Berliner Boersenzeitung - Kritik aus SPD an von Prien geplanter Neuausrichtung von "Demokratie leben!"

EUR -
AED 4.176161
AFN 75.615328
ALL 93.661556
AMD 415.996244
AOA 1042.633417
ARS 1701.483142
AUD 1.627547
AWG 2.046608
AZN 1.937421
BAM 1.952965
BBD 2.289376
BDT 140.206456
BHD 0.428833
BIF 3388.272995
BMD 1.137004
BND 1.467244
BOB 12.622509
BRL 5.778375
BSD 1.13665
BTN 109.702293
BWP 15.700792
BYN 3.260281
BYR 22285.28547
BZD 2.286041
CAD 1.602983
CDF 2569.630267
CHF 0.930415
CLF 0.027369
CLP 1077.334822
CNY 7.699912
CNH 7.69918
COP 3668.374019
CRC 517.23773
CUC 1.137004
CUP 30.130616
CVE 110.715846
CZK 24.133718
DJF 202.068862
DKK 7.476435
DOP 66.192741
DZD 151.609249
EGP 58.385861
ERN 17.055065
ETB 183.461261
FJD 2.559743
FKP 0.854255
GBP 0.853225
GEL 2.984682
GGP 0.854255
GHS 13.218636
GIP 0.854255
GMD 84.138727
GNF 9972.785202
GTQ 8.671183
GYD 237.798503
HKD 8.9169
HNL 30.444401
HRK 7.534591
HTG 148.61164
HUF 361.40082
IDR 20380.803166
ILS 3.463714
IMP 0.854255
INR 109.57884
IQD 1489.018682
IRR 1563693.672596
ISK 143.012847
JEP 0.854255
JMD 180.288268
JOD 0.806181
JPY 186.257805
KES 147.174282
KGS 99.431468
KHR 4596.206214
KMF 492.323286
KRW 1660.413384
KWD 0.352563
KYD 0.9472
KZT 540.438292
LAK 25737.183479
LBP 101785.243471
LKR 381.975469
LRD 205.725911
LSL 19.197923
LTL 3.357279
LVL 0.687763
LYD 7.273569
MAD 10.644547
MDL 20.089305
MGA 5036.599553
MKD 61.481016
MMK 2387.960275
MNT 4087.209292
MOP 9.181129
MRU 45.365542
MUR 53.917177
MVR 17.567147
MWK 1970.886775
MXN 19.869453
MYR 4.651944
MZN 72.626198
NAD 19.198176
NGN 1554.069359
NIO 41.829275
NOK 10.897215
NPR 175.523098
NZD 1.963521
OMR 0.437173
PAB 1.13663
PEN 3.868184
PGK 5.084752
PHP 70.15738
PKR 315.732937
PLN 4.31649
PYG 6872.053757
QAR 4.132274
RON 5.232044
RSD 117.446909
RUB 88.287233
RWF 1674.824393
SAR 4.277031
SBD 9.188252
SCR 15.191218
SDG 682.775298
SEK 11.046457
SGD 1.467396
SLE 27.600824
SOS 649.545601
SRD 42.970242
STD 23533.694664
STN 24.464162
SVC 9.945824
SZL 19.195626
THB 38.283356
TJS 10.485301
TMT 3.979515
TND 3.369109
TRY 53.831248
TTD 7.722687
TWD 36.764017
TZS 3004.531792
UAH 50.940791
UGX 4284.779597
USD 1.137004
UYU 45.645741
UZS 13755.848554
VES 842.806079
VND 29933.913805
VUV 134.719604
WST 3.12188
XAF 654.988842
XAG 0.019415
XAU 0.00028
XCD 3.072812
XCG 2.048526
XDR 0.815147
XOF 655.023357
XPF 119.331742
YER 270.724819
ZAR 19.121463
ZMK 10234.407727
ZMW 21.056062
ZWL 366.11494
  • Euro STOXX 50

