Berliner Boersenzeitung - Nach Wende beim Elterngeld: Forderung nach mehr Anreizen für Gleichberechtigung

EUR -
AED 4.095701
AFN 72.480008
ALL 90.882712
AMD 401.805034
ANG 1.995737
AOA 1023.635334
ARS 1721.721299
AUD 1.622157
AWG 2.007127
AZN 1.900047
BAM 1.951697
BBD 2.245579
BDT 138.86805
BGN 1.948955
BHD 0.420772
BIF 3356.362879
BMD 1.115071
BND 1.428792
BOB 13.374482
BRL 6.138357
BSD 1.114956
BTN 104.659009
BWP 15.359741
BYN 3.339105
BYR 21855.38619
BZD 2.242466
CAD 1.573756
CDF 2586.964483
CHF 0.914881
CLF 0.027698
CLP 1090.127033
CNY 7.444774
CNH 7.440667
COP 3625.685911
CRC 505.646021
CUC 1.115071
CUP 26.76054
CVE 110.842372
CZK 24.346956
DJF 198.170808
DKK 7.480457
DOP 67.740985
DZD 152.081196
EGP 59.957114
ERN 16.726061
ETB 179.75372
FJD 2.514764
FKP 0.833961
GBP 0.834821
GEL 2.893653
GGP 0.833961
GHS 13.029646
GIP 0.833961
GMD 83.077063
GNF 9876.743229
GTQ 8.520088
GYD 233.749058
HKD 8.744552
HNL 30.190584
HRK 7.547925
HTG 146.132606
HUF 363.51345
IDR 20192.258205
ILS 3.552538
IMP 0.833961
INR 104.869336
IQD 1688.217076
IRR 2108992.359359
ISK 136.919964
JEP 0.833961
JMD 176.947992
JOD 0.790629
JPY 176.744329
KES 144.903869
KGS 97.510486
KHR 4549.488945
KMF 492.86165
KPW 1003.563608
KRW 1520.737678
KWD 0.346765
KYD 0.929309
KZT 499.776184
LAK 25094.667032
LBP 99854.583719
LKR 370.763872
LRD 189.90075
LSL 18.465996
LTL 3.292514
LVL 0.674496
LYD 7.170329
MAD 10.880307
MDL 19.93044
MGA 5123.750363
MKD 61.556144
MMK 2341.311039
MNT 4015.078679
MOP 9.000882
MRU 44.882019
MUR 52.442198
MVR 17.176258
MWK 1936.878232
MXN 20.768572
MYR 4.528864
MZN 71.257178
NAD 18.465992
NGN 1502.23485
NIO 40.823159
NOK 10.548462
NPR 167.454215
NZD 2.010586
OMR 0.428348
PAB 1.115031
PEN 3.838635
PGK 5.008941
PHP 70.369926
PKR 308.456482
PLN 4.399568
PYG 6968.50605
QAR 4.062245
RON 5.343646
RSD 117.7359
RUB 91.352798
RWF 1644.729318
SAR 4.18675
SBD 8.974739
SCR 15.631155
SDG 670.719139
SEK 11.033072
SGD 1.430194
SHP 0.835103
SLE 25.591287
SLL 23382.48045
SOS 637.267002
SRD 41.908265
STD 23079.712667
STN 24.8382
SVC 9.75549
SYP 14498.149201
SZL 18.465983
THB 37.411034
TJS 10.285553
TMT 3.902748
TND 3.329048
TOP 2.684822
TRY 55.9111
TTD 7.561104
TWD 36.546782
TZS 2946.578434
UAH 50.509358
UGX 4560.432794
USD 1.115071
UYU 44.855697
UZS 13380.84906
VES 999.456181
VND 28526.296796
VUV 133.25575
WST 3.108617
XAF 655.957
XAG 0.021465
XAU 0.000274244363
XCD 3.013535
XCG 2.009331
XDR 0.788413
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.853652
ZAR 18.419263
ZMK 10036.978597
ZMW 22.65679
ZWL 359.052318
SSP 6406.644798
MXV 2.336546
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Nach Wende beim Elterngeld: Forderung nach mehr Anreizen für Gleichberechtigung
Nach Wende beim Elterngeld: Forderung nach mehr Anreizen für Gleichberechtigung / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

Nach Wende beim Elterngeld: Forderung nach mehr Anreizen für Gleichberechtigung

Nach der Kehrtwende des Familienministeriums bei der Elterngeldreform dringen der Koalitionspartner SPD und der Paritätische Gesamtverband auf weitergehende Änderungen für noch mehr elterliche Gleichberechtigung. Der Paritätische begrüßte am Donnerstag, dass die geplante Kürzung des Basiselterngeldes von 14 auf zwölf Monate "vom Tisch" sei und es bei den Erhöhungen der Mindest- und Höchstbeträge bleibe. Zugleich bleibe ein gleichberechtigter Familienstart das Ziel - ähnlich äußerte sich auch die SPD.

