Berliner Boersenzeitung - Trump kündigt neue Zölle auf Medikamente an - EU-Kommission gibt Entwarnung

EUR -
AED 4.183702
AFN 72.898305
ALL 91.759381
AMD 414.060448
ANG 2.039279
AOA 1045.629463
ARS 1736.757043
AUD 1.621037
AWG 2.051107
AZN 1.940872
BAM 1.952824
BBD 2.292198
BDT 140.04215
BGN 1.917489
BHD 0.429014
BIF 3427.812462
BMD 1.139029
BND 1.454042
BOB 13.9473
BRL 5.920908
BSD 1.138011
BTN 108.981251
BWP 15.496252
BYN 3.438497
BYR 22324.977409
BZD 2.288903
CAD 1.612114
CDF 2631.158464
CHF 0.944374
CLF 0.027756
CLP 1095.978602
CNY 7.644426
CNH 7.659074
COP 3778.707452
CRC 517.432031
CUC 1.139029
CUP 27.312384
CVE 110.101588
CZK 24.362759
DJF 202.428764
DKK 7.475821
DOP 67.67955
DZD 152.381212
EGP 58.972913
ERN 17.085442
ETB 184.621985
FJD 2.559684
FKP 0.861964
GBP 0.860121
GEL 2.978608
GGP 0.861964
GHS 13.218381
GIP 0.861964
GMD 83.723052
GNF 10009.144491
GTQ 8.691101
GYD 238.116589
HKD 8.934826
HNL 30.545664
HRK 7.53252
HTG 148.938946
HUF 365.054431
IDR 20459.247154
ILS 3.471831
IMP 0.861964
INR 109.128875
IQD 1490.887235
IRR 1565681.419908
ISK 137.002903
JEP 0.861964
JMD 180.045664
JOD 0.807617
JPY 179.169908
KES 147.538924
KGS 99.606081
KHR 4628.130957
KMF 493.200155
KPW 1025.126876
KRW 1545.325584
KWD 0.351562
KYD 0.948347
KZT 504.104277
LAK 25527.11282
LBP 101913.340862
LKR 375.750767
LRD 195.74947
LSL 18.567842
LTL 3.363258
LVL 0.688988
LYD 7.275914
MAD 10.921091
MDL 20.200044
MGA 5024.542606
MKD 61.481732
MMK 2391.390859
MNT 4099.17619
MOP 9.19431
MRU 45.782643
MUR 54.138501
MVR 17.598436
MWK 1973.371135
MXN 20.182304
MYR 4.640638
MZN 72.795802
NAD 18.567842
NGN 1510.159858
NIO 41.877845
NOK 10.828212
NPR 174.370201
NZD 2.011372
OMR 0.437947
PAB 1.138011
PEN 3.863466
PGK 5.070474
PHP 71.013366
PKR 315.346974
PLN 4.372511
PYG 6708.043963
QAR 4.148343
RON 5.273141
RSD 117.531937
RUB 95.850179
RWF 1681.922487
SAR 4.271141
SBD 9.112819
SCR 15.891458
SDG 685.130407
SEK 11.295727
SGD 1.455241
SHP 0.859969
SLE 28.077499
SLL 23884.869006
SOS 650.434629
SRD 42.904397
STD 23575.610124
STN 24.463691
SVC 9.95822
SYP 14809.661324
SZL 18.563448
THB 38.023125
TJS 10.498618
TMT 3.997993
TND 3.368967
TOP 2.742509
TRY 55.770873
TTD 7.740512
TWD 36.150749
TZS 3012.730686
UAH 50.961264
UGX 4457.384378
USD 1.139029
UYU 45.590933
UZS 13468.596133
VES 970.944534
VND 29587.429244
VUV 134.982293
WST 3.149966
XAF 655.957
XAG 0.017719
XAU 0.000265905031
XCD 3.078285
XCG 2.050822
XDR 0.805353
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.551735
ZAR 18.590875
ZMK 10252.636055
ZMW 22.200051
ZWL 366.767021
SSP 6506.810465
MXV 2.287096
  • DAX

    142.1100

    25408.64

    +0.56%

  • Goldpreis

    32.0000

    4330

    +0.74%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • SDAX

    58.7900

    18124.5

    +0.32%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • EUR/USD

    0.0024

    1.1404

    +0.21%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

Trump kündigt neue Zölle auf Medikamente an - EU-Kommission gibt Entwarnung
Trump kündigt neue Zölle auf Medikamente an - EU-Kommission gibt Entwarnung / Foto: Dibyangshu SARKAR - AFP/Archiv

