Berliner Boersenzeitung - Moskau widerspricht Trump: Ukraine kann keine Gebiete zurückerobern - Kein "Papiertiger"

EUR -
AED 4.295879
AFN 73.680993
ALL 95.61613
AMD 434.868332
ANG 2.093333
AOA 1073.633328
ARS 1628.83577
AUD 1.63659
AWG 2.106626
AZN 1.983809
BAM 1.958178
BBD 2.355771
BDT 143.514305
BGN 1.950904
BHD 0.441685
BIF 3467.672629
BMD 1.169535
BND 1.493914
BOB 8.082852
BRL 5.841242
BSD 1.169626
BTN 109.986054
BWP 15.809201
BYN 3.302611
BYR 22922.894953
BZD 2.352467
CAD 1.601451
CDF 2705.135631
CHF 0.918354
CLF 0.026566
CLP 1045.553205
CNY 7.983838
CNH 7.991395
COP 4172.446391
CRC 532.549083
CUC 1.169535
CUP 30.99269
CVE 110.579489
CZK 24.354756
DJF 207.849989
DKK 7.472875
DOP 69.774214
DZD 155.164607
EGP 61.532883
ERN 17.543032
ETB 182.633398
FJD 2.593915
FKP 0.866079
GBP 0.86752
GEL 3.146162
GGP 0.866079
GHS 12.969867
GIP 0.866079
GMD 85.963856
GNF 10262.673688
GTQ 8.94186
GYD 244.729328
HKD 9.160796
HNL 31.08175
HRK 7.53812
HTG 153.2261
HUF 365.772141
IDR 20227.057248
ILS 3.492707
IMP 0.866079
INR 109.987501
IQD 1532.091448
IRR 1541506.208697
ISK 143.782282
JEP 0.866079
JMD 184.644259
JOD 0.829179
JPY 186.560203
KES 151.215099
KGS 102.235296
KHR 4689.836786
KMF 493.543873
KPW 1052.523457
KRW 1732.80129
KWD 0.36003
KYD 0.974784
KZT 543.372275
LAK 25647.912307
LBP 104731.900522
LKR 370.960549
LRD 215.516149
LSL 19.472746
LTL 3.453335
LVL 0.707441
LYD 7.424017
MAD 10.84387
MDL 20.293648
MGA 4855.918505
MKD 61.775756
MMK 2455.744973
MNT 4185.880793
MOP 9.436702
MRU 46.704725
MUR 54.663674
MVR 18.068987
MWK 2028.180664
MXN 20.338574
MYR 4.63545
MZN 74.735591
NAD 19.472648
NGN 1581.332007
NIO 43.042277
NOK 10.91231
NPR 175.976732
NZD 1.992614
OMR 0.449699
PAB 1.169626
PEN 4.029894
PGK 5.077166
PHP 70.810669
PKR 326.071429
PLN 4.24163
PYG 7405.994935
QAR 4.263879
RON 5.091109
RSD 117.35148
RUB 88.730962
RWF 1709.576362
SAR 4.386729
SBD 9.412884
SCR 16.23837
SDG 702.310592
SEK 10.807198
SGD 1.493322
SHP 0.873176
SLE 28.829039
SLL 24524.569277
SOS 668.411818
SRD 43.739469
STD 24207.022673
STN 24.529898
SVC 10.23443
SYP 129.388562
SZL 19.37353
THB 37.920437
TJS 10.994801
TMT 4.099222
TND 3.410943
TOP 2.815961
TRY 52.534832
TTD 7.929665
TWD 36.936288
TZS 3040.792433
UAH 51.381906
UGX 4351.284844
USD 1.169535
UYU 46.25618
UZS 14083.104605
VES 564.574208
VND 30790.359971
VUV 138.043165
WST 3.187451
XAF 656.75466
XAG 0.015419
XAU 0.000248
XCD 3.160728
XCG 2.108069
XDR 0.8147
XOF 654.352556
XPF 119.331742
YER 279.080357
ZAR 19.365515
ZMK 10527.22464
ZMW 21.901694
ZWL 376.58994
  • TecDAX

    -22.6800

    3648.09

    -0.62%

  • SDAX

    -158.9000

    17882.83

    -0.89%

  • DAX

    -39.4500

    24155.45

    -0.16%

  • Goldpreis

    -38.6000

    4714.4

    -0.82%

  • Euro STOXX 50

    -11.4900

    5894.73

    -0.19%

  • MDAX

    -324.9000

    30851.74

    -1.05%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1686

    -0.21%

Moskau widerspricht Trump: Ukraine kann keine Gebiete zurückerobern - Kein "Papiertiger"
Moskau widerspricht Trump: Ukraine kann keine Gebiete zurückerobern - Kein "Papiertiger" / Foto: Sergei BOBYLYOV - POOL/AFP/Archiv

Moskau widerspricht Trump: Ukraine kann keine Gebiete zurückerobern - Kein "Papiertiger"

Nach der demonstrativen Ermutigung von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine beharrt Russland auf seinem Angriffskurs und hält eine Rückeroberung von Gebieten durch die ukrainische Armee für unmöglich. "Die Idee, dass die Ukraine etwas zurückerobern kann, ist aus unserer Sicht falsch", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Trump hatte die Auffassung geäußert, die Ukraine könne mithilfe der Europäer das gesamte von russischen Streitkräften besetzte Gebiet zurückerobern und vielleicht noch mehr. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der am Mittwoch bei der UN-Generaldebatte in New York spricht, begrüßte dies als "große Kehrtwende".