Textgröße:

Am Mittwoch war aus dem Familienministerium bekannt geworden, dass im Zuge der Elterngeldreform die maximale Bezugsdauer doch nicht auf zwölf Monate verkürzt werden soll. Neu aufgeteilt wird aber der Bezug für die einzelnen Partner: Künftig sind je vier Monate pro Elternteil reserviert und sechs weitere Monate können flexibel unter den Eltern aufgeteilt werden.

Damit soll das Elterngeld "partnerschaftlicher" werden. Für Väter werde es "finanziell attraktiver, eine aktive Rolle in der frühen Familienphase einzunehmen", hieß es. Nur wenn die sogenannten Vätermonate - bisher sind es zwei - genommen werden, kann die Maximaldauer ausgeschöpft werden.

Bei den Bezügen soll es für die vier reservierten Elterngeldmonate künftig 80 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens geben statt wie bisher 65 Prozent. Für die restlichen Elterngeldmonate soll es allerdings nur noch 50 Prozent geben. Der Mindestbetrag für das Elterngeld soll auf 330 Euro und der Höchstbetrag auf 1900 Euro steigen. Hier bleibt Prien bei ihren Reformplänen.

Es sei "ein großer Erfolg", dass diese Beträge erstmals seit 2007 nun endlich steigen sollen, erklärte der Paritätische Gesamtverband. Außerdem rechne sich der Weg zu mehr Gleichstellung "endlich auch am Küchentisch", wenn Väter vier Monate nehmen und dafür spürbar mehr Geld bekommen.

Allerdings müsse es das Ziel bleiben, dass sich beide Eltern die Zeit nach der Geburt gleichmäßig teilen. "Bis dahin ist noch ein Stück zu gehen." Nötig sei dafür eine bezahlte Freistellung für den zweiten Elternteil in den ersten zehn Tagen nach der Geburt.

"Wir sollten die Gelegenheit nutzen und parallel zur Elterngeldreform eine Familienstartzeit einführen - also die bezahlte Freistellung von Vätern nach der Geburt für vier Wochen", sagte auch der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Felix Döring, der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag.

Zur Finanzierung schlägt er die sogenannte U2-Umlage-Kasse vor. Daraus bezahlen die Krankenkassen den Unternehmen ihre Kosten für die Entgeltfortzahlung während der Mutterschutz-Zeiten. "Das kostet den Steuerzahler keinen Cent, sorgt für mehr Gleichstellung und führt zu finanziellen Entlastungen beim Elterngeld für den Bundeshaushalt", sagte der SPD-Politiker.

Wie alle anderen Ressorts muss auch das Familienministerium zu den Sparvorgaben der Regierung beitragen. Allein beim Elterngeld, dem mit Abstand größten Posten im Etat, soll das Ministerium jährlich 500 Millionen Euro einsparen. Familienministerin Karin Prien (CDU) sagte dazu am Mittwoch der ARD, es werde auch bei dem neuen Modell "immer noch einen Einspareffekt geben". Er werde aber geringer ausfallen als beim ursprünglichen Modell.

Einsparungen könnten sich zum Beispiel dann ergeben, wenn Väter die für sie reservierten Monate gar nicht nutzen. Dies wäre dann "keine Gleichstellungspolitik, sondern Sparpolitik auf Kosten der Mütter", warnte Grünen-Fraktionsvize Misbah Khan. Gleichwohl müsse Prien nun erklären, wie die Einsparziele erreicht werden sollten.

Die Linke stört sich daran, dass die Bezüge nach den jeweils vier für die Elternteile reservierten Monaten auf nur noch 50 Prozent fallen sollen. Das aber sei für die meisten Familien "ein erheblicher Einschnitt", warnte Fraktionschefin Heidi Reichinnek. Die geplante Anhebung von Mindest- und Höchstbetrag sei zudem "lächerlich".

(A.Lehmann--BBZ)