgerichtetes Fahrzeug. Im November 2026 kommen zunächst drei batterieelektrische Varianten auf den Markt. Elektrifizierte Benzinmodelle folgen Anfang 2027.

Textgröße:

Damit verändert sich nicht nur die Antriebstechnik. Der GLA erhält eine neue Fahrzeugarchitektur, wächst spürbar, wird digitaler und rückt in seiner Erscheinung näher an die größeren SUV-Modelle der Marke. Der bekannte Modellname deckt erstmals auch den reinen Elektroantrieb ab. Mercedes-Benz macht damit deutlich, dass elektrische Fahrzeuge nicht länger als separate Nebenlinie behandelt werden, sondern in das klassische Modellprogramm hineinwachsen.

Vom kompakten Crossover zum erwachsenen SUV
Die erste Generation des GLA kam 2013 auf den Markt und war äußerlich noch eng mit der damaligen A-Klasse verwandt. Ihre flache Dachlinie, die geringe Bodenfreiheit und die vergleichsweise niedrige Sitzposition ließen sie eher wie einen höhergelegten Kompaktwagen erscheinen. Die zweite Generation von 2020 änderte diesen Charakter grundlegend. Sie wurde höher, geräumiger und deutlich stärker als SUV positioniert.

Der nun vorgestellte dritte GLA setzt diese Entwicklung fort, verändert jedoch die Proportionen erneut. Mit einer Länge von 4,565 Metern ist er je nach Vergleichsversion rund 13 bis 16 Zentimeter länger als die bisherige Baureihe. Der Radstand wächst um 61 Millimeter auf 2,790 Meter. Gleichzeitig fällt die Karosserie flacher aus, während die Spur verbreitert wurde. Das Fahrzeug wirkt dadurch gestreckter, satter und weniger hochbeinig.
Besonders auffällig ist die neue Front. Die elektrische Ausführung trägt einen großflächigen, geschlossenen Kühlergrill mit 608 hinterleuchteten Lichtpunkten. In höheren Ausstattungslinien können sowohl die Umrandung als auch die Fläche des Grills illuminiert werden. Sternförmige Elemente in den Scheinwerfern und Rückleuchten übertragen die aktuelle Mercedes-Designsprache auf das kompakte SUV-Segment.

Der Vorgänger erscheint im direkten Vergleich zurückhaltender. Seine runderen Flächen und der klassische Kühlergrill wirken vertraut, zugleich aber weniger eigenständig. Der neue GLA tritt bewusster als Lifestyle-Produkt auf. Ob die starke Lichtinszenierung dauerhaft elegant oder in manchen Konfigurationen überladen wirkt, dürfte von Farbe und Ausstattung abhängen. Insbesondere dunkle Varianten lassen die Technik optisch stärker mit der Karosserie verschmelzen.

Mehr Platz, aber eine differenzierte Kofferraumbilanz
Das Wachstum kommt vor allem den Passagieren zugute. Fahrer und Beifahrer erhalten sieben Millimeter mehr Beinfreiheit. In der zweiten Reihe steigt sie um 38 Millimeter. Auch die Kopffreiheit nimmt zu, vorne um 23 Millimeter und im Fond um 24 Millimeter. Damit behebt Mercedes-Benz einen der Schwachpunkte des bisherigen GLA, dessen Rückbank für größere Erwachsene nur begrenzt langstreckentauglich war.

Beim Gepäckraum fällt der Vergleich weniger eindeutig aus. Der neue elektrische GLA fasst hinter den Rücksitzen 410 Liter. Beim konventionell angetriebenen Vorgänger waren je nach Ausführung bis zu 435 Liter möglich. Mit umgelegten Rücksitzlehnen stehen im neuen Modell bis zu 1.400 Liter bereit, während die bisherige Generation maximal etwa 1.430 Liter aufnehmen konnte.

Der elektrische GLA gleicht diesen leichten Rückgang durch einen zusätzlichen Gepäckraum unter der Fronthaube aus. Dieser sogenannte Frunk fasst 107 Liter und bietet ausreichend Platz für Ladekabel, Einkaufstaschen oder einen kleinen Kabinentrolley. Bei aufgestellten Rücksitzen ergeben sich damit insgesamt 517 Liter Stauraum, allerdings auf zwei getrennte Bereiche verteilt. Für den Alltag ist das ein praktischer Fortschritt, auch wenn ein großer zusammenhängender Kofferraum flexibler bleibt. Die Rücksitzlehnen sind serienmäßig im Verhältnis 40 zu 20 zu 40 geteilt. Der variable Ladeboden erleichtert den Transport größerer Gegenstände. Die elektrische Allradversion darf zudem gebremste Anhänger mit einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen ziehen. Die heckgetriebenen Modelle erreichen bis zu 1,5 Tonnen.

Das Cockpit wird zur digitalen Schaltzentrale
Im Innenraum ist der Generationswechsel noch deutlicher als außen. Der bisherige GLA setzte auf zwei nebeneinander angeordnete Bildschirme mit einer Diagonale von jeweils bis zu 10,25 Zoll. Dieses Konzept war bei seinem Marktstart modern, wirkt im Vergleich zum neuen Modell jedoch zunehmend konventionell.

