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Olympiasieger Lukas Märtens hat nach dem Rekordrennen seines Teamkollegen Johannes Liebmann bei der Schwimm-EM in Paris scharfe Kritik an der ARD geübt. "Dass das nicht im TV übertragen wurde, ist eine absolute Schande, finde ich", sagte der Magdeburger am Donnerstag mit Blick auf den deutschen Doppel-Erfolg am Vortag durch Liebmann und Vizeweltmeister Sven Schwarz über 800 m Freistil.
"Das hat so ein Junge verdient, das hat Sven verdient, das hat einfach der ganze Schwimmsport verdient", führte Märtens weiter aus: "Dass man dann einfach zur Leichtathletik schaltet, obwohl da nicht so wirklich viel passiert ist gestern - fragwürdig für mich. Aber es ändert sich hoffentlich."
Kurz vor dem Finale, in das Liebmann und Schwarz als Favoriten gegangen waren, war im Livestream und im TV-Programm der ARD erst die Tagesschau und später die Leichtathletik-EM in Birmingham, unter anderem mit dem ersten Wettkampftag im Zehnkampf, zu sehen gewesen. Parallel dazu hatte sich der erst 19 Jahre alte Liebmann in 7:37,59 Minuten zum ersten deutschen Europameister über 800 m Freistil gekrönt und dabei seinen im April aufgestellten Europarekord um 35 Hundertstel unterboten. Dahinter hatte Schwarz Silber geholt.
Das Rennen hatte die ARD etwa eineinhalb Stunden später gezeigt und ab 21.35 Uhr mit 4,08 Millionen Zuschauenden und 21,6 Prozent Marktanteil die zweithöchste Quote an diesem Abend nach der Tagesschau (4,10 Millionen und 24,1 Prozent) verzeichnet. Dahinter reihte sich die Leichtathletik-Übertragung ab 20.15 Uhr ein (3,71 Millionen und 21,0 Prozent).
Er habe das Finale "tatsächlich leider nur im Liveticker" verfolgt, erklärte 400-m-Weltrekordler Märtens, der für den Senkrechtstarter Liebmann anerkennende Worte fand: "Das war eine grandiose Leistung."
(Y.Yildiz--BBZ)