Berliner Boersenzeitung - Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

EUR -
AED 4.265149
AFN 73.734357
ALL 94.87853
AMD 427.559728
ANG 2.078987
AOA 1065.389106
ARS 1668.352542
AUD 1.64174
AWG 2.090131
AZN 1.984563
BAM 1.956801
BBD 2.339897
BDT 142.614174
BGN 1.963423
BHD 0.437878
BIF 3473.101158
BMD 1.161184
BND 1.488361
BOB 8.057121
BRL 5.920999
BSD 1.161794
BTN 109.802163
BWP 15.566962
BYN 3.216445
BYR 22759.205183
BZD 2.336595
CAD 1.62499
CDF 2695.108316
CHF 0.920761
CLF 0.026131
CLP 1028.436958
CNY 7.846643
CNH 7.846282
COP 4006.595507
CRC 529.170667
CUC 1.161184
CUP 30.771374
CVE 110.322379
CZK 24.155239
DJF 206.365651
DKK 7.474884
DOP 68.154861
DZD 154.44092
EGP 58.198774
ERN 17.417759
ETB 187.303605
FJD 2.568481
FKP 0.864936
GBP 0.864676
GEL 3.071289
GGP 0.864936
GHS 13.069685
GIP 0.864936
GMD 84.181122
GNF 10176.292744
GTQ 8.855606
GYD 243.024305
HKD 9.096059
HNL 31.066623
HRK 7.534576
HTG 151.727608
HUF 349.227275
IDR 20598.241874
ILS 3.385663
IMP 0.864936
INR 109.718238
IQD 1521.965368
IRR 1597501.710129
ISK 144.393669
JEP 0.864936
JMD 183.743984
JOD 0.823267
JPY 186.298032
KES 150.280333
KGS 101.545322
KHR 4665.386314
KMF 493.502656
KPW 1045.065951
KRW 1752.028782
KWD 0.357807
KYD 0.968195
KZT 566.564915
LAK 25565.076367
LBP 104037.5145
LKR 389.212431
LRD 211.448154
LSL 18.751953
LTL 3.428674
LVL 0.702389
LYD 7.40185
MAD 10.741487
MDL 20.27337
MGA 4827.469219
MKD 61.623003
MMK 2437.791198
MNT 4153.048637
MOP 9.373595
MRU 46.369117
MUR 54.854591
MVR 17.940299
MWK 2014.530419
MXN 19.985595
MYR 4.724389
MZN 74.210129
NAD 18.751791
NGN 1576.388574
NIO 42.534289
NOK 11.00656
NPR 175.682347
NZD 1.989201
OMR 0.446485
PAB 1.161794
PEN 3.957758
PGK 5.089647
PHP 69.982813
PKR 323.239519
PLN 4.237636
PYG 7089.626297
QAR 4.247209
RON 5.228349
RSD 117.382897
RUB 84.182911
RWF 1722.881242
SAR 4.356872
SBD 9.364996
SCR 17.069764
SDG 697.292618
SEK 10.869431
SGD 1.488678
SHP 0.866941
SLE 28.739259
SLL 24349.450841
SOS 663.93388
SRD 43.349312
STD 24034.163093
STN 24.512538
SVC 10.165287
SYP 128.348096
SZL 18.748428
THB 37.727173
TJS 10.769709
TMT 4.064144
TND 3.400739
TOP 2.795853
TRY 53.754103
TTD 7.892037
TWD 36.591929
TZS 3042.305338
UAH 52.031362
UGX 4298.1985
USD 1.161184
UYU 46.904395
UZS 13953.257163
VES 687.160379
VND 30539.137567
VUV 138.026398
WST 3.183056
XAF 656.292689
XAG 0.016526
XAU 0.000268
XCD 3.138158
XCG 2.093853
XDR 0.817122
XOF 656.298344
XPF 119.331742
YER 277.057604
ZAR 18.792409
ZMK 10452.048108
ZMW 20.534503
ZWL 373.900754
  • MDAX

    3.9100

    32586.54

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    27.9900

    6257.42

    +0.45%

  • TecDAX

    -31.6800

    3966.54

    -0.8%

  • SDAX

    -111.0200

    18423.12

    -0.6%

  • Goldpreis

    7.0000

    4358.6

    +0.16%

  • DAX

    16.4000

    24910.41

    +0.07%

  • EUR/USD

    0.0022

    1.1616

    +0.19%

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in einem sibirischen Straflager haben fünf europäische Staaten Nachweise für eine Vergiftung des 47-Jährigen gefunden. Für Großbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande stehe fest, "dass Alexej Nawalny mit einem tödlichen Toxin vergiftet wurde", hieß es am Samstag in einer am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs verurteilten den nachgewiesenen Einsatz des Gifts durch Russland scharf.

