Berliner Boersenzeitung - Patientenbeauftragter Schwartze kritisiert teilweise Empfehlungen zur Kassen-Reform

EUR -
AED 4.189195
AFN 71.863394
ALL 94.21881
AMD 419.878305
ANG 2.0423
AOA 1046.015122
ARS 1685.364164
AUD 1.653202
AWG 2.054673
AZN 1.920848
BAM 1.956208
BBD 2.297479
BDT 140.589301
BGN 1.928775
BHD 0.43008
BIF 3393.577513
BMD 1.140693
BND 1.475495
BOB 7.899473
BRL 5.892711
BSD 1.140738
BTN 107.784101
BWP 15.501891
BYN 3.30816
BYR 22357.577591
BZD 2.294158
CAD 1.620263
CDF 2586.528836
CHF 0.922193
CLF 0.026738
CLP 1052.380215
CNY 7.7546
CNH 7.753568
COP 3927.348049
CRC 517.403297
CUC 1.140693
CUP 30.228357
CVE 110.287502
CZK 24.260478
DJF 203.127882
DKK 7.474321
DOP 67.833543
DZD 151.910582
EGP 56.181859
ERN 17.110391
ETB 183.900797
FJD 2.562851
FKP 0.864482
GBP 0.862141
GEL 3.017169
GGP 0.864482
GHS 12.901406
GIP 0.864482
GMD 83.270405
GNF 10000.040297
GTQ 8.702737
GYD 238.604499
HKD 8.945672
HNL 30.527095
HRK 7.534618
HTG 149.089765
HUF 354.307207
IDR 20363.646692
ILS 3.394844
IMP 0.864482
INR 107.777839
IQD 1494.29833
IRR 1568737.682503
ISK 144.012701
JEP 0.864482
JMD 179.617434
JOD 0.808737
JPY 184.627988
KES 147.69709
KGS 99.753682
KHR 4586.915757
KMF 495.06024
KPW 1026.62386
KRW 1760.750652
KWD 0.353284
KYD 0.950577
KZT 553.843289
LAK 25584.107754
LBP 102147.450057
LKR 383.556575
LRD 207.598716
LSL 18.742142
LTL 3.368169
LVL 0.689994
LYD 7.328495
MAD 10.689528
MDL 20.16176
MGA 4853.969073
MKD 61.683271
MMK 2395.055099
MNT 4083.597231
MOP 9.214719
MRU 45.525488
MUR 53.886625
MVR 17.623409
MWK 1977.968883
MXN 19.93425
MYR 4.643751
MZN 72.886627
NAD 18.742306
NGN 1576.175339
NIO 41.978381
NOK 11.327648
NPR 172.45643
NZD 2.017583
OMR 0.438622
PAB 1.140713
PEN 3.895378
PGK 5.008044
PHP 69.788675
PKR 317.197427
PLN 4.287299
PYG 6946.447724
QAR 4.158067
RON 5.241469
RSD 117.358512
RUB 88.6904
RWF 1674.512289
SAR 4.285055
SBD 9.184804
SCR 16.994393
SDG 684.415923
SEK 11.086319
SGD 1.47544
SHP 0.851642
SLE 28.290723
SLL 23919.760471
SOS 651.930155
SRD 42.756578
STD 23610.03655
STN 24.505107
SVC 9.981036
SYP 126.083161
SZL 18.737741
THB 37.928601
TJS 10.574072
TMT 3.992425
TND 3.378804
TOP 2.746515
TRY 53.20463
TTD 7.754548
TWD 36.377855
TZS 2997.179274
UAH 51.19487
UGX 4180.871344
USD 1.140693
UYU 45.899566
UZS 13747.865222
VES 708.08842
VND 29988.811984
VUV 135.946941
WST 3.172133
XAF 656.087985
XAG 0.01955
XAU 0.000282
XCD 3.082779
XCG 2.05581
XDR 0.817159
XOF 656.090861
XPF 119.331742
YER 272.197797
ZAR 18.725253
ZMK 10267.599495
ZMW 20.651851
ZWL 367.302595
  • Euro STOXX 50

