Berliner Boersenzeitung - Copernicus: 2024 wird erstes Jahr mit über 1,5 Grad Erderwärmung

EUR -
AED 4.231187
AFN 75.465623
ALL 93.264739
AMD 422.166717
AOA 1057.65216
ARS 1727.905463
AUD 1.640039
AWG 2.073829
AZN 1.963683
BAM 1.956109
BBD 2.324867
BDT 142.88258
BHD 0.435269
BIF 3449.795471
BMD 1.152127
BND 1.48007
BOB 13.961146
BRL 5.903154
BSD 1.154282
BTN 109.850883
BWP 15.611467
BYN 3.41754
BYR 22581.690677
BZD 2.321467
CAD 1.615317
CDF 2603.806986
CHF 0.936264
CLF 0.026724
CLP 1055.210169
CNY 7.775763
CNH 7.773194
COP 3641.136324
CRC 525.082981
CUC 1.152127
CUP 30.531367
CVE 110.279556
CZK 24.248834
DJF 205.552484
DKK 7.475686
DOP 67.260629
DZD 153.094981
EGP 57.25311
ERN 17.281906
ETB 186.307243
FJD 2.552999
FKP 0.855822
GBP 0.856474
GEL 3.01278
GGP 0.855822
GHS 13.567791
GIP 0.855822
GMD 85.257004
GNF 10136.986094
GTQ 8.807392
GYD 241.487115
HKD 9.038495
HNL 30.937889
HRK 7.53374
HTG 150.917301
HUF 365.417829
IDR 20663.399096
ILS 3.465254
IMP 0.855822
INR 109.88556
IQD 1512.132406
IRR 1584001.909458
ISK 142.401223
JEP 0.855822
JMD 182.968915
JOD 0.81682
JPY 182.476764
KES 149.050765
KGS 100.753239
KHR 4682.906821
KMF 491.958449
KRW 1636.527559
KWD 0.356756
KYD 0.961952
KZT 540.905481
LAK 26081.121706
LBP 103366.035355
LKR 387.731275
LRD 208.352023
LSL 18.827475
LTL 3.401932
LVL 0.69691
LYD 7.358163
MAD 10.769655
MDL 20.084174
MGA 4962.784289
MKD 61.534725
MMK 2418.826093
MNT 4142.864879
MOP 9.326933
MRU 46.275313
MUR 54.081038
MVR 17.811217
MWK 2001.516308
MXN 19.820025
MYR 4.714616
MZN 73.622813
NAD 18.827475
NGN 1572.27322
NIO 42.474869
NOK 10.995958
NPR 175.761776
NZD 1.964521
OMR 0.442988
PAB 1.154277
PEN 3.901717
PGK 5.099806
PHP 70.29585
PKR 320.457643
PLN 4.303828
PYG 6866.085075
QAR 4.21932
RON 5.255425
RSD 117.319946
RUB 95.630302
RWF 1695.667973
SAR 4.324335
SBD 9.295762
SCR 16.728727
SDG 691.847008
SEK 10.966931
SGD 1.477952
SLE 28.338716
SOS 659.704256
SRD 43.627022
STD 23846.704324
STN 24.503872
SVC 10.099596
SZL 18.811973
THB 38.186089
TJS 10.648237
TMT 4.038205
TND 3.385417
TRY 54.945057
TTD 7.815235
TWD 37.132483
TZS 3058.895077
UAH 51.685868
UGX 4299.660833
USD 1.152127
UYU 46.487145
UZS 13756.114236
VES 868.947202
VND 30205.891598
VUV 137.499774
WST 3.144404
XAF 656.06068
XAG 0.018516
XAU 0.000271
XCD 3.113681
XCG 2.080329
XDR 0.815929
XOF 656.06068
XPF 119.331742
YER 272.881349
ZAR 18.850298
ZMK 10370.523502
ZMW 21.960471
ZWL 370.984448
  • Goldpreis

