Berliner Boersenzeitung - Cyberangriffe: EU und Großbritannien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland

EUR -
AED 4.19556
AFN 74.257528
ALL 93.725467
AMD 418.690407
ANG 2.044887
AOA 1047.604459
ARS 1699.372907
AUD 1.645578
AWG 2.056367
AZN 1.941316
BAM 1.955297
BBD 2.302677
BDT 140.932494
BGN 1.955156
BHD 0.431083
BIF 3412.57688
BMD 1.142426
BND 1.4769
BOB 7.909967
BRL 5.841337
BSD 1.143291
BTN 109.258923
BWP 15.494876
BYN 3.260818
BYR 22391.548971
BZD 2.299278
CAD 1.614893
CDF 2579.598171
CHF 0.925211
CLF 0.026908
CLP 1059.006222
CNY 7.742164
CNH 7.746659
COP 3702.831047
CRC 520.759132
CUC 1.142426
CUP 30.274288
CVE 110.233252
CZK 24.262101
DJF 203.58582
DKK 7.474939
DOP 67.242399
DZD 152.116564
EGP 57.426896
ERN 17.13639
ETB 183.773288
FJD 2.550181
FKP 0.853004
GBP 0.853204
GEL 3.021653
GGP 0.853004
GHS 13.147731
GIP 0.853004
GMD 83.965062
GNF 10027.331442
GTQ 8.726678
GYD 239.1574
HKD 8.955037
HNL 30.609988
HRK 7.531785
HTG 149.619527
HUF 356.868743
IDR 20614.790985
ILS 3.457439
IMP 0.853004
INR 109.312346
IQD 1497.707972
IRR 1570550.099447
ISK 143.385546
JEP 0.853004
JMD 181.733226
JOD 0.809992
JPY 185.228401
KES 147.600082
KGS 99.905435
KHR 4623.85041
KMF 493.528346
KPW 1028.183212
KRW 1706.97837
KWD 0.353855
KYD 0.952746
KZT 541.17361
LAK 25781.0261
LBP 102380.545957
LKR 384.051155
LRD 207.505685
LSL 18.688826
LTL 3.373286
LVL 0.691042
LYD 7.337112
MAD 10.636862
MDL 20.06466
MGA 4862.684619
MKD 61.61485
MMK 2398.581628
MNT 4094.924611
MOP 9.230444
MRU 45.547878
MUR 53.991387
MVR 17.650358
MWK 1982.472408
MXN 19.978191
MYR 4.650839
MZN 72.997791
NAD 18.688908
NGN 1578.113128
NIO 42.068804
NOK 11.161273
NPR 174.816007
NZD 1.977008
OMR 0.439255
PAB 1.143291
PEN 3.897063
PGK 5.030551
PHP 70.338592
PKR 317.742821
PLN 4.323905
PYG 6942.182871
QAR 4.168536
RON 5.23322
RSD 117.339706
RUB 87.568495
RWF 1684.551693
SAR 4.295138
SBD 9.19491
SCR 15.293249
SDG 686.025388
SEK 11.026524
SGD 1.476546
SHP 0.852936
SLE 27.817986
SLL 23956.102653
SOS 653.32899
SRD 42.967215
STD 23645.910987
STN 24.493374
SVC 10.003119
SYP 126.274739
SZL 18.692943
THB 38.136482
TJS 10.575232
TMT 3.998491
TND 3.382215
TOP 2.750688
TRY 53.688993
TTD 7.773897
TWD 36.674184
TZS 3005.714685
UAH 51.130874
UGX 4218.858777
USD 1.142426
UYU 45.996752
UZS 13819.322285
VES 809.758834
VND 29994.393788
VUV 137.070823
WST 3.154127
XAF 655.779608
XAG 0.019537
XAU 0.000282
XCD 3.087463
XCG 2.060443
XDR 0.817934
XOF 655.768131
XPF 119.331742
YER 270.840652
ZAR 18.692437
ZMK 10283.204091
ZMW 20.550441
ZWL 367.860696
  • DAX

    21.8000

    25088.89

    +0.09%

  • SDAX

    159.4000

    18287.63

    +0.87%

  • Euro STOXX 50

    -2.2800

    6267.69

    -0.04%

  • Goldpreis

    -57.0000

    4056.7

    -1.41%

  • TecDAX

    16.0500

    3854.47

    +0.42%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1418

    -0.01%

  • MDAX

    52.1700

    31971.62

    +0.16%

Cyberangriffe: EU und Großbritannien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland
Cyberangriffe: EU und Großbritannien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Cyberangriffe: EU und Großbritannien verhängen weitere Sanktionen gegen Russland

