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Angesichts des anhaltenden US-israelischen Krieges gegen den Iran hat ein hochrangiger Vertreter des Vatikans vor den Folgen von Präventivschlägen gewarnt. "Wenn Staaten das Recht auf einen Präventivkrieg zuerkannt würde, würde die ganze Welt in Flammen aufgehen", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Mittwoch dem Nachrichtenportal des Vatikans. "Diese Aushöhlung des Völkerrechts ist wirklich besorgniserregend: Gerechtigkeit ist Gewalt gewichen."
Die Nummer Zwei des Vatikan nach Papst Leo XIV. forderte zudem, "Konflikte auf unblutige und gerechtere Weise zu lösen". Dies solle mit den Wegen der "Diplomatie innerhalb multilateraler Gremien" geschehen.
Der aus den USA stammende Papst Leo XIV. hatte am Sonntag mit Blick auf die massiven Angriffe ein Ende der Gewaltspirale im Nahen Osten gefordert.
Die USA und Israel hatten nach wochenlangen Drohungen am Samstag einen Großangriff auf den Iran gestartet und dabei den obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, und mehrere weitere iranische Führungspersönlichkeiten getötet. Als Reaktion greift der Iran seither Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.
(O.Joost--BBZ)