Berliner Boersenzeitung - Tokios Wohnwunder erklärt

EUR -
AED 4.28001
AFN 73.420928
ALL 95.389731
AMD 429.084335
ANG 2.086637
AOA 1069.855008
ARS 1642.013014
AUD 1.62132
AWG 2.097755
AZN 1.998363
BAM 1.957882
BBD 2.347426
BDT 143.067864
BGN 1.946157
BHD 0.439684
BIF 3468.288402
BMD 1.165419
BND 1.489484
BOB 8.053565
BRL 5.868234
BSD 1.165505
BTN 110.667701
BWP 15.638633
BYN 3.193597
BYR 22842.222005
BZD 2.344193
CAD 1.60885
CDF 2647.833405
CHF 0.911937
CLF 0.026335
CLP 1036.477683
CNY 7.885637
CNH 7.883561
COP 4291.867048
CRC 526.844507
CUC 1.165419
CUP 30.883616
CVE 110.569163
CZK 24.278544
DJF 207.118793
DKK 7.474144
DOP 67.990718
DZD 154.431772
EGP 60.912159
ERN 17.481292
ETB 184.136001
FJD 2.57785
FKP 0.866013
GBP 0.8654
GEL 3.111676
GGP 0.866013
GHS 13.682331
GIP 0.866013
GMD 84.496358
GNF 10232.383419
GTQ 8.890417
GYD 243.829326
HKD 9.133661
HNL 30.965477
HRK 7.534208
HTG 152.632333
HUF 353.573706
IDR 20752.916214
ILS 3.270109
IMP 0.866013
INR 110.568823
IQD 1526.699532
IRR 1574540.002311
ISK 143.404843
JEP 0.866013
JMD 183.569724
JOD 0.826312
JPY 185.831969
KES 150.886568
KGS 101.916241
KHR 4673.332329
KMF 491.807062
KPW 1048.708845
KRW 1755.011019
KWD 0.360592
KYD 0.971333
KZT 567.93403
LAK 25583.873655
LBP 104363.31489
LKR 384.629075
LRD 213.417419
LSL 18.926476
LTL 3.44118
LVL 0.704951
LYD 7.400588
MAD 10.702921
MDL 20.169451
MGA 4883.107528
MKD 61.655554
MMK 2447.048345
MNT 4166.904637
MOP 9.405561
MRU 46.616571
MUR 55.182181
MVR 17.949234
MWK 2024.333689
MXN 20.206162
MYR 4.620656
MZN 74.47611
NAD 18.926039
NGN 1598.384737
NIO 42.619572
NOK 10.771151
NPR 177.068322
NZD 1.951751
OMR 0.448107
PAB 1.16554
PEN 3.961841
PGK 5.075372
PHP 71.933765
PKR 324.627674
PLN 4.228667
PYG 7012.458149
QAR 4.243284
RON 5.251026
RSD 117.382249
RUB 82.746194
RWF 1704.426004
SAR 4.396316
SBD 9.361186
SCR 17.286959
SDG 699.832071
SEK 10.769315
SGD 1.488112
SHP 0.870103
SLE 28.670108
SLL 24438.26645
SOS 666.054192
SRD 43.319225
STD 24121.830471
STN 24.939977
SVC 10.198672
SYP 128.816261
SZL 18.926292
THB 37.910514
TJS 10.758042
TMT 4.078968
TND 3.372759
TOP 2.80605
TRY 53.501264
TTD 7.917421
TWD 36.530422
TZS 3047.948423
UAH 51.620015
UGX 4393.540834
USD 1.165419
UYU 46.748316
UZS 14011.260112
VES 639.448251
VND 30673.840978
VUV 136.664268
WST 3.164334
XAF 656.65539
XAG 0.015387
XAU 0.000258
XCD 3.149605
XCG 2.100571
XDR 0.815219
XOF 655.559699
XPF 119.331742
YER 278.077271
ZAR 18.897568
ZMK 10490.171925
ZMW 21.423785
ZWL 375.2646
  • SDAX

    0.0000

    19192.97

    0%

  • DAX

    0.0000

    25104.7

    0%

  • MDAX

    0.0000

    33352.83

    0%

  • TecDAX

    0.0000

    4160.08

    0%

  • Goldpreis

    -60.4000

    4532.6

    -1.33%

  • Euro STOXX 50

    -4.5700

    6050.54

    -0.08%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1666

    +0.06%


Tokios Wohnwunder erklärt




Tokio gilt als Ausnahme unter den Weltmetropolen: Während New York, London oder Paris seit Jahren mit explodierenden Mieten und Wohnungsmangel kämpfen, bleibt Wohnraum in Japans Hauptstadt relativ gut verfügbar und – gemessen am globalen Vergleich – noch erschwinglich. Warum?

