Berliner Boersenzeitung - Pistorius ruft nach Drohnen-Sichtungen zu Besonnenheit auf

EUR -
AED 4.299803
AFN 74.335517
ALL 95.497567
AMD 435.909349
ANG 2.095246
AOA 1074.614467
ARS 1613.670614
AUD 1.635564
AWG 2.107087
AZN 1.990224
BAM 1.949187
BBD 2.358908
BDT 143.703106
BGN 1.952686
BHD 0.441445
BIF 3482.670281
BMD 1.170604
BND 1.490736
BOB 8.092512
BRL 5.837213
BSD 1.171132
BTN 109.792065
BWP 15.746513
BYN 3.295207
BYR 22943.833806
BZD 2.355499
CAD 1.600157
CDF 2705.264845
CHF 0.918227
CLF 0.026479
CLP 1042.141512
CNY 7.989138
CNH 7.996342
COP 4184.697753
CRC 533.587543
CUC 1.170604
CUP 31.021
CVE 110.495966
CZK 24.336146
DJF 208.039367
DKK 7.472473
DOP 69.826735
DZD 155.117125
EGP 60.874559
ERN 17.559056
ETB 184.077694
FJD 2.596282
FKP 0.866433
GBP 0.866873
GEL 3.148731
GGP 0.866433
GHS 12.970621
GIP 0.866433
GMD 85.453889
GNF 10274.975873
GTQ 8.951594
GYD 245.047637
HKD 9.169281
HNL 31.173187
HRK 7.534355
HTG 153.309249
HUF 364.619135
IDR 20158.089495
ILS 3.511168
IMP 0.866433
INR 109.794732
IQD 1533.490933
IRR 1544611.668559
ISK 143.808487
JEP 0.866433
JMD 185.531383
JOD 0.829914
JPY 186.689111
KES 151.13606
KGS 102.342847
KHR 4697.051381
KMF 492.824279
KPW 1053.53198
KRW 1731.896918
KWD 0.36092
KYD 0.975985
KZT 542.686636
LAK 25665.486962
LBP 104827.567059
LKR 372.155884
LRD 215.683979
LSL 19.279921
LTL 3.456488
LVL 0.708087
LYD 7.421462
MAD 10.81416
MDL 20.061855
MGA 4842.787329
MKD 61.648095
MMK 2457.879478
MNT 4189.025764
MOP 9.447709
MRU 46.847699
MUR 54.491274
MVR 18.085747
MWK 2032.167779
MXN 20.298034
MYR 4.626813
MZN 74.812748
NAD 19.279935
NGN 1577.903484
NIO 42.996415
NOK 10.891997
NPR 175.667304
NZD 1.980544
OMR 0.450095
PAB 1.171222
PEN 4.025413
PGK 5.095054
PHP 70.50548
PKR 326.510647
PLN 4.244433
PYG 7367.039032
QAR 4.266887
RON 5.090982
RSD 117.358897
RUB 87.901319
RWF 1709.081498
SAR 4.390395
SBD 9.421482
SCR 16.574381
SDG 702.945355
SEK 10.782664
SGD 1.493451
SHP 0.873974
SLE 28.855895
SLL 24546.971175
SOS 669.00246
SRD 43.848471
STD 24229.134509
STN 24.75827
SVC 10.248277
SYP 129.505649
SZL 19.280436
THB 37.751863
TJS 11.026546
TMT 4.102966
TND 3.3649
TOP 2.818533
TRY 52.596747
TTD 7.94003
TWD 36.851758
TZS 3049.423088
UAH 51.385994
UGX 4339.297611
USD 1.170604
UYU 46.562238
UZS 14129.187304
VES 564.412634
VND 30813.217621
VUV 138.069178
WST 3.174071
XAF 653.736429
XAG 0.015067
XAU 0.000247
XCD 3.163615
XCG 2.11073
XDR 0.812589
XOF 651.446113
XPF 119.331742
YER 279.364427
ZAR 19.27481
ZMK 10536.838238
ZMW 22.281316
ZWL 376.933935
  • EUR/USD

    -0.0001

    1.171

    -0.01%

  • SDAX

    -89.2900

    18041.73

    -0.49%

  • TecDAX

    -29.4600

    3670.77

    -0.8%

  • MDAX

    -171.2900

    31176.64

    -0.55%

  • Euro STOXX 50

    -24.0300

    5906.22

    -0.41%

  • DAX

    -75.9700

    24194.9

    -0.31%

  • Goldpreis

    -10.1000

    4742.9

    -0.21%

Pistorius ruft nach Drohnen-Sichtungen zu Besonnenheit auf
Pistorius ruft nach Drohnen-Sichtungen zu Besonnenheit auf / Foto: Michaela STACHE - AFP

Pistorius ruft nach Drohnen-Sichtungen zu Besonnenheit auf

Nach den jüngsten Drohnensichtungen in Deutschland hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zu Besonnenheit aufgerufen. "Natürlich verstehe ich die Verunsicherung", sagte Pistorius dem "Handelsblatt" (Sonntag). Angesichts der Debatte darüber sei es aber "umso wichtiger, die Lage nüchtern und ruhig zu betrachten". Wegen Drohnensichtungen im Umfeld und über dem Flughafen München war der Betrieb an Deutschlands zweitgrößtem Airport am Donnerstagabend und dann erneut am Freitagabend eingestellt worden.

