Berliner Boersenzeitung - Iran-Krieg: EU bereitet sich auf lange Energiekrise vor

EUR -
AED 4.24119
AFN 73.895229
ALL 96.121797
AMD 435.474912
ANG 2.066857
AOA 1058.781575
ARS 1596.310642
AUD 1.675918
AWG 2.07975
AZN 1.960111
BAM 1.969704
BBD 2.324417
BDT 141.599507
BGN 1.973594
BHD 0.43586
BIF 3422.279069
BMD 1.154615
BND 1.489917
BOB 7.974288
BRL 6.006067
BSD 1.154051
BTN 109.817165
BWP 15.920377
BYN 3.431925
BYR 22630.455382
BZD 2.320983
CAD 1.608887
CDF 2638.295737
CHF 0.924067
CLF 0.027103
CLP 1070.177986
CNY 7.960731
CNH 7.957821
COP 4258.786141
CRC 536.589946
CUC 1.154615
CUP 30.597299
CVE 110.698737
CZK 24.551703
DJF 205.198458
DKK 7.471171
DOP 69.389397
DZD 153.622695
EGP 62.963126
ERN 17.319226
ETB 181.332532
FJD 2.586049
FKP 0.875243
GBP 0.871983
GEL 3.106408
GGP 0.875243
GHS 12.700953
GIP 0.875243
GMD 85.441642
GNF 10131.746943
GTQ 8.830369
GYD 241.515831
HKD 9.053296
HNL 30.718522
HRK 7.533981
HTG 151.469174
HUF 384.711992
IDR 19561.603986
ILS 3.6446
IMP 0.875243
INR 108.105439
IQD 1512.545742
IRR 1519329.105994
ISK 143.368111
JEP 0.875243
JMD 182.578767
JOD 0.818602
JPY 183.457368
KES 150.099783
KGS 100.971005
KHR 4630.006503
KMF 494.755683
KPW 1039.124319
KRW 1743.41035
KWD 0.357388
KYD 0.961688
KZT 549.841159
LAK 25343.800878
LBP 103395.779747
LKR 364.071444
LRD 212.073918
LSL 19.709295
LTL 3.409278
LVL 0.698416
LYD 7.395285
MAD 10.786992
MDL 20.438267
MGA 4823.981745
MKD 61.622462
MMK 2424.112128
MNT 4123.140655
MOP 9.318717
MRU 46.311692
MUR 54.405395
MVR 17.862002
MWK 2005.566775
MXN 20.731979
MYR 4.67505
MZN 73.837509
NAD 19.709099
NGN 1599.396069
NIO 42.409414
NOK 11.215521
NPR 175.707263
NZD 2.012736
OMR 0.443931
PAB 1.154046
PEN 4.036553
PGK 5.069058
PHP 69.790126
PKR 322.368849
PLN 4.29201
PYG 7475.769141
QAR 4.207446
RON 5.10028
RSD 117.465776
RUB 93.877539
RWF 1685.738003
SAR 4.333345
SBD 9.285457
SCR 16.140178
SDG 693.923359
SEK 10.948418
SGD 1.485995
SHP 0.86626
SLE 28.345495
SLL 24211.71322
SOS 659.875403
SRD 43.152621
STD 23898.200801
STN 25.084012
SVC 10.098325
SYP 127.648533
SZL 19.70917
THB 37.692393
TJS 11.06158
TMT 4.052699
TND 3.38287
TOP 2.780035
TRY 51.317212
TTD 7.840377
TWD 36.893992
TZS 2988.502822
UAH 50.701002
UGX 4344.686613
USD 1.154615
UYU 46.820491
UZS 14081.108519
VES 546.453738
VND 30412.560957
VUV 138.950239
WST 3.197445
XAF 660.620113
XAG 0.015389
XAU 0.000248
XCD 3.120405
XCG 2.079881
XDR 0.820876
XOF 658.695399
XPF 119.331742
YER 275.548508
ZAR 19.591197
ZMK 10392.918889
ZMW 22.059713
ZWL 371.785582
  • DAX

    117.1600

    22680.04

    +0.52%

  • SDAX

    102.7500

    16492.54

    +0.62%

  • TecDAX

    37.2300

    3421.6

    +1.09%

  • Euro STOXX 50

    27.9400

    5569.73

    +0.5%

  • MDAX

    350.2900

    28150.78

    +1.24%

  • Goldpreis

    149.7000

    4707.2

    +3.18%

  • EUR/USD

    0.0090

    1.1557

    +0.78%

Iran-Krieg: EU bereitet sich auf lange Energiekrise vor
Iran-Krieg: EU bereitet sich auf lange Energiekrise vor / Foto: Jean-Christophe VERHAEGEN - AFP/Archiv