    25.3000

    4324.9

    +0.58%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1527

    +0.02%

  • SDAX

    10.9000

    18564.81

    +0.06%

  • TecDAX

    54.2600

    4000.99

    +1.36%

  • DAX

    13.8300

    26140.13

    +0.05%

  • Euro STOXX 50

    25.5800

    6502.56

    +0.39%

  • MDAX

    4.7900

    32431.12

    +0.01%

Copernicus: 2024 wird erstes Jahr mit über 1,5 Grad Erderwärmung
Copernicus: 2024 wird erstes Jahr mit über 1,5 Grad Erderwärmung / Foto: DAVID SWANSON - AFP/Archiv

Copernicus: 2024 wird erstes Jahr mit über 1,5 Grad Erderwärmung

2024 wird nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus das erste Jahr, in dem die Erderwärmung die Schwelle von 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter überschreitet. Zudem sei "faktisch sicher, dass 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wird", teilte Copernicus am Montag mit. 2023 lag die globale Durchschnittstemperatur noch um 1,48 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt.

Textgröße:

Der November stellte zudem einen neuen Hitzerekord auf. Die Durchschnittstemperatur im vergangenen Monat lag laut Copernicus um 1,62 Grad höher als das November-Mittel im vorindustriellen Zeitalter. Innerhalb der vergangenen 17 Monate waren 16 Monate im Durchschnitt 1,5 Grad wärmer als die jeweilige Durchschnittstemperatur im Zeitraum von 1850 bis 1900, wie Copernicus-Daten weiter zeigen.

Die internationale Gemeinschaft hatte sich 2015 bei der Weltklimakonferenz in Paris darauf verständigt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Dabei gilt allerdings der Mittelwert in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten.

Die stellvertretende Direktorin des Copernicus-Klimadienstes, Samantha Burgess sagte, ein einziges Jahr über der 1,5-Grad-Marke bedeute nicht, dass das Pariser Klimaabkommen gebrochen werde. "Aber es bedeutet, dass ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen dringender sind denn je."

Copernicus hatte bereits Anfang November vor der UN-Klimakonferenz in Baku bekanntgegeben, dass 2024 wahrscheinlich das bisher heißeste Jahr werden würde. Burgess hatte die Teilnehmer der COP29 zu ehrgeizigeren Klimazielen aufgerufen. Die Konferenz ging jedoch mit einem vielkritisierten Minimalkompromiss zu Ende.

Der beschlossene neue Finanzrahmen für die Klimafinanzierung in ärmeren Ländern sieht vor, dass der jährliche Beitrag vor allem der Industriestaaten bis 2035 auf mindestens 300 Milliarden Dollar erhöht wird. Entwicklungsländer kritisierten dies allerdings als völlig unzureichend. Für Enttäuschung sorgte zudem das Fehlen neuer Beschlüsse zur Abkehr von fossilen Energieträgern.

UN-Berechnungen zufolge würde sich die weltweite Durchschnittstemperatur bei gleichbleibenden Klimamaßnahmen im Laufe des Jahrhunderts um das "katastrophale" Maß von 3,1 Grad erhöhen. Sollten die Anstrengungen wie vereinbart verstärkt werden, läge die Erderwärmung bei 2,6 Grad. Regierungen von Ländern in aller Welt haben noch bis Ende Februar zeit, bei den Vereinten Nationen angepasste Klimaziele einzureichen.

Der Klimawandel führt dazu, dass Unwetter und Dürren häufiger und extremer werden. Der November war unter anderem von verheerenden Wirbelstürmen in Asien und extremer Dürre im südlichen Afrika sowie in den Amazonas-Ländern geprägt. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re schätzt, dass der finanzielle Schaden durch vom Klimawandel angetriebene Wetterkatastrophen für 2024 bei 310 Milliarden Euro liegt.

(G.Gruner--BBZ)