Berliner Boersenzeitung - Taiwan auf Krieg vorbereitet

EUR -
AED 4.248913
AFN 72.302456
ALL 96.16159
AMD 436.412601
ANG 2.070297
AOA 1060.752925
ARS 1614.18075
AUD 1.616293
AWG 2.085067
AZN 1.969238
BAM 1.950849
BBD 2.317219
BDT 141.653751
BGN 1.905938
BHD 0.436692
BIF 3440.216605
BMD 1.156764
BND 1.472681
BOB 7.985698
BRL 5.96786
BSD 1.156565
BTN 106.445384
BWP 15.505647
BYN 3.414279
BYR 22672.577489
BZD 2.318845
CAD 1.572384
CDF 2519.431812
CHF 0.902096
CLF 0.026291
CLP 1038.126384
CNY 7.942632
CNH 7.955281
COP 4285.649257
CRC 544.917012
CUC 1.156764
CUP 30.65425
CVE 110.615566
CZK 24.392457
DJF 205.580536
DKK 7.472004
DOP 70.562275
DZD 152.396696
EGP 60.00155
ERN 17.351462
ETB 180.921268
FJD 2.566633
FKP 0.859551
GBP 0.862408
GEL 3.140588
GGP 0.859551
GHS 12.533572
GIP 0.859551
GMD 85.019661
GNF 10150.605179
GTQ 8.867571
GYD 242.313965
HKD 9.051737
HNL 30.73571
HRK 7.535281
HTG 151.754849
HUF 387.666672
IDR 19653.423038
ILS 3.596669
IMP 0.859551
INR 106.842497
IQD 1515.361046
IRR 1528981.944058
ISK 144.815458
JEP 0.859551
JMD 181.160219
JOD 0.820133
JPY 183.836449
KES 149.445668
KGS 101.158614
KHR 4650.191876
KMF 492.781685
KPW 1041.127414
KRW 1708.146899
KWD 0.355034
KYD 0.963783
KZT 567.945821
LAK 24795.23989
LBP 104004.354951
LKR 359.550374
LRD 212.036566
LSL 18.737409
LTL 3.415623
LVL 0.699715
LYD 7.351262
MAD 10.833107
MDL 19.944296
MGA 4823.706751
MKD 61.61365
MMK 2428.552636
MNT 4142.267719
MOP 9.323796
MRU 46.409212
MUR 53.106814
MVR 17.872244
MWK 2009.299565
MXN 20.451018
MYR 4.529896
MZN 73.928924
NAD 18.735079
NGN 1613.109574
NIO 42.476105
NOK 11.159539
NPR 170.313747
NZD 1.956198
OMR 0.444762
PAB 1.15658
PEN 3.954397
PGK 4.974953
PHP 68.609959
PKR 323.321843
PLN 4.250588
PYG 7495.975377
QAR 4.211893
RON 5.090923
RSD 117.41848
RUB 91.644394
RWF 1687.718906
SAR 4.340577
SBD 9.306379
SCR 16.597249
SDG 695.215128
SEK 10.673697
SGD 1.47418
SHP 0.867873
SLE 28.450724
SLL 24256.765251
SOS 661.09289
SRD 43.348001
STD 23942.682565
STN 24.870429
SVC 10.11923
SYP 128.691491
SZL 19.063821
THB 36.773619
TJS 11.085465
TMT 4.048675
TND 3.382089
TOP 2.785211
TRY 50.997447
TTD 7.848183
TWD 36.800105
TZS 3007.586684
UAH 50.98424
UGX 4273.154826
USD 1.156764
UYU 46.521728
UZS 14060.468123
VES 506.266209
VND 30365.059137
VUV 138.141927
WST 3.158829
XAF 654.304873
XAG 0.01349
XAU 0.000223
XCD 3.126213
XCG 2.084464
XDR 0.811611
XOF 650.676578
XPF 119.331742
YER 276.00758
ZAR 19.079726
ZMK 10412.268188
ZMW 22.495199
ZWL 372.477587
  • EUR/USD

    -0.0069

    1.1545

    -0.6%

  • Euro STOXX 50

    -42.4900

    5794.68

    -0.73%

  • MDAX

    -308.2400

    29414.84

    -1.05%

  • DAX

    -328.6000

    23640.03

    -1.39%

  • Goldpreis

    -31.9000

    5147.2

    -0.62%

  • TecDAX

    -26.5700

    3599.45

    -0.74%

  • SDAX

    -229.8400

    17086.27

    -1.35%


Taiwan auf Krieg vorbereitet




Seit Jahren erhebt die Volksrepublik China Anspruch auf die demokratische Insel Taiwan. Unter Präsident Xi Jinping hat Peking die militärischen und wirtschaftlichen Drohgebärden verschärft – Marine‑ und Luftmanöver rund um Taiwan, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen sind an der Tagesordnung. Angesichts dieser Bedrohung reagiert Taiwan mit einer grundlegenden Umgestaltung seiner Verteidigungspolitik, die auf Abschreckung, Resilienz und die Einbindung der gesamten Gesellschaft setzt.

