Berliner Boersenzeitung - Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation

EUR -
AED 4.32435
AFN 74.767596
ALL 95.493453
AMD 434.448393
ANG 2.10758
AOA 1080.940537
ARS 1640.544696
AUD 1.625937
AWG 2.119491
AZN 2.00738
BAM 1.956972
BBD 2.371841
BDT 144.756688
BGN 1.964182
BHD 0.444328
BIF 3504.225563
BMD 1.177495
BND 1.495327
BOB 8.136873
BRL 5.779501
BSD 1.177625
BTN 112.180609
BWP 15.833617
BYN 3.2932
BYR 23078.904915
BZD 2.368449
CAD 1.611013
CDF 2603.442378
CHF 0.916622
CLF 0.026858
CLP 1057.061236
CNY 8.001106
CNH 7.998367
COP 4429.866274
CRC 539.727802
CUC 1.177495
CUP 31.203621
CVE 110.713971
CZK 24.327633
DJF 209.26438
DKK 7.470865
DOP 69.648624
DZD 155.739777
EGP 62.075428
ERN 17.662427
ETB 184.981179
FJD 2.571591
FKP 0.863625
GBP 0.865724
GEL 3.149816
GGP 0.863625
GHS 13.294621
GIP 0.863625
GMD 85.956967
GNF 10335.463626
GTQ 8.987604
GYD 246.309596
HKD 9.218292
HNL 31.333495
HRK 7.531851
HTG 154.125571
HUF 355.8879
IDR 20513.672859
ILS 3.416914
IMP 0.863625
INR 112.323323
IQD 1542.518645
IRR 1544346.705877
ISK 143.607451
JEP 0.863625
JMD 185.782835
JOD 0.83484
JPY 185.192889
KES 152.073578
KGS 102.971498
KHR 4724.735533
KMF 493.370017
KPW 1059.745583
KRW 1739.218877
KWD 0.362633
KYD 0.981396
KZT 545.591364
LAK 25846.018995
LBP 105444.68985
LKR 379.330385
LRD 215.746543
LSL 19.345919
LTL 3.476837
LVL 0.712255
LYD 7.44767
MAD 10.71079
MDL 20.184259
MGA 4910.155076
MKD 61.630297
MMK 2472.182192
MNT 4211.555483
MOP 9.496808
MRU 47.041013
MUR 55.024877
MVR 18.145569
MWK 2051.196213
MXN 20.252269
MYR 4.621697
MZN 75.207284
NAD 19.358292
NGN 1610.141993
NIO 43.226545
NOK 10.814646
NPR 179.488012
NZD 1.974589
OMR 0.452755
PAB 1.177605
PEN 4.037603
PGK 5.109445
PHP 72.021519
PKR 328.046584
PLN 4.239513
PYG 7238.303958
QAR 4.289025
RON 5.206294
RSD 117.393915
RUB 86.660659
RWF 1721.497907
SAR 4.417706
SBD 9.457945
SCR 16.12077
SDG 707.085325
SEK 10.8664
SGD 1.494715
SHP 0.879119
SLE 29.037285
SLL 24691.480006
SOS 672.945382
SRD 44.042442
STD 24371.772225
STN 24.962897
SVC 10.304302
SYP 130.169658
SZL 19.357396
THB 38.026003
TJS 11.022641
TMT 4.133008
TND 3.369401
TOP 2.835126
TRY 53.446268
TTD 7.982848
TWD 36.934254
TZS 3076.205014
UAH 51.753833
UGX 4427.689146
USD 1.177495
UYU 46.948778
UZS 14300.678949
VES 588.553311
VND 30997.55979
VUV 139.62477
WST 3.187593
XAF 656.355636
XAG 0.013577
XAU 0.000247
XCD 3.182239
XCG 2.122398
XDR 0.816296
XOF 654.095634
XPF 119.331742
YER 280.947421
ZAR 19.364497
ZMK 10598.86755
ZMW 22.265618
ZWL 379.152957
  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1762

    -0.21%

  • DAX

    11.6500

    24350.28

    +0.05%

  • Euro STOXX 50

    -16.0800

    5895.45

    -0.27%

  • SDAX

    -72.4600

    18556.07

    -0.39%

  • TecDAX

    -13.3600

    3766.36

    -0.35%

  • MDAX

    267.7000

    31448.76

    +0.85%

  • Goldpreis

    19.8000

    4748.5

    +0.42%

Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation
Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Faeser verlangt von Digitalkonzernen schärferes Durchgreifen gegen Desinformation

Einen Monat vor der Bundestagswahl hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) die Betreiber der großen Online-Plattformen bei einem Treffen an ihre Verpflichtungen erinnert. "Die Prüfung von strafbaren Inhalten muss verstärkt und darf nicht eingeschränkt werden", erklärte Faeser nach der Gesprächsrunde am Mittwoch in Berlin. "Die großen Internetplattformen tragen Verantwortung für das, was auf ihren Plattformen geschieht." Bei den Versuchen der ausländischen Einflussnahme sei "derzeit Russland der auffälligste Akteur", hieß es aus Faesers Ministerium.

