Berliner Boersenzeitung - Kommunalwahl in England: Labour-Partei von Premier Starmer erleidet schwere Verluste

EUR -
AED 4.180093
AFN 72.278693
ALL 94.229674
AMD 419.433929
ANG 2.037861
AOA 1043.741334
ARS 1674.312766
AUD 1.644936
AWG 2.050207
AZN 1.934107
BAM 1.956425
BBD 2.296923
BDT 140.104737
BGN 1.924583
BHD 0.429172
BIF 3397.56712
BMD 1.138213
BND 1.477372
BOB 7.897522
BRL 5.919281
BSD 1.140459
BTN 107.976478
BWP 15.507952
BYN 3.203023
BYR 22308.983435
BZD 2.293632
CAD 1.617509
CDF 2582.606088
CHF 0.921549
CLF 0.026432
CLP 1040.292843
CNY 7.729038
CNH 7.731281
COP 3904.857468
CRC 517.358379
CUC 1.138213
CUP 30.162656
CVE 110.30022
CZK 24.214182
DJF 202.28344
DKK 7.475143
DOP 66.750434
DZD 152.107462
EGP 56.591171
ERN 17.073202
ETB 183.861901
FJD 2.554383
FKP 0.859213
GBP 0.862254
GEL 3.010568
GGP 0.859213
GHS 12.801087
GIP 0.859213
GMD 83.089892
GNF 9992.70789
GTQ 8.700778
GYD 238.596186
HKD 8.924726
HNL 30.512609
HRK 7.534522
HTG 149.107611
HUF 355.324629
IDR 20426.321494
ILS 3.410452
IMP 0.859213
INR 108.339651
IQD 1493.977039
IRR 1565043.48094
ISK 144.00711
JEP 0.859213
JMD 179.516532
JOD 0.806929
JPY 183.88578
KES 147.341598
KGS 99.536645
KHR 4577.039254
KMF 490.569897
KPW 1024.392495
KRW 1746.776325
KWD 0.351663
KYD 0.950403
KZT 554.747135
LAK 25255.064142
LBP 102126.30974
LKR 381.561836
LRD 207.556274
LSL 18.806205
LTL 3.360849
LVL 0.688494
LYD 7.318305
MAD 10.673908
MDL 20.077411
MGA 4764.521349
MKD 61.638165
MMK 2389.550926
MNT 4073.665921
MOP 9.209841
MRU 45.297071
MUR 54.589147
MVR 17.597151
MWK 1977.522752
MXN 19.977103
MYR 4.723072
MZN 72.732668
NAD 18.806205
NGN 1559.488808
NIO 41.963399
NOK 11.146974
NPR 172.761405
NZD 2.007735
OMR 0.437574
PAB 1.140464
PEN 3.860433
PGK 5.001619
PHP 69.891427
PKR 317.18468
PLN 4.283323
PYG 6952.189349
QAR 4.157327
RON 5.247048
RSD 117.412386
RUB 84.798379
RWF 1672.426672
SAR 4.274323
SBD 9.179738
SCR 15.235
SDG 683.496208
SEK 11.081572
SGD 1.475865
SHP 0.849791
SLE 28.170929
SLL 23867.770913
SOS 651.805263
SRD 42.66364
STD 23558.720176
STN 24.506641
SVC 9.979186
SYP 125.809119
SZL 18.800003
THB 37.86727
TJS 10.577578
TMT 3.995129
TND 3.375778
TOP 2.740545
TRY 52.89915
TTD 7.743473
TWD 36.09821
TZS 2987.808014
UAH 51.193146
UGX 4174.332898
USD 1.138213
UYU 45.744607
UZS 13702.375277
VES 702.124347
VND 29963.468823
VUV 135.17255
WST 3.137286
XAF 656.163636
XAG 0.018405
XAU 0.000277
XCD 3.076079
XCG 2.055356
XDR 0.816061
XOF 656.163636
XPF 119.331742
YER 271.634261
ZAR 18.81717
ZMK 10245.284419
ZMW 20.458533
ZWL 366.504263
  • EUR/USD

    -0.0013

    1.1375

    -0.11%

  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • Goldpreis

    -41.6000

    4107.8

    -1.01%

Kommunalwahl in England: Labour-Partei von Premier Starmer erleidet schwere Verluste

Kommunalwahl in England: Labour-Partei von Premier Starmer erleidet schwere Verluste

Massiver Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer: Seine regierende Labour-Partei hat bei der als Stimmungstest geltenden Kommunalwahl in England ersten Ergebnissen zufolge schwere Verluste erlitten. Die Rechtsaußen-Partei Reform UK von Nigel Farage konnte hingegen deutliche Gewinne verbuchen. Die Ergebnisse dürften die Rücktrittsforderungen gegen Starmer befeuern, der aber als Regierungschef weitermachen will.