Textgröße:

"Bislang ging von den beobachteten Drohnen keine konkrete Bedrohung aus", fuhr Pistorius fort. Er fügte an: "Wir haben Möglichkeiten, darauf zu reagieren – wenn auch noch nicht alle Fähigkeiten, die wir uns wünschen, um sie zu bekämpfen."

Tausende Fluggäste waren vom Stopp des Flugverkehrs am Airport München an zwei Abenden in Folge betroffen. Zahlreiche Flüge wurden annulliert oder verspäteten sich. Unklar ist nach wie vor, wer die Drohnen gesteuert hat.

Auch am Sonntag sah der Flughafen noch vereinzelt Auswirkungen auf seinen Betrieb. Dieser sei am Sonntag "pünktlich gestartet", erklärte der Flughafen auf seiner Website. "In Einzelfällen kann es jedoch noch zu Nachwirkungen kommen." Daher würden Passagiere gebeten, sich vor der Anfahrt auf der Homepage ihrer Airline über ihren Flugstatus zu informieren.

Zuletzt hatten zudem zahlreiche Überflüge von Drohnen unbekannter Herkunft über dänischen Flughäfen und Militäreinrichtungen für Aufsehen gesorgt. Auch über Schleswig-Holstein wurden Drohnen gesichtet.

Die aktuelle Lage verglich Pistorius angesichts der jüngsten Luftraumverletzungen durch russische Drohnen und Kampfflugzeuge in den europäischen Nato-Staaten Polen, Estland und Rumänien mit dem Kalten Krieg. "Es fällt kein Schuss, aber es gibt Provokationen." Derzeit seien es "hybride Angriffe". Die jüngsten Drohnen-Vorfälle lastete der Minister Russland an. "Niemand sonst hat ein Interesse, in großer Zahl Drohnen nach Dänemark oder nach Polen zu schicken", sagte er.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte angesichts der Vorfälle angekündigt, die rechtlichen Grundlagen für die Abwehr von Drohnen schaffen zu wollen und damit zu ermöglichen, dass neben der Polizei die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe bei der Drohnenabwehr tätig werden kann. Schon am Mittwoch soll sich das Kabinett mit den Plänen befassen.

Die Bundeswehr unterstützte am Samstag am Flughafen München bereits mit der "Fähigkeit der Drohnendetektion". Bayerns Innenministerium habe sich mit einem Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gewandt, erklärte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr der Nachrichtenagentur AFP.

Am Samstag kündigte Dobrindt zudem die Einrichtung einer Drohnenabwehreinheit bei der Bundespolizei an. Diese solle die Kompetenzen erhalten, um "sich im Bereich dieses Wettlaufs, dieses Wettrüstens zwischen Drohnenbedrohung und Drohnenabwehr ständig immer wieder mit den neuesten Technologien auch auszustatten", sagte Dobrindt bei einer Pressekonferenz in München.

Pistorius unterstützt Dobrindts Pläne zur Drohnenabwehr durch die Bundeswehr. "Die Bundeswehr soll künftig auch Flugkörper außerhalb ihrer örtlichen Zuständigkeit abwehren können, wenn die Polizei sie in besonderen Fällen um Amtshilfe bittet", sagte er. "Also eine Ausweitung des räumlichen Bereichs für die Abwehr von Flugkörpern – und damit verfassungskonform."

Zugleich dämpfte der Verteidigungsminister die Erwartungen. "Die Bundeswehr kann nicht überall in Deutschland, wo Drohnen auftauchen, zur Stelle sein und sie vom Himmel holen", sagte er. Viel entscheidender sei es, "dass die Polizeien der Länder und des Bundes die Fähigkeiten aufbauen, die sie brauchen, um bis zu einer bestimmten Höhe agieren zu können". Bei kritischer Infrastruktur wie Flughäfen oder Kraftwerke seien auch die Betreiber selbst gefragt.

Aus Pistorius' Partei kam allerdings auch Kritik. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Falko Droßmann, stellte sich gegen die Pläne Dobrindts. Es sei zwar "gut und richtig, diese Debatte jetzt zu führen", sagte Droßmann dem "Spiegel". Die Forderung nach Drohnenbekämpfung durch die Streitkräfte auch Inneren sei aber "zurückzuweisen".

Er führte aus: "Unsere Soldatinnen und Soldaten sind täglich auf Land, auf See, in der Luft und im Cyberraum erheblichen Provokationen Russlands ausgesetzt." Es sei "schlicht nicht zu schaffen, jetzt auch noch die Aufgaben der Polizei in Deutschland zu übernehmen", sagte der SPD-Politiker.

(U.Gruber--BBZ)