1) Bauen ist erlaubt – fast überall
Der wichtigste Unterschied liegt in der Bodenpolitik. Japans Zonierung lässt Wohnen in den meisten Nutzungszonen zu, auch in Gewerbelagen. Anträge durchlaufen standardisierte Verfahren, politische Einzelfall-Blockaden sind selten. Das Ergebnis: Projekte werden schneller geplant, genehmigt und realisiert. Wo anderswo über Jahre gestritten wird, entstehen in Tokio laufend neue Einheiten – von Mikro-Studios bis Hochhaus-Komplexen.

2) Kontinuierliche, massenhafte Neubauproduktion
Tokio hat sich über Jahrzehnte eine „Bau-Maschine“ erarbeitet: private Entwickler, Bauindustrie, Banken und Kommunen greifen reibungslos ineinander. Das sichert stetige Fertigstellungen – selbst in Phasen sinkender Veröffentlichungszahlen. Diese Konstanz dämpft Mietdruck, weil zusätzliche Nachfrage nicht sofort auf eine starre Angebotswand prallt.

3) Hohe Dichten, clevere Instrumente
Hohe zulässige Geschossflächenzahlen in zentralen Quartieren und Instrumente wie handelbare „Luftrechte“ ermöglichen Verdichtung, ohne Grund und Boden auszuweiten. Infrastrukturprojekte – etwa die Absenkung von Stadtautobahnen oder Bahnhofsumbauten – werden häufig mit Neubau-Kontingenten gegenfinanziert. So wächst die Stadt nach innen, nahe Arbeit, Handel und ÖPNV.

4) Mieten: flexibel, aber vorhersehbar
Japan kennt keine starre Mietpreisbindung wie in Teilen Europas. Mieten können angepasst werden, doch Mietverträge sind langlaufend und Erhöhungen brauchen Gründe und oft Einvernehmen. Das erzeugt Preissignale (Neubau lohnt sich), ohne Bestandsmieter sprunghaft zu überfordern. Ergebnis: Ein dynamischer Neubau-markt und relativ stabile Bestandsmieten.

5) „Scrap & Build“: der japanische Erneuerungszyklus
Wohngebäude werden häufiger ersetzt als im Westen. Schnelle Abschreibung, Erdbebennormen und technischer Fortschritt fördern Abriss und Neubau. Aus städtebaulicher Sicht hält das den Bestand jung, vergrößert mittelfristig die Kapazität und bringt laufend kleine, punktuelle Ergänzungen in gewachsenen Quartieren – ein permanenter Puffer gegen Knappheit.

6) Bahn- und Zentrenentwicklung statt Randzersiedlung
Tokio verzahnt Wohnungsbau mit einem extrem dichten, zuverlässigen Bahnnetz. Private Bahngesellschaften entwickeln Bahnhofsviertel selbst – mit Wohnungen, Büros, Handel. Wer baut, baut dort, wo Nachfrage sicher ist. Das erhöht Auslastung, verbessert Lebensqualität und rechtfertigt hohe Dichten, ohne Autoverkehr zu erzeugen. Wohnraum entsteht, wo Menschen wirklich wohnen wollen.

7) Kapital, Kosten und Zinsen
Jahrelang extrem niedrige Zinsen hielten Finanzierungskosten überschaubar. Auch nach den jüngsten Zinsschritten bleiben Hypotheken im internationalen Vergleich moderat. Gleichzeitig fließt institutionelles Kapital in renditestabile Segmente wie Mehrfamilienhäuser. Das stärkt die Liquidität, ohne die Mieten aus dem Ruder laufen zu lassen, weil die Angebotsseite mitwächst.

8) Demografie und Vielfalt des Angebots
Tokio wächst durch Binnen- und Arbeitsmigration sowie internationale Zuwanderung. Die Stadt reagiert mit Vielfalt: vom kleinteiligen „apaato“ bis zum hochpreisigen „mansion“. Diese Bandbreite verteilt Nachfrage über viele Marktsegmente – nicht jeder muss in denselben, knappen Wohnungstyp. Der große, heterogene Mietmarkt wirkt preisdämpfend.

9) Was „erschwinglich“ real bedeutet
Tokio ist nicht „billig“ – Spitzenlagen und Neubau sind teuer. Doch im globalen Vergleich erhalten Mieter mehr Auswahl nahe Arbeitsplatz und ÖPNV zu Preisen, die in anderen Weltstädten längst Luxusstatus haben. Die internationale Kaufkraft-Perspektive zeigt: Tokio bleibt für Durchschnittsverdiener nutzbar, ohne auf Randlagen ausweichen zu müssen.

10) Risiken am Horizont
Steigende Bau- und Landpreise, Fachkräftemangel am Bau und strengere Klimavorgaben können die Kostenseite belasten. Zudem sinken Veröffentlichungszahlen im Eigentumsneubau phasenweise. Entscheidend wird sein, die liberalen Genehmigungsstrukturen zu bewahren, Infrastrukturprojekte konsequent mit Wohnungsbau zu koppeln und den Bestand klimagerecht zu erneuern – ohne den Erneuerungszyklus zu bremsen, der Tokios Puffer gegen Knappheit bildet.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...