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Bei der Bekämpfung der seit fünf Tagen nahe Athen wütenden Waldbrände hat die griechische Feuerwehr Fortschritte gemeldet. "Die Lage hat sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen deutlich verbessert", sagte der leitende Feuerwehrsprecher Vassilis Vathrakoyannis am Dienstag AFP. Allerdings gebe es noch "viele vereinzelte Brandherde". Der Wetterdienst warnte derweil vor neuer Hitze im Laufe der Woche.
575 Einsatzkräfte und 30 Löschflugzeuge kämpften allein in der Nähe des Küstendorfes Psatha gegen die Flammen. Die Einsatzkräfte müssten vor Ort bleiben, "um ein mögliches Wiederaufflammen zu verhindern", sagte Vathrakoyannis. Die schwelenden Brandherde in dem verkohlten Gelände könnten schnell aufflammen, sollte der Wind wieder stärker werden.
Zuvor hatte bereits der Feuerwehrsprecher Yiannis Artopios vor Glutnestern und kleinen Feuern gewarnt, die leicht neu angefacht werden könnten. Ziel sei es, den Brand unter Kontrolle zu halten, sagte Artopios dem Sender ERT. "Es ist ein großes Gebiet, und es könnte jederzeit einen neuen Ausbruch geben."
Während in den vergangenen Tagen der Einsatz von Flugzeugen wegen des starken Winds nicht möglich gewesen war, konnten ab Montag die Flammen in dem Gebiet etwa 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Athen auch wieder mit Löschflugzeugen aus der Luft bekämpft werden.
Laut ERT hatte sich die Lage bereits in der Nacht dank günstigerer Wetterbedingungen allmählich gebessert. Den Einsatzkräften gelang es demnach, zahlreiche verstreute Brandherde einzudämmen. Ein gegen 03.00 Uhr neu aufgeflammtes Feuer drohte zeitweise auf bewohntes Gebiet überzugreifen.
Die am Freitag ausgebrochenen Brände richteten vor allem in Ortschaften am Golf von Korinth Schäden an. In dem bei Einwohnern von Athen beliebten Sommerurlaubsort Porto Germeno wurden vermutlich dutzende Gebäude beschädigt oder zerstört.
Die Polizei richtete am Dienstag Kontrollpunkte ein, um den Zugang zu dem Gebiet zu regeln, während die Behörden die Schäden begutachteten. Ein AFP-Reporter berichtete von verkohlten Hängen, auf denen einst Pinien standen, von Dutzenden verkohlten Häusern und einem ausgebrannten Feuerwehrauto.
Das Zivilschutzministerium verhängte für Mittwoch für den Großraum Athen, die nahe gelegene Insel Euböa sowie mehrere Ägäisinseln - darunter Chios und Lesbos - die zweithöchste Brandwarnstufe. "Dies ist die Zeit, in der es normalerweise zu den stärksten Bränden kommt. Deshalb müssen wir bis zur Zeitspanne 20. bis 25. August besonders vorsichtig sein", sagte der Forschungsleiter des nationalen Wetterdienstes, Kostas Lagouvardos, ERT. Die Temperaturen würden im Laufe der Woche noch weiter steigen, warnte er.
Allen die rund um Porto Germeno wütenden Flammen zerstörten nach Angaben der Behörden bisher mehr als 13.000 Hektar Vegetation. Fünf Feuerwehrleute kamen bei den Löscharbeiten bisher ums Leben, darunter zwei Einsatzkräfte beim Zusammenstoß ihrer Löschhubschrauber am vergangenen Sonntag.
Insgesamt wurden mehr als 30 Menschen im Zusammenhang mit den Bränden festgenommen, darunter der Bürgermeister der Urlaubsinsel Paros, wo in der vergangenen Woche ein Brand auf einer Mülldeponie ausgebrochen war.
(T.Renner--BBZ)