Berliner Boersenzeitung - Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter

EUR -
AED 4.301555
AFN 73.779193
ALL 95.50254
AMD 434.947725
ANG 2.096126
AOA 1075.065432
ARS 1645.082546
AUD 1.630337
AWG 2.109436
AZN 1.994608
BAM 1.958343
BBD 2.358242
BDT 143.985731
BGN 1.953507
BHD 0.441793
BIF 3484.00949
BMD 1.171096
BND 1.495028
BOB 8.090471
BRL 5.857467
BSD 1.17081
BTN 110.635712
BWP 15.835427
BYN 3.303461
BYR 22953.474287
BZD 2.354848
CAD 1.601837
CDF 2719.862066
CHF 0.924341
CLF 0.026513
CLP 1043.587015
CNY 8.007308
CNH 8.00936
COP 4228.919996
CRC 532.586998
CUC 1.171096
CUP 31.034034
CVE 110.55321
CZK 24.353637
DJF 208.127296
DKK 7.471391
DOP 69.387257
DZD 155.154914
EGP 61.875656
ERN 17.566434
ETB 184.301204
FJD 2.59954
FKP 0.864227
GBP 0.866488
GEL 3.156083
GGP 0.864227
GHS 13.046367
GIP 0.864227
GMD 86.067605
GNF 10279.291323
GTQ 8.945539
GYD 244.95807
HKD 9.177584
HNL 31.174087
HRK 7.532518
HTG 153.377846
HUF 363.749909
IDR 20198.998817
ILS 3.461744
IMP 0.864227
INR 110.80872
IQD 1534.135271
IRR 1541161.844741
ISK 143.178241
JEP 0.864227
JMD 184.47954
JOD 0.830277
JPY 186.88871
KES 151.17905
KGS 102.388421
KHR 4696.093159
KMF 493.031138
KPW 1053.981161
KRW 1724.29801
KWD 0.360182
KYD 0.975759
KZT 536.682281
LAK 25699.693433
LBP 104930.167935
LKR 373.211415
LRD 215.188405
LSL 19.36405
LTL 3.457941
LVL 0.708384
LYD 7.430593
MAD 10.839954
MDL 20.250121
MGA 4858.87593
MKD 61.648457
MMK 2459.346894
MNT 4211.675584
MOP 9.451031
MRU 46.843862
MUR 54.784212
MVR 18.093405
MWK 2038.877562
MXN 20.364357
MYR 4.62875
MZN 74.844323
NAD 19.381597
NGN 1604.600006
NIO 42.996808
NOK 10.911244
NPR 177.017339
NZD 1.989475
OMR 0.450263
PAB 1.170815
PEN 4.104394
PGK 5.088118
PHP 71.544577
PKR 326.298528
PLN 4.248325
PYG 7339.467371
QAR 4.256427
RON 5.096138
RSD 117.400013
RUB 88.209772
RWF 1710.385163
SAR 4.392759
SBD 9.399138
SCR 16.400969
SDG 703.245697
SEK 10.859019
SGD 1.494827
SHP 0.874341
SLE 28.83821
SLL 24557.285258
SOS 669.278604
SRD 43.875083
STD 24239.315043
STN 24.885782
SVC 10.245216
SYP 129.463768
SZL 19.382118
THB 38.061004
TJS 10.982661
TMT 4.10469
TND 3.377147
TOP 2.819717
TRY 52.745889
TTD 7.961269
TWD 36.926399
TZS 3053.775937
UAH 51.599359
UGX 4355.618426
USD 1.171096
UYU 46.209607
UZS 14135.124337
VES 566.733541
VND 30856.027577
VUV 138.453487
WST 3.19453
XAF 656.804229
XAG 0.015987
XAU 0.000255
XCD 3.164944
XCG 2.110122
XDR 0.817095
XOF 655.232581
XPF 119.331742
YER 279.482119
ZAR 19.378412
ZMK 10541.265481
ZMW 22.21475
ZWL 377.092314
  • TecDAX

    -55.1000

    3596.65

    -1.53%

  • SDAX

    -79.4000

    17590.61

    -0.45%

  • Euro STOXX 50

    -24.2200

    5836.1

    -0.42%

  • Goldpreis

    -81.1000

    4612.6

    -1.76%

  • MDAX

    -304.5500

    30057.46

    -1.01%

  • DAX

    -65.2700

    24018.26

    -0.27%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.1715

    -0.09%

Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter
Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter / Foto: MICHELE CATTANI - AFP

Kämpfe in Mali: Armee gibt Stellungen in Region Gao auf - Junta-Chef trifft russischen Botschafter

Drei Tage nach Beginn der landesweiten Angriffe von Rebellen und Dschihadisten im westafrikanischen Krisenstaat Mali mit dutzenden Toten hat die Armee weitere Stellungen aufgegeben. In der Region Gao nahe der Grenze zum Nachbarland Niger seien die Truppen von einigen Stellungen abgezogen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag von einem örtlichen Abgeordneten. Russland, das mit seiner paramilitärischen Einheit Afrikakorps die Militärregierung in Mali unterstützt, bezeichnete die Lage als "schwierig". Junta-Chef Assimi Goita kam derweil nach Angaben seines Büros mit dem russischen Botschafter zusammen.