Die EU und Großbritannien haben wegen einer Reihe von Cyberangriffen miteinander abgestimmte neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Die EU setzte am Montag neun Menschen und vier Einrichtungen auf ihre Sanktionsliste, Großbritannien 24 Personen und Einrichtungen. Betroffen sind unter anderem hochrangige Mitarbeiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU und mutmaßliche Cyberkriminelle, die mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten. In Berlin bestellte das Auswärtige Amt den russischen Botschafter wegen der Cyberangriffe ein.

Textgröße:

Nach Angaben aus Brüssel und London handelt es sich um das erste gemeinsame Sanktionspaket von EU und Großbritannien speziell wegen Cyberangriffen. Die Maßnahmen umfassen Vermögenssperren und Einreiseverbote. Unter den Betroffenen ist auch eine Gruppe, die sich zu Destabilisierungsaktionen gegen die Olympischen Spiele 2024 in Paris bekannt hatte.

Erstmals machten EU und Großbritannien gemeinsam das 16. Zentrum des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB für einen versuchten Angriff auf wichtige Infrastruktur in Polen verantwortlich. Der unter anderem gegen das polnische Stromnetz gerichtete Angriff sei gescheitert, hätte nach britischen Angaben aber mitten im Winter bis zu 500.000 Menschen von der Stromversorgung abschneiden können.

Nach EU-Angaben richtet sich die seit Jahren laufende russische Kampagne aus Cyberangriffen auch gegen Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Finnland, Rumänien, die Slowakei und Zypern. Das Auswärtige Amt in Berlin bestellte deswegen am Montag den russischen Botschafter Sergej Netschajew ein. Cyberangriffe gegen Deutschland, Partner in der EU und die Ukraine seien "inakzeptabel" und würden "entschlossen" beantwortet, erklärte das Ministerium.

Auch Frankreich will den russischen Botschafter in den kommenden Tagen einbestellen. Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte, die Angriffe hätten sich gegen Ministerien, Unternehmen und Betreiber gerichtet. Ziel der Attacken sei es gewesen, "entweder Informationen abzugreifen oder den Betrieb zu sabotieren". Als Beispiel nannte Barrot Eisenbahninfrastruktur in Polen.

Frankreich habe seine Abwehr erheblich verstärkt und verfüge nun mit der Behörde gegen digitale Einflussnahme Viginum und der nationalen Cybersicherheitsbehörde Anssi über "eines der am weitesten entwickelten Systeme in Europa und weltweit", sagte Barrot. Damit könne Frankreich auch Desinformationskampagnen erkennen, die etwa Wahlen beeinträchtigen sollten.

Zu den Russland zugeschriebenen Angriffsmethoden gehört Turla. So wird ein Bündel von Werkzeugen und Vorgehensweisen bezeichnet, das seit 2004 für langfristige und möglichst unauffällige Spionage eingesetzt wird. Fachleute ordnen Turla dem FSB zu. Anders als das mit spektakulären Sabotageakten verbundene GRU-Instrument Sandworm zielt Turla vor allem darauf ab, dauerhaft in Regierungsnetze einzudringen und Informationen abzuschöpfen.

Turla-Angriffe wurden nach Angaben französischer Behörden in rund 50 Ländern festgestellt. In Frankreich waren unter anderem E-Mail-Konten des Verteidigungsministeriums, das Netz der französischen Botschaft in Moskau und 2025 ein Forschungsinstitut mit Verbindungen zur Rüstungsindustrie betroffen. Die gegen Frankreich eingesetzten Teams gehören demnach zur Einheit 61240 des 16. FSB-Zentrums nahe Sankt Petersburg.

Parallel dazu verhandelten die EU-Außenminister am Montag in Brüssel über ein 21. Sanktionspaket gegen Russland wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sich zuversichtlich, dass noch in dieser Woche eine Einigung gelingt. Besonders wichtig sei ein Ölpreisdeckel. Dieser sei "ein sehr wirkungsvolles Instrument", das Moskau deutlich mache, "wo wir stehen".

(U.Gruber--BBZ)