Im neuen GLA spannt sich auf Wunsch der MBUX Superscreen über nahezu die gesamte Breite des Armaturenbretts. Hinter der gemeinsamen Glasfläche befinden sich ein 10,25 Zoll großes Fahrerdisplay, ein 14 Zoll großer Zentralbildschirm und ein weiterer 14-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer. Wird das Beifahrerdisplay nicht bestellt, setzt eine beleuchtbare Dekorfläche die gläserne Optik fort. Die Zahl klassischer Schalter sinkt weiter. Mercedes-Benz reagiert jedoch auf die Kritik an rein berührungsempfindlichen Bedienelementen. Am neuen Lenkrad kehren ein mechanisch wirkender Lautstärkeregler und eine Wippe für Geschwindigkeitsbegrenzer und Abstandsregelung zurück. Die übrigen Bedienfelder bleiben kapazitiv, geben aber eine fühlbare Rückmeldung.

Das Infotainmentsystem basiert auf dem neuen Mercedes-Benz Operating System. Der virtuelle Assistent kann komplexere Gespräche führen, sich Details innerhalb eines Dialogs merken und unterschiedliche Dienste miteinander verbinden. Dazu werden unter anderem Technologien von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini eingesetzt. Die Navigation basiert auf Google Maps und kann Ladesäulen, deren Ladeleistung sowie verfügbare Parkplätze in die Routenplanung einbeziehen.
Der technische Fortschritt ist erheblich. Dennoch bleibt die Frage, ob drei Bildschirme im Alltag tatsächlich einen größeren Nutzen bieten oder vor allem als sichtbares Luxussignal dienen. Die Rückkehr einzelner physischer Bedienelemente zeigt, dass eine vollständig berührungsgesteuerte Bedienung nicht in jeder Situation überzeugend ist.

Drei Elektroantriebe zum Marktstart
Den größten Unterschied zum Vorgänger bildet die Antriebspalette. Während die zweite Generation mit Benzin-, Diesel-, Mildhybrid- und Plug-in-Hybridtechnik erhältlich war, startet der neue GLA zunächst ausschließlich elektrisch. Das Basismodell GLA 200 electric leistet 165 Kilowatt beziehungsweise 224 PS. Es verfügt über Hinterradantrieb und eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 58 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität. Die Reichweite liegt je nach Ausstattung zwischen 394 und 447 Kilometern nach WLTP. An einer geeigneten Schnellladesäule sind bis zu 200 Kilowatt möglich.

Darüber positioniert sich der GLA 250+ electric mit 200 Kilowatt beziehungsweise 272 PS. Seine Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie stellt 85 Kilowattstunden nutzbare Energie bereit. Die Reichweite beträgt zwischen 577 und 657 Kilometern. Damit wird diese Version voraussichtlich die interessanteste Wahl für Kunden sein, die den GLA regelmäßig auf längeren Strecken einsetzen. Das vorläufige Spitzenmodell GLA 350 4MATIC electric verfügt über zwei Elektromotoren, Allradantrieb, 260 Kilowatt beziehungsweise 354 PS und ein maximales Drehmoment von 515 Newtonmetern. Der Sprint auf Tempo 100 dauert 5,4 Sekunden. Trotz der höheren Leistung erreicht das Modell noch zwischen 555 und 643 Kilometer nach WLTP.

Alle drei Elektrovarianten sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 210 Kilometern pro Stunde begrenzt. Eine weitere Version mit einer 71 Kilowattstunden großen Batterie soll Anfang 2027 folgen und die große Lücke zwischen dem Einstiegsakku und der 85-Kilowattstunden-Batterie schließen.

800-Volt-Technik mit einem wichtigen Detail
Die beiden Modelle mit großer Batterie können an geeigneten 800-Volt-Ladesäulen mit bis zu 320 Kilowatt laden. Der Ladezustand soll sich in rund 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent erhöhen lassen. Innerhalb von zehn Minuten können unter günstigen Bedingungen bis zu 270 Kilometer zusätzliche Reichweite nachgeladen werden.
Der GLA 200 electric bleibt mit maximal 200 Kilowatt darunter, benötigt wegen seiner kleineren Batterie aber ebenfalls nur etwa 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Serienmäßig ist ein 11-Kilowatt-Ladegerät für Wechselstrom an Bord. Ein 22-Kilowatt-Lader wird optional angeboten.

Für die praktische Nutzung ist ein weiteres Ausstattungsdetail entscheidend. Wer den GLA auch an 400-Volt-Gleichstromsäulen laden möchte, muss den dafür vorgesehenen DC-Konverter berücksichtigen. Dieser gehört nicht automatisch bei jeder Ausführung zum Serienumfang. Käufer sollten die Ladekonfiguration deshalb genauer prüfen, statt sich allein an der maximalen Leistung von 320 Kilowatt zu orientieren. Auch das Gewicht zeigt die Kehrseite der neuen Technik. Je nach Version bringt der elektrische GLA zwischen 2.145 und 2.235 Kilogramm auf die Waage. Das ist für ein kompaktes SUV erheblich. Die zulässige Zuladung liegt bei 480 Kilogramm. Vier Erwachsene samt Urlaubsgepäck können diesen Wert bereits weitgehend ausschöpfen.

