Berliner Boersenzeitung - Weltklimakonferenz in Dubai läutet Abkehr von fossilen Energien ein

EUR -
AED 4.202809
AFN 72.097162
ALL 95.786655
AMD 431.439057
ANG 2.048573
AOA 1049.415759
ARS 1600.159384
AUD 1.631526
AWG 2.059922
AZN 1.946316
BAM 1.951454
BBD 2.304767
BDT 140.417249
BGN 1.956135
BHD 0.434931
BIF 3397.133571
BMD 1.144401
BND 1.464338
BOB 7.907388
BRL 6.100344
BSD 1.144351
BTN 105.626738
BWP 15.593269
BYN 3.385958
BYR 22430.261126
BZD 2.301374
CAD 1.568877
CDF 2582.913266
CHF 0.903665
CLF 0.026583
CLP 1049.655944
CNY 7.892473
CNH 7.896257
COP 4213.914357
CRC 538.400821
CUC 1.144401
CUP 30.326629
CVE 110.019953
CZK 24.464976
DJF 203.77613
DKK 7.471852
DOP 70.303413
DZD 152.804659
EGP 59.88872
ERN 17.166016
ETB 178.620459
FJD 2.550527
FKP 0.860334
GBP 0.863347
GEL 3.124469
GGP 0.860334
GHS 12.427321
GIP 0.860334
GMD 84.117996
GNF 10031.656512
GTQ 8.775454
GYD 239.40677
HKD 8.958085
HNL 30.290534
HRK 7.538742
HTG 150.045803
HUF 393.085178
IDR 19409.0995
ILS 3.598386
IMP 0.860334
INR 105.954202
IQD 1499.061144
IRR 1512583.514184
ISK 144.53934
JEP 0.860334
JMD 179.550088
JOD 0.811364
JPY 182.495918
KES 148.010337
KGS 100.077533
KHR 4588.779421
KMF 493.237021
KPW 1029.960907
KRW 1719.748978
KWD 0.351823
KYD 0.953576
KZT 560.21224
LAK 24520.385795
LBP 102472.163961
LKR 356.136777
LRD 209.403596
LSL 19.219393
LTL 3.379118
LVL 0.692237
LYD 7.301737
MAD 10.777695
MDL 19.962537
MGA 4751.417178
MKD 61.503014
MMK 2402.567533
MNT 4084.341362
MOP 9.224754
MRU 45.784025
MUR 53.226009
MVR 17.680917
MWK 1984.180639
MXN 20.448216
MYR 4.507221
MZN 73.138831
NAD 19.219393
NGN 1585.566919
NIO 42.106217
NOK 11.172719
NPR 169.002581
NZD 1.97261
OMR 0.440025
PAB 1.144251
PEN 3.946211
PGK 5.003855
PHP 68.194646
PKR 319.517539
PLN 4.27653
PYG 7382.556846
QAR 4.159735
RON 5.107007
RSD 117.109163
RUB 91.651288
RWF 1669.880678
SAR 4.294863
SBD 9.214394
SCR 17.472084
SDG 687.784516
SEK 10.806413
SGD 1.466619
SHP 0.858597
SLE 28.094957
SLL 23997.530791
SOS 652.845918
SRD 42.969965
STD 23686.791775
STN 24.445552
SVC 10.012699
SYP 126.484907
SZL 19.213206
THB 36.996194
TJS 10.968171
TMT 4.005404
TND 3.384162
TOP 2.755443
TRY 50.576857
TTD 7.760715
TWD 36.843533
TZS 2980.860735
UAH 50.462505
UGX 4302.417235
USD 1.144401
UYU 45.967616
UZS 13817.224924
VES 506.63165
VND 30090.881941
VUV 135.32917
WST 3.130183
XAF 654.499235
XAG 0.014083
XAU 0.000228
XCD 3.092801
XCG 2.062307
XDR 0.813987
XOF 654.499235
XPF 119.331742
YER 272.99679
ZAR 19.305382
ZMK 10300.948139
ZMW 22.273391
ZWL 368.49668
  • EUR/USD

    0.0029

    1.1452

    +0.25%

  • Goldpreis

    -34.4000

    5027.3

    -0.68%

  • Euro STOXX 50

    -32.2800

    5716.61

    -0.56%

  • DAX

    -142.4100

    23447.29

    -0.61%

  • TecDAX

    -4.9700

    3574.39

    -0.14%

  • SDAX

    -236.5700

    16784.93

    -1.41%

  • MDAX

    -423.9400

    28819.46

    -1.47%

Weltklimakonferenz in Dubai läutet Abkehr von fossilen Energien ein
Weltklimakonferenz in Dubai läutet Abkehr von fossilen Energien ein / Foto: Giuseppe CACACE - AFP

Weltklimakonferenz in Dubai läutet Abkehr von fossilen Energien ein

Die Weltklimakonferenz in Dubai hat eine weltweite Abkehr von den fossilen Energien eingeläutet. Konferenz-Präsident Sultan Ahmed al-Dschaber verkündete am Mittwoch im Konferenzplenum unter dem Applaus und Jubel der Delegierten den gemeinsamen Beschluss zu einem "Übergang" weg von fossilen Energien. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) reagierte erleichtert. Umwelt- und Entwicklungsorganisation sprachen von einem starken Signal, das allerdings nicht ausreiche zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze.

