Berliner Boersenzeitung - Nach Tanker-Beschuss: USA greifen Iran "massiv" an - Teheran droht mit Vergeltung

EUR -
AED 4.188101
AFN 72.985627
ALL 93.797598
AMD 419.060732
ANG 2.041765
AOA 1046.308474
ARS 1701.490502
AUD 1.646767
AWG 2.055561
AZN 1.94172
BAM 1.95042
BBD 2.296565
BDT 140.533566
BGN 1.92827
BHD 0.429898
BIF 3402.936244
BMD 1.140394
BND 1.472744
BOB 7.895899
BRL 5.899482
BSD 1.140265
BTN 108.231389
BWP 15.400517
BYN 3.25693
BYR 22351.725998
BZD 2.293274
CAD 1.619628
CDF 2571.58913
CHF 0.922607
CLF 0.02686
CLP 1057.133979
CNY 7.748009
CNH 7.760039
COP 3808.802534
CRC 519.467032
CUC 1.140394
CUP 30.220446
CVE 110.475653
CZK 24.232226
DJF 202.670799
DKK 7.475307
DOP 67.140679
DZD 151.715182
EGP 55.663441
ERN 17.105913
ETB 181.493967
FJD 2.557049
FKP 0.853106
GBP 0.854389
GEL 3.016387
GGP 0.853106
GHS 13.0176
GIP 0.853106
GMD 83.819127
GNF 10012.661372
GTQ 8.700077
GYD 238.515185
HKD 8.942943
HNL 30.523069
HRK 7.534816
HTG 149.169818
HUF 355.560655
IDR 20531.656881
ILS 3.463321
IMP 0.853106
INR 109.014443
IQD 1494.486578
IRR 1568042.002407
ISK 143.598441
JEP 0.853106
JMD 179.58461
JOD 0.808572
JPY 185.103655
KES 147.407473
KGS 99.727543
KHR 4572.980799
KMF 491.510019
KPW 1026.355164
KRW 1732.304504
KWD 0.353249
KYD 0.950183
KZT 535.048742
LAK 25687.379025
LBP 101770.777092
LKR 381.760249
LRD 207.249541
LSL 18.520094
LTL 3.367288
LVL 0.689813
LYD 7.309855
MAD 10.679781
MDL 20.062656
MGA 4892.290974
MKD 61.631175
MMK 2394.164037
MNT 4089.003332
MOP 9.210293
MRU 45.684205
MUR 53.690057
MVR 17.630566
MWK 1980.86414
MXN 19.986665
MYR 4.655771
MZN 72.882779
NAD 18.519721
NGN 1563.845572
NIO 41.96079
NOK 11.184952
NPR 173.168309
NZD 2.008354
OMR 0.438487
PAB 1.140265
PEN 3.875634
PGK 4.994641
PHP 70.203237
PKR 317.256486
PLN 4.302565
PYG 6941.850667
QAR 4.155027
RON 5.234185
RSD 117.355711
RUB 87.236748
RWF 1671.247676
SAR 4.362304
SBD 9.234112
SCR 15.060202
SDG 684.804209
SEK 11.065359
SGD 1.474969
SHP 0.851419
SLE 27.797099
SLL 23913.500012
SOS 651.734337
SRD 42.863978
STD 23603.857154
STN 24.746554
SVC 9.977608
SYP 126.050161
SZL 18.55425
THB 38.122807
TJS 10.541559
TMT 4.002784
TND 3.364183
TOP 2.745796
TRY 53.43082
TTD 7.738653
TWD 36.664697
TZS 2993.532442
UAH 50.743767
UGX 4173.487292
USD 1.140394
UYU 45.893401
UZS 13724.644552
VES 768.724723
VND 29983.243875
VUV 137.012776
WST 3.156359
XAF 654.152498
XAG 0.01908
XAU 0.000278
XCD 3.081972
XCG 2.054931
XDR 0.813318
XOF 652.305415
XPF 119.331742
YER 270.330294
ZAR 18.613696
ZMK 10264.922001
ZMW 21.00923
ZWL 367.206462
  • EUR/USD

    0.0007

    1.1416

    +0.06%

  • Euro STOXX 50

    -78.1500

    6319.86

    -1.24%

  • TecDAX

    -79.6800

    3832.85

    -2.08%

  • MDAX

    -664.2000

    32627.04

    -2.04%

  • DAX

    -352.6400

    25465.25

    -1.38%

  • SDAX

    -391.2000

    18148.27

    -2.16%

  • Goldpreis

    -30.1000

    4127.3

    -0.73%

Nach Tanker-Beschuss: USA greifen Iran "massiv" an - Teheran droht mit Vergeltung
Nach Tanker-Beschuss: USA greifen Iran "massiv" an - Teheran droht mit Vergeltung / Foto: Zoe SIMPSON - US NAVY/AFP/Archiv

Nach Tanker-Beschuss: USA greifen Iran "massiv" an - Teheran droht mit Vergeltung

Nach dem Beschuss von drei Tankern im Bereich der Straße von Hormus hat die US-Armee nach eigenen Angaben neue "massive Angriffe" auf den Iran ausgeführt. Zudem setzte die Regierung in Washington am Dienstag die Ölsanktionen gegen den Iran wieder in Kraft. Washington macht für den Beschuss der Tanker die Führung in Teheran verantwortlich. Diese drohte mit Vergeltung für die neuen US-Angriffe.