Textgröße:

Moskau habe "keine Alternative", als seine 2022 begonnene Militäroffensive in der Ukraine fortzusetzen, sagte Kreml-Sprecher Peskow dem russischen Sender RBC am Morgen. Die Offensive werde fortgesetzt, um "unsere Interessen zu wahren und die Ziele zu erreichen", die Kreml-Chef Wladimir Putin festgelegt habe. Die von Trump angestrebte Annäherung zwischen Washington und Moskau habe bisher nur ein "Ergebnis nahe null" gebracht. "Dieser Prozess verläuft schleppend, sehr schleppend", sagte Peskow mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate.

Peskow wies auch die von Trump geäußerte Ansicht scharf zurück, dass Russland nur ein "Papiertiger" und wirtschaftlich in Not sei. "Russland wird eher mit einem Bären assoziiert. Und Papierbären gibt es nicht. Russland ist ein echter Bär", sagte der Kreml-Sprecher dazu. "Russland bewahrt seine makroökonomische Stabilität", sagte Peskow weiter und räumte aber ein: "Ja, Russland erlebt Spannungen und Probleme in verschiedenen Wirtschaftsbereichen." Doch die wirtschaftliche Gesamtlage sei stabil.

Bei einem Treffen mit Selenskyj am Rande der UN-Vollversammlung in New York am Dienstag hatte sich Trump zur Lage in der Ukraine geäußert und die ukrainische Armee gelobt: Er habe "großen Respekt vor dem Kampf der Ukraine. Das ist wirklich beeindruckend." In seinem Onlinedienst Truth Social schrieb er später: "Ich denke, dass die Ukraine mit der Unterstützung der Europäischen Union in der Lage ist, zu kämpfen und die gesamte Ukraine in ihrer ursprünglichen Form zurückzugewinnen." Die Ukraine könne vielleicht sogar "noch weiter gehen", fügte er hinzu. Früher hatte der US-Präsident wiederholt argumentiert, die Ukraine müsse Territorium an Russland abgeben, um den Krieg zu beenden.

Die Bundesregierung begrüßte die mögliche Kurskorrektur von Trump. Die Äußerungen Trumps "geben uns Anlass zur Hoffnung, dass wir intensiviert jetzt nochmal über das Thema sprechen können", sagte Regierungssprecher Steffen Kornelius. Berlin wirke seit Wochen und Monaten gemeinsam mit den europäischen Partnern auf eine Verschärfung des Sanktionsregimes gegen Russland hin.

Trump hatte sich zudem zu Nato-Luftraumverletzungen durch mutmaßlich russische Militärflugzeuge und Drohnen geäußert. In einem solchen Fall befürworte er grundsätzlich einen Abschuss russischer Kampfjets, sagte Trump auf Nachfrage eines Reporters.

Der Kreml bezeichnete am Mittwoch erneut die Anschuldigungen, Russland habe den Nato-Luftraum mit Drohnen und Kampfjets verletzt, als "übertriebene Hysterie" und wies diese als "unbegründet" zurück. "Die russische Militärluftfahrt hält sich an alle Flugregeln und Vorschriften und befolgt sie strikt", erklärte Peskow.

In den vergangenen Tagen hatten die Nato-Länder Estland, Polen und Rumänien das Eindringen russischer Militärflugzeuge und Drohnen in ihren Luftraum gemeldet. Im estnischen Luftraum hielten sich am vergangenen Freitag laut Behördenangaben drei russische Kampfflugzeuge zwölf Minuten auf, bevor sie von F-35-Jets der italienischen Luftwaffe abgefangen wurden. Die Nato warnte Russland erneut davor, die "eskalierend" wirkenden Luftraumverletzungen fortzusetzen.

In der Nacht zum Dienstag hatte es Drohnen-Vorfälle an den Flughäfen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und der norwegischen Hauptstadt Oslo gegeben, was jeweils zur Unterbrechung des Flugverkehrs führte. Wer dahinter steckte, blieb zunächst offen. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sprach vom "bislang schwersten Angriff auf die kritische Infrastruktur Dänemarks".

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 wurden zehntausende Menschen getötet. Weite Teile der Ost- und Südukraine wurden zerstört und Millionen Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Die russischen Streitkräfte kontrollieren derzeit etwa ein Fünftel des ukrainischen Territoriums, darunter die bereits 2014 durch Russland annektierte Halbinsel Krim.

Die Ukraine hatte zuletzt ihre Angriff auf Energieanlagen in Russland verstärkt. In der Nacht zu Mittwoch griff sie eine Ölraffinerie in der zentralrussischen Region Baschkortostan an, wobei ein großes Feuer ausbrach. Zudem wurden in der russischen Hafenstadt Noworossijsk östlich der Krim zwei Menschen durch ukrainische Drohnen getötet.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges liefen bislang ins Leere. Trump hatte im Wahlkampf zwar erklärt, er werde den Konflikt in der Ukraine nach seiner Rückkehr ins Amt rasch beenden. Zuletzt äußerte sich der US-Präsident aber wiederholt enttäuscht über das Verhalten Putins, den er Mitte August zu einem Gipfel im US-Bundesstaat Alaska getroffen hatte.

(B.Hartmann--BBZ)