Berliner Boersenzeitung - Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

EUR -
AED 4.267622
AFN 73.79462
ALL 95.927446
AMD 438.452408
ANG 2.079752
AOA 1065.597492
ARS 1650.190476
AUD 1.651808
AWG 2.091685
AZN 1.980093
BAM 1.965895
BBD 2.327993
BDT 142.13987
BGN 1.914642
BHD 0.439947
BIF 3430.210288
BMD 1.162047
BND 1.481086
BOB 8.031205
BRL 6.094984
BSD 1.155899
BTN 106.164179
BWP 15.686559
BYN 3.420147
BYR 22776.120479
BZD 2.324694
CAD 1.577189
CDF 2582.653931
CHF 0.903279
CLF 0.026822
CLP 1059.078442
CNY 8.014348
CNH 8.026264
COP 4397.662148
CRC 551.90858
CUC 1.162047
CUP 30.794245
CVE 110.830276
CZK 24.393462
DJF 205.828612
DKK 7.473361
DOP 68.816132
DZD 153.081906
EGP 58.453726
ERN 17.430704
ETB 181.400032
FJD 2.56871
FKP 0.872592
GBP 0.86762
GEL 3.166625
GGP 0.872592
GHS 12.521103
GIP 0.872592
GMD 85.414927
GNF 10135.484675
GTQ 8.916787
GYD 243.147021
HKD 9.089578
HNL 30.881444
HRK 7.536809
HTG 151.637407
HUF 392.551535
IDR 19684.959352
ILS 3.594514
IMP 0.872592
INR 106.831049
IQD 1522.862545
IRR 1534715.424716
ISK 145.198216
JEP 0.872592
JMD 181.017217
JOD 0.823937
JPY 183.373921
KES 150.078812
KGS 101.621453
KHR 4638.391251
KMF 492.708319
KPW 1045.853037
KRW 1725.977179
KWD 0.357334
KYD 0.968527
KZT 574.226107
LAK 24896.856592
LBP 104061.30596
LKR 361.550067
LRD 210.946837
LSL 19.255561
LTL 3.431223
LVL 0.702911
LYD 7.365445
MAD 10.802434
MDL 20.100261
MGA 4863.166944
MKD 61.61363
MMK 2440.182354
MNT 4147.433579
MOP 9.360623
MRU 46.633385
MUR 55.110122
MVR 17.965686
MWK 2018.475976
MXN 20.682157
MYR 4.585482
MZN 74.259135
NAD 19.255556
NGN 1612.921584
NIO 42.682422
NOK 11.136017
NPR 169.863086
NZD 1.978121
OMR 0.448255
PAB 1.162263
PEN 4.045671
PGK 4.978273
PHP 68.613108
PKR 324.705017
PLN 4.272324
PYG 7562.377114
QAR 4.231304
RON 5.092675
RSD 116.987961
RUB 92.107154
RWF 1685.915268
SAR 4.361452
SBD 9.34888
SCR 16.078124
SDG 698.97552
SEK 10.670501
SGD 1.481266
SHP 0.871836
SLE 28.499246
SLL 24367.54304
SOS 659.371308
SRD 43.758626
STD 24052.025975
STN 24.491506
SVC 10.169218
SYP 128.779675
SZL 19.339292
THB 36.924086
TJS 11.17435
TMT 4.078785
TND 3.382142
TOP 2.797931
TRY 51.214319
TTD 7.87486
TWD 36.973201
TZS 2983.265304
UAH 50.508082
UGX 4289.02359
USD 1.162047
UYU 45.724791
UZS 14188.593809
VES 494.034976
VND 30468.871375
VUV 138.627857
WST 3.168035
XAF 655.729571
XAG 0.013775
XAU 0.000225
XCD 3.14049
XCG 2.094647
XDR 0.815517
XOF 655.729571
XPF 119.331742
YER 277.152371
ZAR 19.226219
ZMK 10459.82129
ZMW 22.348249
ZWL 374.178648
  • DAX

    -224.7200

    23591.03

    -0.95%

  • SDAX

    -66.5100

    17232.69

    -0.39%

  • TecDAX

    -55.8900

    3607.48

    -1.55%

  • Euro STOXX 50

    -62.9900

    5719.9

    -1.1%

  • Goldpreis

    102.6000

    5181.3

    +1.98%

  • MDAX

    -206.1800

    29482.78

    -0.7%

  • EUR/USD

    0.0005

    1.1621

    +0.04%

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden
Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Textgröße:

In dem Rechtsstreit hatte der Ladesäulenbetreiber Fastned Deutschland bemängelt, dass Bau und Betrieb der Schnelllader auf Rastplätzen ohne europaweite Ausschreibung der Autobahn Tank und Rast GmbH und der Ostdeutsche Autobahntankstellen GmbH übertragen wurden, welche ungefähr 90 Prozent der Raststätten betreiben. Dazu wurden die bestehenden etwa 360 Konzessionsverträge für Rastanlagen um die Errichtung und den Betrieb von Schnellladern ergänzt.

280 dieser Konzessionen waren schon zwischen 1996 und 1998 mit einer Laufzeit von bis zu 40 Jahren ohne Ausschreibung an die staatliche Vorgängerin der beiden GmbH vergeben worden, bevor diese privatisiert wurde. Aus der Privatisierung gingen später die Autobahn Tank und Rast und die Ostdeutsche Autobahntankstellen hervor.

Das Düsseldorfer Gericht setzte das Verfahren aus und fragte den EuGH, ob das Vorgehen EU-rechtskonform war. Eine EU-Vorschrift erlaubt es unter bestimmten Voraussetzungen, eine bestehende Konzession ohne neues Vergabeverfahren zu ändern, wenn das wegen unvorhersehbarer Umstände erforderlich wird.

Der EuGH urteilte, dass es zulässig ist, eine schon bestehende Konzession auch nach der Privatisierung des Konzessionsnehmers zu erweitern. Allerdings wies der EuGH auch daraufhin, dass es dabei um die Durchführung des ursprünglichen Konzessionsvertrags gehe, wie das Düsseldorfer Gericht nun mitteilte. "Die Konzession für Schnellladeinfrastruktur müsste also erforderlich sein, um einen ordnungsgemäßen Betrieb der Tankstellen und Raststätten sicherzustellen."

Das sei hier nicht der Fall, entschied das Oberlandesgericht am Freitag. "Die Tankstellen und Raststätten könnten weiterbetrieben werden, ohne dass die Betreiber auch die Schnellladeinfrastruktur anböten", teilte es mit. Die Entscheidung sei rechtskräftig.

Der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, sprach von einer "guten Nachricht für den Wettbewerb". "Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat klargestellt, dass die Vergabe von Ladeinfrastruktur an Autobahnraststätten der Tank & Rast ohne Ausschreibung rechtswidrig war", erklärte er. Das mache "den Weg frei für eine transparente, diskriminierungsfreie und wettbewerbliche Vergabe von Flächen für Ladeinfrastruktur". Nur so könne es "günstigere Ladepreise für Verbraucherinnen und Verbraucher" geben.

(Y.Berger--BBZ)