Iran-Krieg: EU bereitet sich auf lange Energiekrise vor

Angesichts zerstörter Energieinfrastruktur im Nahen Osten infolge des Iran-Kriegs bereitet die EU sich auf eine lange Energiekrise vor. "Niemand weiß, wie lang die Krise dauern wird, aber ich denke es ist wichtig zu betonten, dass sie nicht kurz sein wird", sagte EU-Energiekommissar Dan Jörgensen nach einer Videokonferenz der EU-Energieminister am Dienstag in Brüssel. Die steigenden Energiepreise machten sich unterdessen auch bei der Inflation im Euroraum bemerkbar.

Textgröße:

Selbst wenn der Krieg "morgen" beendet sei, "werden wir in absehbarer Zeit nicht zur Normalität zurückkehren", sagte Jörgensen und rief die Mitgliedstaaten auf, die Nachfrage nach Treibstoff in ihren Ländern zu senken. Angesichts einer Situation, die sich noch verschärfen könne, sei "eine Senkung der Nachfrage tatsächlich notwendig", sagte der Energiekommissar. "Je mehr man tun kann, um Öl, insbesondere Diesel und Flugbenzin, einzusparen, desto besser sind wir dran", betonte er.

Bei dem virtuellen Treffen berieten die Ministerinnen und Minister über ein koordiniertes Vorgehen angesichts der Energiekrise. Die Preise sind infolge des Iran-Kriegs stark gestiegen. Insbesondere bei Diesel und Flugbenzin sei auf den Weltmärkten eine "Verknappung" zu beobachten, sagte Jörgensen.

Die Verbraucherpreise stiegen im Euroraum im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozent. Damit lag die Inflation nach Angaben des EU-Statistikamts Eurostat 0,6 Prozentpunkte höher als im Februar.

Beim EU-Gipfel Mitte März hatten die Staats- und Regierungschefs die EU-Kommission aufgefordert, "zielgerichtete und befristete Maßnahmen" vorzuschlagen. Jörgensen zufolge ist die Kommission "ziemlich bald" in der Lage, ein Maßnahmenpaket vorzulegen.

Viele Länder haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Preissteigerungen an den Tankstellen zu begrenzen. Die Nachfrage senken Schritte wie Steuersenkungen und Preisbegrenzungen jedoch nicht. Die Bundesregierung beschloss in der vergangenen Woche ein Spritpreispaket, das Tankstellen unter anderem vorschreibt, nicht öfter als einmal pro Tag die Preise zu erhöhen. Zudem wurde ein Teil der strategischen Ölreserven freigegeben.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte Mitte März eine Liste von zehn Maßnahmen veröffentlicht, mit der die Nachfrage nach Treibstoff gesenkt werden könne. Neben vermehrter Arbeit von Zuhause, dem Wechsel zu öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Verzicht auf Flugreisen war darin auch eine Reduzierung von zulässigen Höchstgeschwindigkeiten um zehn Stundenkilometer enthalten.

In einem Brief an die Mitgliedstaaten betonte Jörgensen, die Versorgungssicherheit der Europäischen Union bleibe gewährleistet. Die EU müsse "gemeinsam handeln, als echte Union". Zudem warnte er vor Maßnahmen, "die den Kraftstoffverbrauch erhöhen, den freien Fluss von Mineralölerzeugnissen einschränken oder die Raffinerieproduktion in der EU beeinträchtigen könnten". So sollten etwa nicht dringend notwendige Wartungsarbeiten an Raffinerien ausgesetzt werden.

Kurzfristig hat die EU selbst wenig Möglichkeiten, die Energiepreise zu senken. In Brüssel dreht sich die Diskussion hingegen um langfristige Änderungen. Zahlreiche Staaten fordern Änderungen am CO2-Preissystem der EU (ETS), um die Kosten für die Industrie zu senken. Es wird erwartet, dass die Kommission am Mittwoch ihre Vorschläge für eine Anpassung des ETS vorlegt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte angekündigt, dabei "die von der Industrie geäußerten Bedenken" zu berücksichtigen.

(G.Gruner--BBZ)