Berliner Boersenzeitung - Peru: Präsidentschaftskandidatin Fujimori verspricht harte Grenzpolitik und Annäherung an USA

EUR -
AED 4.306892
AFN 75.646395
ALL 95.724676
AMD 440.383498
AOA 1075.402786
ARS 1608.085285
AUD 1.660634
AWG 2.110932
AZN 1.998313
BAM 1.955283
BBD 2.358476
BDT 143.861942
BHD 0.442483
BIF 3480.679195
BMD 1.17274
BND 1.492105
BOB 8.091859
BRL 5.874493
BSD 1.17099
BTN 108.630262
BWP 15.720841
BYN 3.360911
BYR 22985.699188
BZD 2.355077
CAD 1.623248
CDF 2697.30186
CHF 0.925554
CLF 0.026668
CLP 1047.072999
CNY 8.007515
CNH 8.003896
COP 4264.671791
CRC 541.956627
CUC 1.17274
CUP 31.077603
CVE 110.235837
CZK 24.379388
DJF 208.524835
DKK 7.473758
DOP 70.511346
DZD 155.090971
EGP 62.282523
ERN 17.591096
ETB 183.744691
FJD 2.593519
FKP 0.871382
GBP 0.871601
GEL 3.155128
GGP 0.871382
GHS 12.886591
GIP 0.871382
GMD 86.200888
GNF 10274.281963
GTQ 8.95763
GYD 244.98519
HKD 9.18484
HNL 31.099773
HRK 7.535913
HTG 153.539382
HUF 375.515762
IDR 20041.301486
ILS 3.558339
IMP 0.871382
INR 109.170935
IQD 1533.994185
IRR 1543472.109781
ISK 143.297523
JEP 0.871382
JMD 185.141021
JOD 0.831519
JPY 186.788171
KES 151.529913
KGS 102.556542
KHR 4687.759864
KMF 492.551108
KPW 1055.443518
KRW 1741.413438
KWD 0.362014
KYD 0.975842
KZT 553.363609
LAK 25823.168542
LBP 104866.057933
LKR 369.552236
LRD 215.463
LSL 19.212217
LTL 3.462796
LVL 0.709379
LYD 7.444031
MAD 10.884021
MDL 20.175663
MGA 4859.714374
MKD 61.623698
MMK 2463.101174
MNT 4197.555211
MOP 9.446501
MRU 46.804618
MUR 54.556297
MVR 18.131
MWK 2030.462846
MXN 20.290044
MYR 4.649959
MZN 75.008877
NAD 19.212217
NGN 1594.344064
NIO 43.088601
NOK 11.170234
NPR 173.80802
NZD 2.009837
OMR 0.450923
PAB 1.17099
PEN 3.952054
PGK 5.068659
PHP 70.219557
PKR 326.614995
PLN 4.254117
PYG 7572.996582
QAR 4.269071
RON 5.092392
RSD 117.338958
RUB 90.423579
RWF 1710.047611
SAR 4.401975
SBD 9.450111
SCR 17.808289
SDG 704.81699
SEK 10.873585
SGD 1.49384
SLE 28.878761
SOS 669.222959
SRD 43.917976
STD 24273.345166
STN 24.49352
SVC 10.246289
SYP 129.626608
SZL 19.216916
THB 37.771646
TJS 11.130156
TMT 4.110453
TND 3.421695
TRY 52.380465
TTD 7.946898
TWD 37.224875
TZS 3038.69612
UAH 50.876041
UGX 4332.853754
USD 1.17274
UYU 47.247501
UZS 14239.233045
VES 558.033909
VND 30885.274174
VUV 140.185433
WST 3.206853
XAF 655.783514
XAG 0.015387
XAU 0.000247
XCD 3.169388
XCG 2.110442
XDR 0.815584
XOF 655.783514
XPF 119.331742
YER 278.115659
ZAR 19.254112
ZMK 10556.069282
ZMW 22.278106
ZWL 377.621722
  • Euro STOXX 50

    29.8200

    5926.11

    +0.5%

  • DAX

    -3.0400

    23803.95

    -0.01%

  • SDAX

    224.0600

    17257.63

    +1.3%

  • TecDAX

    14.6900

    3531.61

    +0.42%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1729

    +0.22%

  • MDAX

    329.9200

    30382.28

    +1.09%

  • Goldpreis

    -30.6000

    4787.4

    -0.64%

Peru: Präsidentschaftskandidatin Fujimori verspricht harte Grenzpolitik und Annäherung an USA
Peru: Präsidentschaftskandidatin Fujimori verspricht harte Grenzpolitik und Annäherung an USA / Foto: Ernesto BENAVIDES - AFP

Peru: Präsidentschaftskandidatin Fujimori verspricht harte Grenzpolitik und Annäherung an USA

Vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru am Sonntag hat die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori eine rigide Einwanderungspolitik, eine Annäherung an die USA und einen weiteren Vormarsch konservativer Politik in Lateinamerika versprochen. Im Falle eines Wahlsieges wolle sie in den ersten hundert Tagen im Amt mit Hilfe des Militärs die "Ordnung wiederherstellen", sagte sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße:

Sie werde sich zudem um eine geeinte Front mit den konservativen Staatschefs in den USA, Argentinien, Chile, Ecuador und Bolivien bemühen, kündigte Fujimori an. Die 50-Jährige ist die Tochter von Perus Ex-Präsident Alberto Fujimori, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit 16 Jahre im Gefängnis saß, bevor er im September 2024 starb.

Eine Rekordzahl von 35 Kandidatinnen und Kandidaten bewirbt sich für das höchste Staatsamt des südamerikanischen Landes, in Umfragen führt Keiko Fujimori mit leichtem Vorsprung. Laut der letzten Ipsos-Umfrage vor der Wahl genießt sie mit 15 Prozent die höchste Zustimmung unter den Wählerinnen und Wählern und könnte damit in die Stichwahl kommen, die im Juni stattfinden soll.

Ein zentrales Wahlkampfthema der Kandidaten war Bekämpfung der Kriminalität - Umfragen zufolge die Hauptsorge der Peruaner, die vor allem mit einem exponentiellen Anstieg von Erpressung konfrontiert sind. Viele Menschen machen ausländische Gangs für den Anstieg der Gewalt verantwortlich, Experten verweisen allerdings auch auf im eigenen Land entstandene Banden.

"Wir werden Sondervollmachten beantragen - Vollmachten, um Polizeiwachen zu modernisieren, und Vollmachten, damit die Streitkräfte uns bei der Kontrolle der Gefängnisse helfen", sagte Fujimori AFP in Lima.

"Die Streitkräfte werden neben der nationalen Polizei an der Kontrolle der Grenzen teilnehmen", sagte die Rechtspopulistin - der harten Politik entsprechend, die derzeit in anderen Ländern Nord- und Südamerikas an Boden gewinnt.

"Lateinamerika erlebt eine Strömung, in der Freiheit, Investitionen und die Rückgewinnung von Kontrolle und Sicherheit Priorität haben", sagte Fujimori. "Dies begann mit Präsident (Javier) Milei, Präsident (Daniel) Noboa, Rodrigo Paz, Präsident (José Antonio) Kast", fügte sie mit Verweis auf die Staatschefs von Argentinien, Ecuador, Bolivien und Chile hinzu.

"Kolumbien und Peru fehlen noch, aber ohne Zweifel hat sich all das mit der Ankunft von Präsident (Donald) Trump verfestigt", sagte Fujimori weiter. Sie wolle engere Beziehungen zu Washington knüpfen, kündigte sie an. Im Falle eines Wahlsieges werde es "meine Rolle sein, die Vereinigten Staaten zu ermutigen, wieder aktiver mitzuwirken".

Fujimori bewirbt sich bereits zum vierten Mal um das Präsidentschaftsamt. Bei den ersten drei - vergeblichen - Anläufen bemühte sie sich um Distanz zu ihrem umstrittenen Vater, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte. Er war 2009 zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, unter anderem wegen Massakern, die Anfang der 1990er Jahre im Kampf gegen die maoistische Guerillaorganisation Leuchtender Pfad von Todesschwadronen verübt worden waren.

In diesem Jahr profitiert Keiko Fujimori von einer zunehmenden Sehnsucht nach einer starken Führung. "Ich glaube, dass die Zeit und die Geschichte meinem Vater den Platz geben werden, den er verdient", sagte Fujimori AFP. "Heute, wenn Peru wegen Kriminellen und Erpressern blutet, fragen die Menschen nach einem Fujimori - hier bin ich."

Um in die Stichwahl zu kommen, muss die Rechtspopulistin jedoch das tiefe Misstrauen der Bevölkerung in die politische Klasse überwinden. In einer Ipsos-Umfrage gaben kürzlich 16 Prozent der Befragten an, noch nicht zu wissen, wen sie wählen werden. Weitere elf Prozent erklärten, einen ungültigen Stimmzettel abgeben zu wollen - eine hohe Zahl in einem Land mit Wahlpflicht.

Wegen politischer Machtkämpfe und Intrigen hat Peru binnen eines Jahrzehnts acht Präsidenten kommen und gehen sehen.

Am Sonntag wird zudem ein neues Parlament gewählt. Der neue Kongress wird voraussichtlich stark zersplittert sein, sodass Absprachen in Hinterzimmern zu einem zentralen Faktor für das politische Überleben werden dürften.

(K.Lüdke--BBZ)