Han‑Kuang‑Übungen – realistische Kriegssimulationen
Taiwans jährliche "Han‑Kuang"‑Manöver sind das Herzstück dieser Strategie. Bei der 41. Auflage im Juli 2025 dauerte die Übung erstmals zehn Tage; mehr als 22 000 Reservisten wurden einberufen, doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Militär übte nicht nur amphibische Landungen, Luft‑ und Seeangriffe sowie die Abwehr einer Seeblockade. Erstmals wurden die Szenarien ungesteuert, also ohne vorher festgelegten Ablauf, durchgespielt. Urban‑Warfare‑Übungen fanden mitten in taiwanischen Städten statt: Soldaten und Reservisten übten Häuserkampf, während Zivilisten das Verhalten bei Raketenangriffen, Erste Hilfe und die Ausgabe von Hilfsgütern trainierten.

Die Übungen beinhalteten auch sogenannte Grauzonen‑Szenarien. Simuliert wurden Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, Misinformationen in sozialen Medien und Zwischenfälle mit chinesischen Küstenwachschiffen. Ein Höhepunkt war der Einsatz neu beschaffter amerikanischer Waffensysteme: Patriot‑Flugabwehrraketen, mobile HIMARS‑Raketenwerfer, Javelin‑ und Stinger‑Lenkwaffen sowie Abrams‑Kampfpanzer. Die "Porcupine Strategy" – die Stachelschwein‑Strategie – zielt darauf ab, mit zahlreichen, schwer zu bekämpfenden Abwehrmitteln einen potenziellen Invasor abzuschrecken und hohe Verluste zuzufügen.

Zivile Verteidigung und gesellschaftliche Resilienz
Die taiwanische Führung setzt nicht nur auf militärische Stärke, sondern auch auf die Bereitschaft der Zivilbevölkerung. Präsident Lai Ching‑te gründete 2025 einen "Whole‑of‑Society Defense Resilience Committee" (Komitee für gesamtgesellschaftliche Verteidigungsresilienz), das mit umgerechnet rund 5 Milliarden US‑Dollar ausgestattet ist. In fünf Bereichen – Ausbildung der Zivilverteidigungskräfte, Bevorratung strategischer Güter, Schutz kritischer Infrastruktur, soziale Absicherung und medizinische Versorgung, sowie Cybersicherheit – sollen Zivilisten trainiert und logistische Kapazitäten aufgebaut werden. Die Wan‑An‑Luftschutzübungen und Min‑An‑Katastrophenübungen wurden zu "Urban Resilience Exercises" zusammengeführt, bei denen städtische Notfallpläne erprobt werden. Supermarktketten wie PX Mart proben, wie Kunden in unterirdische Schutzräume geleitet und dort versorgt werden.

Die Nachfrage nach Erste‑Hilfe‑ und Krisenmanagementkursen ist enorm. Nichtregierungsorganisationen wie Kuma Academy und Forward Alliance sind seit Monaten ausgebucht und unterrichten Freiwillige im Umgang mit Verletzten, im Brandschutz und in der Bekämpfung von Fehlinformationen. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, plant das Innenministerium die Ausbildung von mehr als 50 000 Zivilverteidigungshelfern und möchte die bis zu 70 Jahre alten Behördenmitarbeiter durch jüngere Freiwillige ergänzen.

Wehrpflicht und Modernisierung der Streitkräfte
Um genügend Personal für eine langwierige Verteidigung bereitzustellen, wurde die Wehrpflicht 2024 von vier Monaten auf ein Jahr verlängert. Die ersten Rekruten starteten ihren Dienst im Januar 2024 und werden seitdem intensiver ausgebildet. Neben Schießübungen nach US‑Vorbild steht der Umgang mit modernen Waffensystemen wie Stinger‑Flugabwehrraketen und Panzerabwehrlenkwaffen auf dem Programm. Die Maßnahme soll die Gefechtsbereitschaft erhöhen und die Reservekräfte stärken.