Textgröße:

Bei Untersuchungen von Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Spuren von Epibatidin festgestellt worden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Epibatidin ist ein Gift, das in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. In Russland ist das Gift in der Natur nicht vorhanden.

"Russland behauptete, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung", hieß es weiter. "Nawalny verstarb in Haft, Russland hatte also die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen."

"Wir wissen, dass der russische Staat dieses tödliche Gift gegen Nawalny eingesetzt hat, weil sie seine Opposition fürchteten", teilte das britische Außenministerium in einer separaten Erklärung mit.

Nawalny war der prominenteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er starb am 16. Februar 2024 unter unklaren Umständen im sibirischen Straflager in Charp, wo er eine 19-jährige Haftstrafe verbüßte. Nawalnys Anhänger und zahlreiche westliche Politiker machen die russische Führung für den Tod des Oppositionellen verantwortlich.

"Das russische Regime zeigt nochmal seine schreckliche Fratze", sagte Wadephul mit Blick auf die Vergiftung am Samstag dem TV-Sender "Welt". "Das muss Folgen haben", fügte der Minister hinzu, ohne allerdings konkreter zu werden.

Wadephul nannte die nachgewiesene Vergiftung eine "schreckliche Nachricht". Sie zeige, dass Russlands Präsident Wladimir Putin "sich um Fragen der Menschlichkeit, aber auch um rechtliche Fragen, wie das Chemiewaffenverbot, nicht kümmert", sagte er weiter "Welt"-TV. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) müsse sich mit dem Vorgang befassen, forderte er.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte seinerseits, die Vergiftung zeige, dass Putin bereit sei, "chemische Waffen gegen sein eigenes Volk einzusetzen, um an der Macht zu bleiben". Nawalny sei 2024 im Gefängnis "infolge einer Vergiftung mit einem der tödlichsten Nervengifte" gestorben, betonte er.

Nach dem Tod Nawalnys führt dessen Frau Julia Nawalnaja seine Arbeit fort. Am 16. Februar 2024 überschattete die Nachricht vom Tod des Kremlkritikers den ersten Tag der damaligen Münchner Sicherheitskonferenz. Nawalnaja wandte sich dort damals an die Öffentlichkeit und rief dazu auf, Putin "persönlich für alle Gräueltaten zur Rechenschaft" zu ziehen. Sie erhielt dafür stehende Ovationen.

Bereits 2020 hatte es einen Versuch gegeben, Nawalny zu vergiften. Im August 2020 brach der Oppositionelle während eines innerrussischen Fluges zusammen. Zwei Tage später wurde er im Koma liegend zur Behandlung in die Berliner Universitätsklinik Charité gebracht. Nach Angaben von drei europäischen Laboren, deren Ergebnisse von der OPCW bestätigt wurden, wurde Nawalny damals ein chemischer Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe verabreicht.

Die fünf Staaten wiesen in ihrer Erklärung darauf hin, dass sie, gemeinsam mit weiteren europäischen Staaten, den damaligen Vergiftungsversuch verurteilt hatten. "Diese neuesten Erkenntnisse unterstreichen ein weiteres Mal die Notwendigkeit, Russland für seine wiederholten Verstöße gegen das Chemiewaffenübereinkommen und, in diesem Fall, das Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen zur Rechenschaft zu ziehen", hieß es weiter.

Die fünf Staaten hätten Russlands Verstoß gegen das Chemiewaffenübereinkommen bereits bei der OPCW angezeigt. Sie zeigten sich zudem "besorgt, dass Russland nicht seine gesamten chemischen Waffen vernichtet hat".

(K.Lüdke--BBZ)