Der niedrige Luftwiderstandsbeiwert von 0,27 und der effiziente Elektroantrieb begrenzen den Energieverbrauch dennoch auf offiziell 14,8 bis 17,6 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Ob diese Werte auch auf der Autobahn und bei niedrigen Temperaturen erreichbar bleiben, werden unabhängige Praxistests zeigen müssen.

Der Hybrid bleibt, der Diesel verschwindet vorerst
Anfang 2027 erweitert Mercedes-Benz das Angebot um elektrifizierte Benzinvarianten. Zum Einsatz kommt ein neu entwickelter 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbomotor in Verbindung mit einem 48-Volt-System. Ein Elektromotor mit 22 Kilowatt ist direkt in das neue Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe integriert. Die Batterie verfügt über eine Kapazität von bis zu 1,3 Kilowattstunden. Bei geringer Belastung kann der Hybrid im Stadtverkehr kurze Abschnitte rein elektrisch zurücklegen. Auch elektrisches Segeln bei Geschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde ist möglich, sofern nur wenig Antriebsleistung benötigt wird. Beim Verzögern können bis zu 25 Kilowatt zurückgewonnen werden.

Zunächst sind zwei Leistungsstufen mit Front- und Allradantrieb vorgesehen. Ein Diesel sowie ein klassischer Plug-in-Hybrid gehören bislang nicht zum angekündigten Programm der neuen Generation. Für langjährige GLA-Kunden ist das eine deutliche Zäsur. Gerade die sparsamen Dieselausführungen des Vorgängers waren bei Vielfahrern und Flotten beliebt.

Mit dem später folgenden Hybrid hält Mercedes-Benz jedoch eine Brücke für Käufer offen, die noch nicht vollständig auf einen Elektroantrieb wechseln möchten. Diese zweigleisige Strategie reduziert das Marktrisiko und unterscheidet den GLA von Fahrzeugen, die ausschließlich batterieelektrisch angeboten werden.

Moderater Grundpreis, kostspielige Optionen möglich
Der neue GLA kann in Deutschland seit dem 30. Juli 2026 bestellt werden. Die Markteinführung ist für November vorgesehen. Der GLA 200 electric startet bei 48.599,60 Euro. Für den GLA 250+ electric werden mindestens 54.978 Euro verlangt. Der GLA 350 4MATIC electric kostet ab 58.107,70 Euro.

Der bisherige GLA 200 lag zuletzt bei rund 46.558 Euro. Der rechnerische Unterschied zum neuen elektrischen Einstiegsmodell beträgt damit nur gut 2.000 Euro. Ein direkter Vergleich bleibt allerdings schwierig, da der neue GLA deutlich mehr Leistung bietet und bereits über einen vollständigen Elektroantrieb verfügt.
Entscheidend wird deshalb der Preis einer praxisgerecht ausgestatteten Konfiguration sein. Ein 22-Kilowatt-Ladegerät, der Konverter für 400-Volt-Schnellladesäulen, der MBUX Superscreen, erweiterte Assistenzsysteme und höherwertige Ausstattungslinien können den Endpreis spürbar erhöhen. Der attraktive Grundpreis dürfte daher nur einen Teil der tatsächlichen Marktposition abbilden.

Ein Generationswechsel mit klarer strategischer Botschaft
Im direkten Vergleich ist der neue GLA das modernere, geräumigere und technisch anspruchsvollere Fahrzeug. Seine elektrische Reichweite, die 800-Volt-Architektur und das hohe Ladetempo verschieben ihn weit über das hinaus, was der bisherige GLA und der technisch verwandte EQA leisten konnten. Der Vorgänger behält dennoch nachvollziehbare Vorteile. Er ist leichter, bietet eine größere Auswahl klassischer Antriebe und spricht Kunden an, die eine einfachere Bedienung oder einen Diesel bevorzugen. Zudem dürfte er nach dem Modellwechsel als Gebrauchtwagen deutlich günstiger verfügbar sein.

Der neue GLA ist deshalb nicht nur die nächste Entwicklungsstufe eines erfolgreichen Kompakt-SUV. Er steht für eine neue Produktlogik bei Mercedes-Benz. Der Elektroantrieb rückt an die erste Stelle, während der Verbrennungsmotor zur später folgenden Alternative wird. Gleichzeitig wächst das Fahrzeug aus seiner bisherigen Einstiegsrolle heraus und nähert sich bei Raumangebot, Technik und Preis der nächsthöheren Klasse. Ob diese Strategie aufgeht, hängt weniger von den eindrucksvollen Spitzenwerten als von der Alltagseffizienz, der tatsächlichen Ladeleistung, der Softwarequalität und den realen Verkaufspreisen ab. Technisch ist der Fortschritt unübersehbar. Wirtschaftlich muss der neue GLA nun beweisen, dass sich der Sprung ins Elektrozeitalter auch für eine breite Kundschaft rechnet.