Textgröße:

"Die iranische Aggression war ungerechtfertigt und gefährlich und stellte einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe dar", hieß es in der Centcom-Erklärung mit Blick auf den Angriff auf drei Handelsschiffe vor der Küste Omans. Der Iran werde dafür "einen hohen Preis zahlen".

Das US-Finanzministerium widerrief zudem eine Lizenz, die nach der Grundsatzeinigung zwischen beiden Ländern auf eine Waffenruhe Mitte Juni den Handel mit iranischem Erdöl vorläufig erlaubt hatte. Diese Sanktionslockerung sei aber "vollständig leistungsabhängig", sagte ein US-Beamter. Der Iran werde die Vorteile nur bei "gutem Verhalten" sehen.

Die neuen US-Angriffe galten offenbar vor allem Zielen an der Straße von Hormus. Iranische Medien berichteten von mehreren heftigen Explosionen in der Region. Unter anderem seien sechs Explosionen auf der Insel Qeshm zu hören gewesen und sieben in der Stadt Sirik, berichtete der Sender Irib. Zudem habe es Explosionen in der wichtigen Hafenstadt Bandar Abbas gegeben.

Die Führung in Teheran drohte unmittelbar nach den neuen Angriffen mit Vergeltung. "Der Iran spricht eine ernste Warnung vor den Folgen des Vertragsbruchs durch die USA aus", hieß es in einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums. Der Iran werde "entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine Interessen und seine nationale Sicherheit zu schützen".

Trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg waren in der Nacht zum Dienstag und am Dienstag im Bereich der Straße von Hormus drei Tanker kurz hintereinander angegriffen worden. Ein "unbekanntes Projektil" habe einen Öltanker getroffen und einen Brand ausgelöst, teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Wenig später seien zwei weitere Schiffe angegriffen worden.

Eines der Schiffe war ein Flüssigerdgas-Tanker aus Katar. Auch der Golfstaat machte Teheran verantwortlich und bestellte aus Protest gegen den "inakzeptablen" Angriff den stellvertretenden iranischen Botschafter ein. Teheran sei aufgefordert worden, "unverzüglich alle Handlungen einzustellen, die die regionale Sicherheit untergraben", erklärte das Außenministerium in Doha.

Die jüngsten Angriffe schürten erneut die Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt in der für den Welthandel bedeutenden Straße von Hormus. Im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieges hatte Teheran die Meerenge de facto für die Schifffahrt geschlossen, Schiffe wurden beschossen. Die USA blockierten ihrerseits iranische Häfen.

Seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder begonnen. Die genauen Regelungen zu der Meerenge sind einer der Streitpunkte zwischen Washington und Teheran für ein endgültiges Ende des Krieges.

Der Iran beharrt darauf, dass es keine Rückkehr zu den Regelungen vor dem Krieg geben werde, als die Meerenge ungehindert und kostenlos passiert werden konnte. Zudem hat Teheran Schiffe davor gewarnt, Routen außerhalb eines bestimmten Korridors entlang seiner Küste zu nutzen. Der Oman hatte einen vorübergehenden Korridor entlang seiner Küste vorgeschlagen, was Teheran ablehnte.

Weiterer Streitpunkt bei den andauernden Verhandlungen für ein endgültiges Ende des Krieges sind die gegen den Iran verhängten Wirtschaftssanktionen, deren Aufhebung Teheran fordert. Im Zuge des Waffenruhe-Abkommens hatte Washington eine Ausnahmeregel für die eigentlich geltenden Ölsanktionen gegen Teheran erlassen. Demnach sollte der Iran zumindest bis zum 21. August wieder Rohöl und verwandte Produkte fördern sowie ins Ausland verkaufen und liefern können. Diese Ausnahmeregel nahm das US-Finanzministerium nun wieder zurück.

An den Märkten sorgten die neuen Spannungen zwischen Washington und Teheran sofort für Nervosität: Der Ölpreis stieg zu Handelsbeginn in Asien um mehr als 2,5 Prozent.

(F.Schuster--BBZ)