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Bei den seit Mitte September anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind am Montag mindestens acht Schulbeschäftigte verletzt worden. Die Zahl der blockierten Schulen habe jedoch weiter abgenommen, teilte das Bildungsministerium am Montag in Paris mit. Knapp 97 Prozent der Lycées genannten Oberschulen seien geöffnet.
Der Fall eines 14-Jährigen, der in einer Schule im südfranzösischen Aubagne mit einer Schrotflinte um sich geschossen und zwei Erwachsene verletzt hat, steht nach ersten Erkenntnissen nicht im Zusammenhang mit den Schülerprotesten. Sein Motiv blieb zunächst unklar. Er hatte das Jagdgewehr in einem Gitarrenkoffer in die Schule gebracht und damit den Schuldirektor und eine Lehrerin verletzt.
Schulblockaden gab es unter anderem in Paris, Bordeaux, Toulouse und Lyon. In Reims wurden zwei Schulmitarbeiter durch Böller verletzt. In Paris beteiligte sich auch die katholische Eliteschule Stanislas an den Protesten. Für Dienstag haben mehrere Gewerkschaften erneut zu einem Aktionstag aufgerufen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron appellierte an die Schülerinnen und Schüler, ihre Anliegen in Ruhe vorzutragen und dabei Menschen zu respektieren und nichts zu beschädigen. Die Forderungen seien Themen, "die Zeit und Beratungen erfordern", sagte er am Montag.
Oberschüler blockieren seit dem 17. September landesweit den Zugang zu zahlreichen Schulen, um für bessere Lernbedingungen zu demonstrieren. Konkret fordern sie unter anderem mehr Lehrer, kleinere Klassen, kürzere Schultage und eine bessere Ausstattung der Schulen. Zugleich bricht sich eine allgemeine Wut angesichts von hohem Druck, Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und fehlenden Perspektiven Bahn. Auf dem bisherigen Höhepunkt der Proteste am vergangenen Dienstag hatten sich bis zu 450.000 Menschen an Protestaktionen beteiligt.
(K.Lüdke--BBZ)