Textgröße:

Die Region Gao gilt als zweitwichtigste Hochburg der regierenden Militärjunta in Mali. Auch deutsche Soldaten der Bundeswehr waren während ihres Mali-Einsatzes im Rahmen der UN-Mission Minusma bis 2023 in Gao stationiert.

Dschihadisten und Tuareg-Rebellen hatten am Wochenende landesweit Angriffe auf Positionen der herrschenden Militärjunta ausgeführt und dabei die Kontrolle über die wichtige Stadt Kidal im Norden des Landes übernommen. Die Garnisonsstadt Kati war ebenfalls zum Schauplatz heftiger Kämpfe geworden. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA und die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) bekannten sich zu den Angriffen.

Durch die koordinierten Attacken befindet sich die Militärregierung des Landes in einer beispiellos geschwächten Lage: Nach Angaben der JNIM wurden bei Angriffen in Kati die Wohnhäuser von Junta-Chef Goita und Verteidigungsminister Sadio Camara angegriffen. Camara, der als maßgeblicher Architekt der malischen Annäherung an Russland gilt, wurde bei den Angriffen getötet.

Goita war nach Beginn der Kämpfe zunächst mehrere Tage nicht öffentlich in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Verbleib angeheizt hatte. Am Dienstag veröffentlichte Goitas Büro jedoch ein Foto des malischen Junta-Chefs mit dem russischen Botschafter. Laut einer Erklärung des malischen Präsidialamts sprachen beide Seiten die aktuelle Lage im Land.

Bei den Angriffen auf Kati seien am Wochenende mindestens 23 Menschen getötet worden, darunter Soldaten und Zivilisten, erklärte ein örtlicher Krankenhausmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP. Bislang hatte die Militärjunta lediglich von 16 verletzten Zivilisten und Soldaten gesprochen. Eine Bilanz der Opferzahl aller Angriffe lag nicht vor.

Angesichts der anhaltenden Angriffe rief Moskau zu einer schnellen Stabilisierung der Lage auf. "Wir halten es für wichtig, dass das Land so schnell wie möglich zu einem friedlichen, stabilen Kurs zurückkehrt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten in Moskau. Zur Rolle der Moskau unterstellten, paramilitärischen Einheit Afrikakorps in dem westafrikanischen Land äußerte sich Peskow nicht.

"Der Feind hat seine aggressiven Absichten nicht aufgegeben und formiert sich neu", erklärte derweil das russische Verteidigungsministerium in Onlinediensten. Die Lage in Mali bleibe "schwierig".

Das direkt dem russischen Verteidigungsministerium unterstellte Afrikakorps hat die Aufgabe der einst als Gruppe Wagner bekannten Söldnertruppe übernommen und unterstützt die malischen Streitkräfte im Kampf gegen Dschihadisten. Die paramilitärische Einheit sei gezwungen gewesen, die Stadt Kidal am Wochenende aufzugeben, bestätigte das Ministerium. Das Afrikakorps habe bei den Angriffen in Mali "Verluste erlitten", erklärte der russische Vize-Außenminister Georgi Borisenko.

Kidal stand mehrere Jahrzehnte lang unter der Kontrolle von Rebellengruppen, bevor es 2023 in einer gemeinsamen Militäroffensive der malischen Armee mit der russischen Gruppe Wagner erobert wurde.

In der Hauptstadt Bamako herrschte laut einem AFP-Korrespondenten am Dienstag angespannte Ruhe, nachdem am Montagabend zwei heftige Detonationen in der Nähe des Flughafens zu hören gewesen waren. Zunächst war unklar, was die Explosionen verursacht hatte. Aus Sicherheitsgründen setzte die malische Fluggesellschaft Sky Mali derweil ihre Inlandsflüge in den Norden und in das Zentrum des Landes aus.

Das Auswärtige Amt aktualisierte unterdessen seine Reisewarnung für das westafrikanische Land und warnte vor Reisen nach Mali. Deutsche Staatsangehörige seien aufgefordert, Mali auf dem Luftweg zu verlassen.

Mali wird seit vielen Jahren von Gewalt erschüttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Militärs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben. Zudem sind kriminelle Banden in dem Land aktiv.

(O.Joost--BBZ)