Parallel dazu steigert Taiwan die Verteidigungsausgaben. Für 2026 sind rund 949,5 Milliarden Neue Taiwan‑Dollar (etwa 31 Milliarden US‑Dollar) eingeplant, was 3,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht – ein Anstieg um mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wird auch die Küstenwache im Verteidigungshaushalt berücksichtigt, weil sie bei der Abwehr von Blockaden und bei Zwischenfällen mit der chinesischen Marine eine wichtige Rolle spielt. Seit 2016 sind die Militärausgaben um knapp 77 Prozent gestiegen, was den Willen zur Selbstverteidigung unterstreicht.

Eigene U‑Boote, Flugzeuge und Waffenprogramme
Taiwan bemüht sich, seine Abhängigkeit von ausländischen Waffenlieferungen zu verringern und gleichzeitig moderne Technologie zu beschaffen. Im Herbst 2025 lief das erste indigen entwickelte Diesel‑Elektro‑U‑Boot "Hai Kun" zu Probefahrten aus. Es wiegt 2 500 Tonnen, kann bis zu 350 Meter tief tauchen und ist mit amerikanischen MK48‑Torpedos ausgerüstet; künftig sollen auch UGM‑84 Harpoon‑Flugkörper integriert werden. Bis 2029 sollen acht U‑Boote dieser Klasse entstehen, um chinesischen Seestreitkräften im Taiwan‑Meerengenbereich heimlich entgegentreten zu können und jede Blockade kostspielig zu machen.

Darüber hinaus arbeitet die Regierung eng mit den USA zusammen: Washington beschleunigt die Lieferung von 66 neuen F‑16V‑Kampfjets, die wegen Produktionsverzögerungen erst 2026 in die Testphase gehen sollen; HIMARS‑Raketenwerfer wurden bereits früher geliefert als geplant. Gleichzeitig investiert Taipei in die inländische Rüstungsindustrie: Es werden mobile Raketenbatterien, Anti‑Schiff‑Lenkwaffen und Minensysteme entwickelt, die im Falle eines amphibischen Angriffs einen tödlichen "Teppich" legen sollen.

Drohnen als Teil der Porcupine‑Strategie
Unbemannte Systeme gelten als Schlüsselkomponente der asymmetrischen Verteidigung. Bei einer Messe im Juli 2025 präsentierten taiwanische Firmen See‑ und Luftdrohnen wie "Carbon Voyager 1", "Black Tide I" und "Sea Shark 800". Diese kleinen unbemannten Boote können Sprengsätze transportieren und gegnerische Schiffe behindern, während Schwärme kleiner Multikopter und Starrflügler die Bewegungen feindlicher Truppen überwachen und Angriffsmöglichkeiten eröffnen.

Das Verteidigungsministerium in Taiwan kündigte an, 2026 und 2027 insgesamt fast 50 000 Drohnen zu bestellen. Dabei werden mehrere Kategorien von Multikoptern und Starrflüglern beschafft, die komplett in Taiwan produziert werden sollen; chinesische Komponenten sind ausgeschlossen. Die Zielzahl von knapp 50 000 unbemannten Systemen ist ambitioniert, wird aber von Experten als Mindestmaß angesehen, da moderne Kriege hohe Verlustraten bei Drohnen verursachen. Präsident Lai spricht von einem "asiatischen Drehkreuz" für Drohnentechnologie, in dem staatliche Stellen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen eng zusammenarbeiten.

Fazit: Abschreckung durch Entschlossenheit
Die massive Aufrüstung, die Intensivierung der Reservistenübungen, das umfangreiche Zivilschutzprogramm und die Modernisierung der Rüstungsindustrie zeigen, dass Taiwan eine mögliche chinesische Invasion ernst nimmt. Die Insel versucht, ihre Verwundbarkeit durch eine vielschichtige Verteidigungsstrategie zu verringern: Moderne Waffensysteme sollen eine Invasion verlangsamen und hohe Kosten verursachen; eine motivierte, gut ausgebildete Bevölkerung soll im Ernstfall weiterkämpfen, auch wenn die regulären Streitkräfte ausgelastet sind. Gleichzeitig steht Taiwan im Zentrum des geopolitischen Wettbewerbs zwischen den USA und China – Washington unterstützt militärisch und technologisch, während Peking mit immer aggressiveren Manövern droht.

Ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, einen Angriff zu vereiteln, bleibt allerdings im Angesicht der militärischen Übermacht Chinas offen, und ob die USA den Staat Taiwan gegen die Atommacht China verteidigen, ist im Angesicht des mordend ruchlosen Staatsterrorismus Russlands gegen die Ukraine, ebenfalls mehr als fraglich!
Unabhängig davon sendet Taiwan mit seiner "Stachelschwein"‑Doktrin und der breiten Mobilisierung der Gesellschaft ein eindeutiges Signal: Die Insel ist bereit, sich zu verteidigen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...