Berliner Boersenzeitung - Regierung will bei Klimaschutz vorerst nicht nachsteuern - Kritik der Grünen

EUR -
AED 4.231187
AFN 75.465623
ALL 93.264739
AMD 422.166717
AOA 1057.65216
ARS 1727.905463
AUD 1.640039
AWG 2.073829
AZN 1.963683
BAM 1.956109
BBD 2.324867
BDT 142.88258
BHD 0.435269
BIF 3449.795471
BMD 1.152127
BND 1.48007
BOB 13.961146
BRL 5.903154
BSD 1.154282
BTN 109.850883
BWP 15.611467
BYN 3.41754
BYR 22581.690677
BZD 2.321467
CAD 1.615317
CDF 2603.806986
CHF 0.936264
CLF 0.026724
CLP 1055.210169
CNY 7.775763
CNH 7.773194
COP 3641.136324
CRC 525.082981
CUC 1.152127
CUP 30.531367
CVE 110.279556
CZK 24.248834
DJF 205.552484
DKK 7.475686
DOP 67.260629
DZD 153.094981
EGP 57.25311
ERN 17.281906
ETB 186.307243
FJD 2.552999
FKP 0.855822
GBP 0.856474
GEL 3.01278
GGP 0.855822
GHS 13.567791
GIP 0.855822
GMD 85.257004
GNF 10136.986094
GTQ 8.807392
GYD 241.487115
HKD 9.038495
HNL 30.937889
HRK 7.53374
HTG 150.917301
HUF 365.417829
IDR 20663.399096
ILS 3.465254
IMP 0.855822
INR 109.88556
IQD 1512.132406
IRR 1584001.909458
ISK 142.401223
JEP 0.855822
JMD 182.968915
JOD 0.81682
JPY 182.476764
KES 149.050765
KGS 100.753239
KHR 4682.906821
KMF 491.958449
KRW 1636.527559
KWD 0.356756
KYD 0.961952
KZT 540.905481
LAK 26081.121706
LBP 103366.035355
LKR 387.731275
LRD 208.352023
LSL 18.827475
LTL 3.401932
LVL 0.69691
LYD 7.358163
MAD 10.769655
MDL 20.084174
MGA 4962.784289
MKD 61.534725
MMK 2418.826093
MNT 4142.864879
MOP 9.326933
MRU 46.275313
MUR 54.081038
MVR 17.811217
MWK 2001.516308
MXN 19.820025
MYR 4.714616
MZN 73.622813
NAD 18.827475
NGN 1572.27322
NIO 42.474869
NOK 10.995958
NPR 175.761776
NZD 1.964521
OMR 0.442988
PAB 1.154277
PEN 3.901717
PGK 5.099806
PHP 70.29585
PKR 320.457643
PLN 4.303828
PYG 6866.085075
QAR 4.21932
RON 5.255425
RSD 117.319946
RUB 95.630302
RWF 1695.667973
SAR 4.324335
SBD 9.295762
SCR 16.728727
SDG 691.847008
SEK 10.966931
SGD 1.477952
SLE 28.338716
SOS 659.704256
SRD 43.627022
STD 23846.704324
STN 24.503872
SVC 10.099596
SZL 18.811973
THB 38.186089
TJS 10.648237
TMT 4.038205
TND 3.385417
TRY 54.945057
TTD 7.815235
TWD 37.132483
TZS 3058.895077
UAH 51.685868
UGX 4299.660833
USD 1.152127
UYU 46.487145
UZS 13756.114236
VES 868.947202
VND 30205.891598
VUV 137.499774
WST 3.144404
XAF 656.06068
XAG 0.018516
XAU 0.000271
XCD 3.113681
XCG 2.080329
XDR 0.815929
XOF 656.06068
XPF 119.331742
YER 272.881349
ZAR 18.850298
ZMK 10370.523502
ZMW 21.960471
ZWL 370.984448
  • Goldpreis

    25.3000

    4324.9

    +0.58%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1527

    +0.02%

  • SDAX

    10.9000

    18564.81

    +0.06%

  • TecDAX

    54.2600

    4000.99

    +1.36%

  • DAX

    13.8300

    26140.13

    +0.05%

  • Euro STOXX 50

    25.5800

    6502.56

    +0.39%

  • MDAX

    4.7900

    32431.12

    +0.01%

Regierung will bei Klimaschutz vorerst nicht nachsteuern - Kritik der Grünen
Regierung will bei Klimaschutz vorerst nicht nachsteuern - Kritik der Grünen / Foto: Olivier MORIN - AFP/Archiv

Regierung will bei Klimaschutz vorerst nicht nachsteuern - Kritik der Grünen

Die Bundesregierung sieht trotz des drohenden Verfehlens von Klimazielen für 2030 vor allem in den Bereichen Verkehr und Gebäude derzeit keinen Anlass, die von ihr vorgesehenen Klimaschutzmaßnahmen nachzuschärfen. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Die Grünen kritisierten das scharf und warfen der Regierung vor, zentrale klimapolitische Instrumente sogar abzuschwächen.

