Berliner Boersenzeitung - Justizminister Buschmann hält Gefängnisstrafen für Klimaaktivisten für möglich

EUR -
AED 4.331285
AFN 75.468553
ALL 95.455853
AMD 435.133136
ANG 2.110613
AOA 1082.496254
ARS 1649.279971
AUD 1.625795
AWG 2.125489
AZN 2.009303
BAM 1.960362
BBD 2.374715
BDT 144.673819
BGN 1.967008
BHD 0.445031
BIF 3508.088307
BMD 1.179189
BND 1.49518
BOB 8.147963
BRL 5.795828
BSD 1.179039
BTN 111.34021
BWP 15.830843
BYN 3.332255
BYR 23112.111202
BZD 2.371308
CAD 1.612011
CDF 2670.864298
CHF 0.916177
CLF 0.026704
CLP 1051.00014
CNY 8.019372
CNH 8.014083
COP 4422.526062
CRC 542.013173
CUC 1.179189
CUP 31.248518
CVE 110.903223
CZK 24.334582
DJF 209.565995
DKK 7.476537
DOP 69.985351
DZD 155.960046
EGP 62.195977
ERN 17.68784
ETB 185.491052
FJD 2.574218
FKP 0.865474
GBP 0.864889
GEL 3.154379
GGP 0.865474
GHS 13.313508
GIP 0.865474
GMD 86.674958
GNF 10353.282886
GTQ 9.002953
GYD 246.714182
HKD 9.235117
HNL 31.390478
HRK 7.538916
HTG 154.379289
HUF 353.981307
IDR 20491.303919
ILS 3.421187
IMP 0.865474
INR 111.345548
IQD 1544.738045
IRR 1546506.829043
ISK 143.873347
JEP 0.865474
JMD 185.842514
JOD 0.836092
JPY 184.734208
KES 152.328133
KGS 103.085327
KHR 4728.549695
KMF 492.90156
KPW 1061.251335
KRW 1723.880942
KWD 0.36279
KYD 0.982687
KZT 544.929701
LAK 25889.102525
LBP 105596.406437
LKR 379.599647
LRD 216.385693
LSL 19.327363
LTL 3.48184
LVL 0.71328
LYD 7.458419
MAD 10.754655
MDL 20.163928
MGA 4911.324039
MKD 61.616155
MMK 2476.100645
MNT 4223.124889
MOP 9.507427
MRU 47.102764
MUR 55.210091
MVR 18.163925
MWK 2054.148249
MXN 20.255648
MYR 4.623647
MZN 75.362436
NAD 19.327358
NGN 1609.593864
NIO 43.293982
NOK 10.859513
NPR 178.160636
NZD 1.976185
OMR 0.453919
PAB 1.179144
PEN 4.04993
PGK 5.129916
PHP 71.358689
PKR 328.581553
PLN 4.239717
PYG 7202.120307
QAR 4.29269
RON 5.21945
RSD 117.297547
RUB 87.543025
RWF 1722.206041
SAR 4.459737
SBD 9.456429
SCR 16.459646
SDG 708.107537
SEK 10.86706
SGD 1.494391
SHP 0.880384
SLE 29.067455
SLL 24727.006491
SOS 673.91103
SRD 44.100547
STD 24406.83871
STN 24.939855
SVC 10.317092
SYP 130.375396
SZL 19.303765
THB 37.973479
TJS 11.001504
TMT 4.127163
TND 3.379601
TOP 2.839205
TRY 53.475102
TTD 7.990886
TWD 36.927538
TZS 3063.998569
UAH 51.791223
UGX 4417.888438
USD 1.179189
UYU 47.025255
UZS 14309.46312
VES 588.693738
VND 31022.113342
VUV 139.685143
WST 3.192143
XAF 657.487181
XAG 0.014668
XAU 0.00025
XCD 3.186819
XCG 2.124956
XDR 0.82014
XOF 657.402298
XPF 119.331742
YER 281.384102
ZAR 19.315951
ZMK 10614.123377
ZMW 22.449247
ZWL 379.698489
  • MDAX