Textgröße:

Bis zum Freitagmorgen gewann Reform UK mehr als 350 Sitze, während Labour in 40 der 136 Gemeinden, in denen bislang Ergebnisse bekannt gegeben wurden, mehr als 240 Sitze verlor. Die meisten Ergebnisse der Kommunalwahl in England sowie der Regionalwahlen in Schottland und Wales werden im Laufe des Freitags erwartet.

Der britische Premier sagte am Freitag, er übernehme die Verantwortung für die "sehr harten" Ergebnisse. Er sei aber weiterhin entschlossen, "den Wandel herbeizuführen, den ich versprochen habe". "Ich werde nicht einfach weggehen und das Land ins Chaos stürzen", betonte Starmer.

Farage von der migrationsfeindlichen Partei Reform UK sagte, die Wahlen hätten einen "wirklich historischen Wandel in der britischen Politik" gezeigt. "Wir sind hier, um zu bleiben." Bisher waren in England zwei Parteien vorherrschend, die linksgerichtete Labour und die konservativen Tories.

In Wales könnte Labour zum ersten Mal seit der Gründung des dortigen Regionalparlaments vor 27 Jahren die Kontrolle über das Abgeordnetenhaus verlieren. Die Meinungsforscher des Instituts YouGov rechnen in Wales mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Reform UK und der Mitte-links-Partei Plaid Cymru, welche die Unabhängigkeit von Wales anstrebt. Auch in Schottland befürchtet die britische Regierungspartei ein demütigendes Ergebnis bei der Wahl des Regionalparlaments. Dort lag in den Umfragen die Scottish National Party in Führung, die sich für die Unabhängigkeit des Landesteils einsetzt.

Große Verluste für Labour könnten die Forderungen nach einem Rücktritt Starmers verstärken, der politisch bereits angeschlagen ist. Starmer ist mittlerweile einer der unbeliebtesten Premierminister aller Zeiten. Ihm ist es bislang nicht gelungen, die Wirtschaft anzukurbeln und den Anstieg der Lebensmittelpreise zu stoppen. Zuletzt belastete die Epstein-Affäre um das langjährige Labour-Schwergewicht Peter Mandelson den Premier zusätzlich. Starmer hatte den Parteifreund zum Botschafter in Washington ernannt - trotz dessen Verbindungen zum 2019 im Gefängnis gestorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Starmer war im Sommer 2024 in die Downing Street 10 eingezogen und hatte damit die 14 Jahre währende konservative Regierungszeit in Großbritannien beendete. Umfragen hatten zuletzt ein düsteres Bild für Starmer gezeichnet.

In den britischen Medien kursierten schon vor den Wahlen Gerüchte, dass die ehemalige Vizepremierministerin Angela Rayner oder Gesundheitsminister Wes Streeting versuchen könnten, Starmer zu beerben. Auch der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gilt als ein möglicher Nachfolger.

Die "Times" hatte am Donnerstag berichtet, dass Energieminister Ed Miliband den Premierminister hinter verschlossenen Türen dazu gedrängt habe, einen Zeitplan für seinen Rücktritt nach den Wahlen aufzustellen.

Vize-Premierminister David Lammy betonte am Freitag jedoch, dass ein Führungswechsel ein Fehler sei. "Man wechselt nicht den Piloten während des Fluges, man macht weiter", sagte er im BBC-Radio. Er räumte ein, dass es "viel Frustration" gebe, aber "manchmal werden unsere Fehler stärker wahrgenommen als unsere Erfolge".

Starmer will die Partei in die nächste Parlamentswahl führen, die voraussichtlich 2029 stattfinden wird. Daneben wird auch über eine Kabinettsumbildung spekuliert, um die Regierung zu stärken.

(S.G.Stein--BBZ)