Textgröße:

"Europa brennt, in Deutschland sterben 10.000 Menschen an Hitzefolgen und der Klima-Expertenrat warnt unmissverständlich, dass die Merz-Regierung unsere Klimaziele reißt", sagte die Grünen-Klimaexpertin Lisa Badum AFP. Drei Monate nach diesen Warnungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler "prüft und berät" Schwarz-Rot immer noch, anstatt ihr unzureichendes Maßnahmenpaket endlich grundlegend zu überarbeiten, kritisierte Badum weiter. "Was gibt es da zu überlegen? Klimaschutz ist überlebenswichtig."

Die Grünen verweisen in ihrer Anfrage auf die Analyse des unabhängigen Expertenrats für Klimafragen vom Mai. Darin bewerteten die Fachleute das von der Regierung im März beschlossene Klimaschutzprogramm als ungenügend. Selbst bei einer vollständigen Umsetzung des Programms könne "keines der gesetzlichen Ziele bis 2040 erreicht werden", hieß es damals. In den großen Bereichen Verkehr und Gebäude dürften demnach bereits die Klimaziele für 2030 verfehlt werden.

Die Bundesregierung bekräftigte hingegen in der Antwort auf die Grünen-Anfrage ihre Auffassung, dass die noch bestehende Lücke von 25 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten "in 2030 mit dem neuen Klimaschutzprogramm im Einklang mit den Vorgaben des Klimaschutzgesetzes geschlossen werden kann". Die darin enthaltenen Ziele wurden von der Regierung bekräftigt. Zu den negativeren Prognosen des Expertenrats hieß es, die Ergebnisse dieses Prüfberichts würden von der Regierung "geprüft und beraten".

Weiter hieß es in der Antwort, unter Berücksichtigung des Prüfberichts "geht es für die Bundesregierung nun darum, die beschlossenen Maßnahmen des Klimaschutzprogramms 2026 umzusetzen". Diese Maßnahmen würden "fortlaufend im Rahmen verschiedener Monitorings überprüft".

Die Grünen fragten auch, ob die Abschwächung von Klimavorgaben im Gebäudebereich durch den Wegfall der 65-Prozent-Vorgabe für den Anteil erneuerbarer Energien bei neu eingebauten Heizungen sowie die Aufweichung von Vorgaben für CO2-Emissionen bei Neufahrzeugen mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Verwiesen wurde auf das Verschlechterungsverbot im Klimaschutz, dass sich auf Artikel 20a ableite. Weiter gefragt wurde nach Rückstellungen der Regierung für einen notwendigen Ankauf von Emissionsrechten aus anderen EU-Staaten.

Die Regierung teilte dazu mit, das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sei aus ihrer Sicht verfassungskonform. Zu den Regelungen im Verkehrsbereich wurde auf noch laufende Beratungen auf EU-Ebene verwiesen. Vor deren Abschluss wolle man sich dazu nicht äußern. Zu den Rückstellungen hieß es, Ziel sei das Erreichen der EU-Zielvorgaben. Über eine Vorsorge im Haushalt werde dann zu entscheiden sein, wenn nach den im März 2027 vorzulegenden Projektionsdaten eine Zielverfehlung zu erwarten sei.

Der Expertenrat hatte in seinem Prüfbericht Zweifel an den Berechnungen der Regierung geäußert. Das Gremium untersucht jährlich die zuvor vom Umweltbundesamt (UBA) erstellten Emissionsdaten und die Vorhersage bis 2030. Dabei prüft der Rat, ob die Summe der Jahresemissions-Gesamtmenge in den Jahren 2021 bis 2030 überschritten wird. Stellt der Expertenrat in zwei aufeinander folgenden Jahren eine Überschreitung fest, ist die Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, noch im selben Jahr zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen zu beschließen. Dies wäre der Fall, wenn das Gremium 2027 erneut eine Zielverfehlung vorhersagt.

Das Klimaschutzgesetz schreibt vor, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu verringern. Bis 2040 muss eine Verringerung um 88 Prozent erreicht sein, bis 2045 dann Treibhausgasneutralität.

(A.Berg--BBZ)