    -380.1700

    31181.06

    -1.22%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

  • DAX

    -324.9800

    24338.63

    -1.34%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

  • Goldpreis

    19.8000

    4730.7

    +0.42%

  • EUR/USD

    0.0058

    1.179

    +0.49%

Justizminister Buschmann hält Gefängnisstrafen für Klimaaktivisten für möglich
Justizminister Buschmann hält Gefängnisstrafen für Klimaaktivisten für möglich / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP

Justizminister Buschmann hält Gefängnisstrafen für Klimaaktivisten für möglich

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hält Gefängnisstrafen für bestimmte Protestformen von Klimaaktivisten für möglich. "Demonstrieren gehört zum demokratischen Rechtsstaat, aber auch ein guter Zweck heiligt nicht alle Mittel", sagte Buschmann am Mittwoch in Berlin. Wer Leben und Leib anderer Menschen gefährde, überschreite die Grenze des akzeptablen Protests. Der Justizminister sprach von "Protestformen, die zum Teil ins Kriminelle hineinreichen".

Textgröße:

Wer fremdes Eigentum beschädige, mache sich einer Sachbeschädigung strafbar. Wer Straßenblockaden errichte, mache sich möglicherweise der Behinderung von Rettungskräften sowie der Nötigung strafbar. Und wer Rettungswege oder Krankenwägen blockiere, könne sich unter Umständen einer fahrlässigen Körperverletzung schuldig machen, sagte Buschmann.

Infolge dieser Straftatbestände könne es nicht nur Geldstrafen, sondern auch Freiheitsstrafen geben - "das möge bitte jede und jeder bedenken, die glauben, dass sie über unseren Gesetzen stehen". Er sei "voller Vertrauen" in die Justizbehörden, dass sie dieses Strafrecht hier zur Anwendung bringen, ergänzte der FDP-Politiker.

Eine 44-jährige Radfahrerin war am Montag in Berlin von einem Betonmischer überrollt und lebensgefährlich verletzt. Ein Spezialfahrzeug kam laut Feuerwehr verspätet zum Unfallort, weil es wegen einer Blockade von Protestierenden der Gruppe Letzte Generation lange im Stau gestanden hatte. Die Polizei stellte deshalb gegen zwei Aktivisten Strafanzeige wegen unter anderem unterlassener Hilfeleistung. Die Frau wurde am Mittwoch weiterhin auf der Intensivstation behandelt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Für Aufsehen hatte zuletzt auch eine Aktion der Letzten Generation am Sonntag gesorgt, bei der zwei Aktivisten ein Gemälde von Claude Monet im Potsdamer Museum Barberini mit Kartoffelbrei bewarfen. Da das Bild hinter Glas war, trug es keinen Schaden davon. Auch in den Wochen zuvor hatten sich Klimaaktivisten an die Rahmen oder den Acrylglasschutz berühmter Gemälde festgeklebt, etwa in Dresden oder Berlin.

Am Mittwoch besprühte die Letzte Generation zudem die Parteizentralen der Ampelparteien mit oranger Farbe - als Protest dagegen, dass 13 Aktivisten nach einer Aktion in der Münchner BMW-Welt noch in Polizeigewahrsam sind. Mitglieder der Gruppe Scientist Rebellion hatten sich dort am Samstag an ein Ausstellungsfahrzeug geklebt. "Den Parteien entgleitet die Kontrolle über unser aller Überleben - sie führen die Bevölkerung auf einen todbringenden Kurs", erklärte die Gruppe anlässlich des Besprühens der Parteizentralen auf Twitter.

Mit all ihren Protestaktionen zogen die Aktivisten Kritik von Politikerinnen und Politikern unterschiedlicher Parteien auf sich. Für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast führt die Art des Protests in die Sackgasse. Wenn der Kern des Problems nicht mehr diskutiert werde, sondern nur noch die Frage, ob das ein legitimer Protest sei, habe es keinen Sinn, sagte sie am Mittwoch im Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Insofern müssen die, die das da machen, sich genau überlegen, was sie eigentlich machen."

Der Rechtsstaat müsse endlich gegen "die Kriminellen der Letzten Generation" durchgreifen, forderte CDU-Generalsekretär Mario Czaja. "Warum landen Blockierer nicht mehrere Tage im Anschlussgewahrsam und bekommen die Einsatzkosten in Rechnung gestellt?", fragte er auf Twitter.

(L.Kaufmann--BBZ)