Textgröße:

"Wir haben die Grundlage für einen transformativen Wandel", sagte al-Dschaber unter dem Beifall der Delegierten, nachdem keines der fast 200 Länder Einwände gegen den zentralen Beschlusstext erhoben hatte. Das Plenum fand mit eintägiger Verspätung statt.

Nach einer zweiten Verhandlungsnacht hatte der COP-Präsident am Mittwochmorgen den überarbeiteten zentralen Beschlusstext vorgelegt. Er ruft zu einem "Übergang weg von fossilen Energieträgern in den Energiesystemen" auf und ist damit der erste Beschluss einer UN-Klimakonferenz, der die Zukunft aller fossilen Energien betrifft - neben Kohle also auch Erdöl und Erdgas.

Staaten wie die der EU konnten damit ihre Forderung, einen weltweiten Ausstieg aus allen fossilen Energien mit dem Wort "phase-out" zu verankern, nicht gegen den erbitterten Widerstand von Ölstaaten wie Saudi-Arabien durchsetzen.

Außenministerin Baerbock begrüßte den Kompromiss dennoch. Die Einigung zeige, "dass wir den Weg der Klimagerechtigkeit gemeinsam gehen", sagte sie im Plenum. Aus Delegationskreisen hieß es, der Ministerin falle "ein riesen Stein vom Herzen", dass "die Welt das Ende des fossilen Zeitalters beschlossen hat".

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wertete den Beschluss als "Beginn des post-fossilen Zeitalters". Der US-Klimagesandte John Kerry sagte im Konferenzplenum, in Zeiten der Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen habe der "Multilateralismus" eine Weichenstellung für das "Allgemeinwohl" bewerkstelligt.

Samoas Chefverhandlerin Anne Rasmussen sagte im Namen der kleinen Inseln, erreicht worden sei "ein schrittweiser Fortschritt", gebraucht werde aber ein "exponentieller Schritt zum Wandel". Saudi-Arabien äußerte hingegen im Namen der arabischen Gruppe "Dankbarkeit" für den Kompromiss.

Der Konferenzbeschluss ruft zu einer Verdreifachung der weltweiten Kapazitäten an erneuerbaren Energien bis 2030 und einer Verdopplung der Energieeffizienz im gleichen Zeitraum auf. Er enthält aber auch Verweise auf "Übergangsenergien" wie Erdgas und die umstrittenen Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2, was Umweltorganisationen als Hintertür zur Verzögerung der Energiewende kritisieren.

UN-Klimasekretär Simon Stiell rief die Weltgemeinschaft auf, den Dubaier Beschluss nun mit Leben zu erfüllen. "Jetzt müssen alle Regierungen und Unternehmen diese Zusagen ohne Aufschub in echte wirtschaftliche Praxis umsetzen", sagte er vor dem Plenum. "Das Zeitalter der fossilen Energien muss enden", mahnte auch UN-Generalsekretär António Guterres.

Umwelt- und Entwicklungsorganisationen verbanden Lob mit dem Ruf nach Nachschärfungen. Die Einigung in Dubai "markiert nach 30 Jahren Klimaaktivismus den Beginn vom Ende der Öl-, Gas- und Kohleindustrie - nicht mehr, aber auch nicht weniger", erklärte Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser. Sie hätte allerdings "verbindlicher und ohne Schlupflöcher sein können und müssen".

Das Ergebnis der Konferenz sei "durchaus ein deutliches Signal der Weltgemeinschaft, mit dem die schrittweise Abkehr von den fossilen Energien eingeläutet wird", erklärte Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig. Es gebe allerdings "auch bedenkliche Schattenseiten" wie die Betonung der Rolle von Erdgas als Übergangslösung.

"Erstmals fordert eine Weltklimakonferenz alle Staaten auf, die Wende weg von Kohle, Öl und Gas zu organisieren", betonte Christoph Bals von Germanwatch. Dies könne "ein historischer Schritt werden – aber nur, wenn in den nächsten Jahren tatsächlich weltweit ein massives Herunterfahren von Kohle, Öl und Gas erfolgt".

"Endlich benennen wir den Elefanten im Raum", erklärte Mohamed Adow von der Denkfarik Power Shift Africa mit Blick auf die bislang in COP-Beschlüssen nicht ausdrücklich benannten fossilen Energien. "Dieser Geist kehrt nie wieder in die Flasche zurück."

(B.Hartmann--BBZ)