Textgröße:

In dem Gespräch im Bundesinnenministerium nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Digitalkonzerne und Plattformbetreiber Google, Meta, Microsoft, Tiktok und X teil. Im Mittelpunkt standen laut Ministerium Maßnahmen gegen gezielte Desinformationskampagnen, die zum Beispiel auf den Wahlprozess oder Kandidierende abzielen, und gegen Hasskriminalität wie etwa Morddrohungen. Zudem ging es um die Kennzeichnung politischer Werbung und manipulierter Inhalte, die durch Künstliche Intelligenz erstellt wurden.

Faeser machte nach dem Treffen deutlich, dass sie mit dem aktuellen Vorgehen der Plattformen noch nicht zufrieden sei. "Straftaten wie Morddrohungen müssen schneller und konsequenter an Ermittlungsbehörden gemeldet und von den Plattformen gelöscht werden", erklärte sie. "Und wir brauchen mehr Transparenz über die Algorithmen, damit diese nicht gefährliche Radikalisierungsprozesse insbesondere bei Jugendlichen befeuern."

Bereits vor der Gesprächsrunde hatte Faeser klar gemacht, dass sie durchaus Möglichkeiten sieht, auf das Handeln der Plattformen Einfluss zu nehmen. "Es geht auch darum, sie an ihre Verpflichtung zu erinnern, Hasskriminalität, schwerste Straftaten ganz schnell in ihren sozialen Medien zu löschen", sagte sie den Sendern RTL und ntv. "Ich glaube schon, dass die Plattformbetreiber reagieren."

Faesers Ministerium verwies nach dem Treffen auf bestehende rechtliche Vorschriften, die es einzuhalten gelte - etwa den Digital Services Act: Er verpflichtet Plattformen, die mindestens 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in der EU haben, unter anderem dazu, strafbare Inhalte an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden zu melden. Des weiteren gälten die Verordnung zur Bekämpfung terroristischer Online-Inhalte sowie die Verpflichtung zur Transparenz bei politischer Werbung.

Rund einen Monat vor dem Bundestags-Wahltermin haben die deutschen Behörden keine Erkenntnisse über eine konkrete Gefährdung. Allerdings sei "von einem grundsätzlichen Interesse zur möglichen illegitimen Beeinflussung von Wahlen durch fremde Staaten auszugehen", hieß es aus Sicherheitskreisen in Berlin. Die Sicherheitsbehörden rechnen zum Beispiel mit Cyberattacken und weiteren Sabotageaktivitäten.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die sozialen Medien, insbesondere mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellte, täuschend echt wirkende Bilder, Video- und Audiodateien. Ziel dieser Aktivitäten ist es, Wählerinnen und Wähler zu täuschen. Der Verfassungsschutz hat eine Task Force zur Lagebeobachtung und -analyse eingerichtet und tauscht sich auch mit Plattformbetreibern der sozialen Medien aus.

Faeser hatte vor dem Treffen eine deutliche Ansprache insbesondere gegenüber der Plattform X angekündigt. Deren Chef Elon Musk nehme Einfluss auf liberale Demokratien. "Er kritisiert nicht Putin, er kritisiert nicht China – sondern er kritisiert nur liberale Demokratien", sagte die Ministerin auf RTL und ntv. Musk tue das nicht nur in Deutschland mit seiner Unterstützung für die AfD, sondern beispielsweise auch in Großbritannien. "Das ist wirklich zersetzend, und daran werde ich X natürlich erinnern."

Bundesdigitalminister Volker Wissing (parteilos) forderte derweil die Europäische Union auf, im Umgang mit den großen Online-Plattformen standhaft zu bleiben. Er sehe die EU derzeit auf einem guten Weg, um gegen Desinformation im Internet vorzugehen, sagte Wissing im RBB Inforadio. So habe die zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen angekündigt, das Personal zur Überwachung der Plattformen zu verdoppeln: "Europäisches Recht machen wir – und nicht Herr Trump", stellte Wissing klar.

(S.G.Stein--BBZ)