    70.7700

    6280.94

    +1.13%

  • SDAX

    130.6600

    18229.28

    +0.72%

  • Goldpreis

    18.7000

    4068.9

    +0.46%

  • TecDAX

    68.5200

    3769.97

    +1.82%

  • DAX

    335.8800

    25099

    +1.34%

  • MDAX

    291.8100

    31965.53

    +0.91%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1373

    -0.08%

Kritik aus SPD an von Prien geplanter Neuausrichtung von "Demokratie leben!"
Kritik aus SPD an von Prien geplanter Neuausrichtung von "Demokratie leben!" / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Kritik aus SPD an von Prien geplanter Neuausrichtung von "Demokratie leben!"

Die von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) angekündigte Neuausrichtung des Bundesprogramms "Demokratie leben!" stößt beim Koalitionspartner SPD auf Ablehnung. Dies sende "das falsche Signal", erklärte die SPD-Familienpolitikerin Jasmina Hostert am Freitag in Berlin. "Wer Fördergelder in erheblichem Umfang von der engagierten Zivilgesellschaft auf die vermeintlich 'stille Mitte' umlenken will, riskiert Fehlinvestitionen zulasten der Demokratie", warnte sie.

Textgröße:

Hostert wies darauf hin, dass mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" seit Jahren zivilgesellschaftliches Engagement gefördert und demokratische Teilhabe gestärkt werde. Dies unterstütze die Arbeit gegen Extremismus und gesellschaftliche Spaltung. "Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung braucht es starke lokale Initiativen, Vereine, Bildungsprojekte und demokratische Netzwerke", betonte Hostert. Das Programm sei ein zentraler Baustein dieser Arbeit.

"Wir halten es für falsch, den Eindruck zu erwecken, gesellschaftliche Vielfalt sei kein eigenständiger demokratischer Wert mehr", wandte sich Hostert zudem gegen diesbezügliche Äußerungen Priens. Demokratie lebe von der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen und vom Respekt gegenüber unterschiedlichen Lebensrealitäten. "Es geht darum, Vielfalt, Teilhabe und Extremismusprävention miteinander zu verbinden, statt diese Bereiche gegeneinander auszuspielen."

Auch in Zeiten angespannter Haushalte sei es wichtig, zivilgesellschaftlichen Initiativen Planungssicherheit zu geben und demokratisches Engagement nachhaltig zu stärken. "Gerade Projekte der Demokratieförderung, der Vielfaltsgestaltung, der politischen Bildung und der Präventionsarbeit leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt", stellte Hostert klar.

Prien hat angekündigt, sie wolle Projekte, bei denen "Vielfalt" als eigenständiges Förderziel gegolten habe, nicht weiterführen. "Vielfalt allein" sei aus ihrer Sicht "kein ausreichendes Förderziel", sagte sie der "Zeit".

Das 2015 gestartete Bundesprogramm "Demokratie leben!" verfolgt das Ziel, zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken und für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander zu sorgen. Teil des Auftrags ist auch die Arbeit gegen Radikalisierung und Polarisierung in der Gesellschaft.

Statt Nichtregierungsorganisationen, die sich speziell der Demokratieförderung widmen, will Prien aber künftig verstärkt andere Institutionen einbinden, etwa Schulen und Berufsschulen, freiwillige Feuerwehren, Sportvereine oder Gruppen wie die Landjugend und Bibliotheken. Ihre Ankündigungen waren auf teils scharfe Kritik gestoßen.

Aus der CDU/CSU wurde "Demokratie leben" wiederholt vorgeworfen, zu viele "linke" Organisationen zu fördern. Prien sagte der "Zeit", es sei zum Beispiel nicht die Aufgabe des Programms, "eine bestimmte Position in der Flüchtlingspolitik zu vertreten".

Von den Streichungen betroffen wären neben zahlreichen örtlichen Initiativen voraussichtlich auch die Amadeu Antonio Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Verein HateAid, das Medienunternehmen Correctiv, aber auch der Zentralrat der Juden und die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung.

(A.Berg--BBZ)