    9.7000

    6231.25

    +0.16%

  • TecDAX

    38.0200

    3898.18

    +0.98%

  • SDAX

    303.5900

    18071.36

    +1.68%

  • MDAX

    47.9600

    31636.61

    +0.15%

  • DAX

    41.2300

    24712.45

    +0.17%

  • Goldpreis

    -34.0000

    4062.3

    -0.84%

  • EUR/USD

    0.0014

    1.1404

    +0.12%

Patientenbeauftragter Schwartze kritisiert teilweise Empfehlungen zur Kassen-Reform
Patientenbeauftragter Schwartze kritisiert teilweise Empfehlungen zur Kassen-Reform / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Patientenbeauftragter Schwartze kritisiert teilweise Empfehlungen zur Kassen-Reform

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze (SPD), hat das von der Expertenkommission vorgeschlagene Ende der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung kritisiert. Viele Ehepartner verzichteten nicht freiwillig auf ein zweites Einkommen, sondern etwa "wegen der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen", sagte Schwartze in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal web.de. "Diese Menschen sollten wir nicht noch stärker belasten. Im Gegenteil, diese Familien müssen entlastet werden", fügte er hinzu.

Textgröße:

Die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzte Expertengruppe hatte am Montag 66 Empfehlungen zur Stabilisierung der Kassenbeiträge vorgestellt. Dazu gehören unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente, Steueraufschläge auf Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke sowie ein Ende der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner.

Die unter starkem Finanzdruck stehenden gesetzlichen Krankenkassen forderten eine rasche Umsetzung der Reform, die bereits ab kommendem Jahr die Ausgaben deutlich senken soll. Scharfe Kritik übten Vertreter der Ärzteschaft, die finanzielle Einbußen fürchten und vor negativen Auswirkungen auf die medizinische Versorgung warnen.

Schwartze sagte web.de, er sehe in den Vorschlägen "Licht und Schatten". Er lobte etwa die Pläne für eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Auch der Vorschlag, vor bestimmten Operationen wie Knie-OPs eine verpflichtende Zweitmeinung einzuholen, sei im Sinne der Patienten. Ein Zweitmeinungsverfahren könne "dazu beitragen, die Patientinnen und Patienten besser aufzuklären, und damit ihre Selbstbestimmung fördern".

Für die Umsetzung der Empfehlungen wünscht sich Schwartze einen schnellen Zeitplan. "Aus meiner Sicht wäre es ein gutes Zeichen, wenn wir es vor der Sommerpause verabschieden können", sagte er. Bei der Umsetzung müsse aber ein Fokus auf die Prävention gelegt werden. Die Kommission schlägt unter anderem vor, Hautkrebs-Screenings als Kassenleistung zu streichen. "Vorsorge-Untersuchungen können helfen, wirklich schwere Erkrankungen zu vermeiden", gab der SPD-Politiker zu bedenken.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte derweil dem Nachrichtenportal Politico, er rechne mit Protesten der Ärzteschaft gegen die drohenden Sparmaßnahmen im ambulanten Bereich. "Bei den Ärzten wird von der ohnehin zu geringen Vergütung jetzt noch was abgeknapst", sagte er und fügte hinzu, dass "logischerweise sich da Aktionen entwickeln werden". Das sei nicht Sache seiner Körperschaft, aber "das werden die Berufsverbände organisieren".

Gassen warnte, dass die Kürzungen zu einem verringerten Leistungsangebot führten. Es könne nicht erwartet werden, dass Ärzte für weniger Geld mehr arbeiten würden. "Das klingt nicht nur idiotisch, das ist es auch." Das hat laut dem KBV-Chef auch Konsequenzen für die Patienten: Es gebe dann "auf jeden Fall längere Wartezeiten".

Welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen, muss nun die schwarz-rote Koalition entscheiden. Warken kündigte rasche Entscheidungen an. Zunächst werde das Gesundheitsministerium die Vorschläge bewerten und innerhalb der Regierung besprechen. "Das wird jetzt auch die nächsten zwei Wochen passieren", sagte die Ministerin. Ein Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause vorliegen.

(S.G.Stein--BBZ)