Trump kündigt neue Zölle auf Medikamente an - EU-Kommission gibt Entwarnung

US-Präsident Donald Trump hat neue Zölle auf Importe von Medikamenten angekündigt und damit für erhebliche Verunsicherung in der europäischen Pharma-Industrie gesorgt. Ab dem 1. Oktober werde ein Aufschlag von 100 Prozent auf "alle Marken- oder patentierten Arzneimittel erhoben, es sei denn, ein Unternehmen baut seine Arzneimittelfabrik in Amerika", erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte jedoch am Freitag, das Zollabkommen zwischen den USA und der EU schütze europäische Pharmaunternehmen vor den neuen Zöllen.

Textgröße:

Im Zuge seiner aggressiven Zollpolitik hatte Trump in den vergangenen Monaten die Zölle für zahlreiche Handelspartner teils massiv erhöht. Um noch höhere Zölle abzuwenden, akzeptierte die EU einen allgemeinen Zollsatz von 15 Prozent, der für die meisten Produkte seit dem 7. August gilt.

Am Donnerstag senkten die USA mit wochenlanger Verzögerung Einfuhrzölle auf Fahrzeuge aus der EU rückwirkend zum 1. August. Ab diesem Datum werden nur noch 15 Prozent Zoll fällig statt wie bisher 27,5 Prozent. Der neue Aufschlag liegt allerdings weiter deutlich höher als vor Trumps Amtsantritt. Auf Stahl- und Aluminiumprodukte erheben die USA weiterhin einen 50-prozentigen Zoll.

Während die Verhandlungen in einigen Bereichen, etwa bei Stahl und Wein, noch weitergehen, waren die meisten Branchen trotz des Zollsatzes von 15 Prozent froh, mit dem Abkommen nun Planungssicherheit zu haben. Die jüngste Ankündigung Trump stellt dies nun allerdings wieder infrage. Die US-Seite stellte nicht klar, ob die neuen Zölle auch für die EU gelten sollen.

Entsprechend sorgten Trumps Aussagen für große Unsicherheit in der europäischen Pharmaindustrie. Der Aufschlag "würde die schlimmste aller Welten schaffen", erklärte der Europäische Pharmaherstellerverband Efpia am Freitag. Auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Deutschland zeigte sich "sehr besorgt". Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup warnte: "Wenn der 15-Prozent-Deal nicht auch für Pharmaprodukte gilt, ist er nichts wert."

Die EU-Kommission versuchte unterdessen, die Wirtschaft zu beruhigen. In der gemeinsamen Erklärung vom August sei eine "eindeutige und umfassende Obergrenze von 15 Prozent für EU-Exporte" festgehalten, erklärte ein Kommissionssprecher. Dies stelle "eine Art Absicherung dar, dass für europäische Wirtschaftsakteure keine höheren Zölle eingeführt werden", erläuterte er.

Der Sprecher verwies auf eine Passage in der gemeinsamen Erklärung von USA und EU zu dem Abkommen, der sich unter anderem auf Arzneimittel bezieht. "Die Vereinigten Staaten beabsichtigen sicherzustellen, dass der Zollsatz (...) 15 Prozent nicht überschreitet", heißt es darin.

Zweifel an dieser Interpretation kamen vom Verband forschender Pharmaunternehmen (VFA). "Die neuesten Ankündigungen stellen die bisherigen Handelsabsprachen zwischen Europa und den USA infrage", erklärte VFA-Präsident Han Steutel.

Laut VFA sind die USA der wichtigste Absatzmarkt für die deutsche Pharmaindustrie. Demnach exportierten die Unternehmen der Branche 2024 Produkte im Wert von mehr als 27 Milliarden Euro dorthin, rund ein Viertel ihrer Gesamtexporte. Dem Verband zufolge arbeiten rund 130.000 Menschen für die deutsche Pharmaindustrie.

Trump kündigte am Donnerstag zudem Zölle auf Lastwagen in Höhe von 25 Prozent und Möbel in Höhe von bis zu 50 Prozent an. Die Maßnahme soll demnach einheimische Lkw-Hersteller unterstützen. Der US-Präsident begründete diese Zölle zudem mit der "nationalen Sicherheit".

(T.Renner--BBZ)