Berliner Boersenzeitung - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.236848
AFN 74.988781
ALL 91.695056
AMD 418.354759
ANG 2.065488
AOA 1057.913734
ARS 1739.63529
AUD 1.618839
AWG 2.076604
AZN 1.953529
BAM 1.954629
BBD 2.322908
BDT 141.974313
BGN 1.942133
BHD 0.434839
BIF 3448.02359
BMD 1.153669
BND 1.46586
BOB 13.903669
BRL 5.930897
BSD 1.153309
BTN 110.143524
BWP 15.598653
BYN 3.508598
BYR 22611.906837
BZD 2.31961
CAD 1.604263
CDF 2664.974771
CHF 0.943407
CLF 0.027901
CLP 1101.672935
CNY 7.741694
CNH 7.74579
COP 3594.90094
CRC 519.48872
CUC 1.153669
CUP 30.572221
CVE 110.198968
CZK 24.305603
DJF 205.386931
DKK 7.476604
DOP 68.109189
DZD 154.156583
EGP 60.142141
ERN 17.305031
ETB 188.390615
FJD 2.550785
FKP 0.855019
GBP 0.85631
GEL 3.000926
GGP 0.855019
GHS 13.246063
GIP 0.855019
GMD 85.371347
GNF 10140.187636
GTQ 8.807837
GYD 241.295415
HKD 9.049141
HNL 30.955451
HRK 7.534493
HTG 150.744247
HUF 367.114109
IDR 20404.938583
ILS 3.520074
IMP 0.855019
INR 110.683554
IQD 1510.88812
IRR 1585804.17515
ISK 139.98645
JEP 0.855019
JMD 182.010938
JOD 0.817935
JPY 178.764474
KES 149.515891
KGS 100.887915
KHR 4676.339785
KMF 491.463316
KPW 1038.302211
KRW 1572.577169
KWD 0.356091
KYD 0.961124
KZT 516.310624
LAK 25803.538396
LBP 103735.43497
LKR 379.562564
LRD 201.258533
LSL 18.736673
LTL 3.406484
LVL 0.697842
LYD 7.318615
MAD 10.934048
MDL 20.079968
MGA 4976.018346
MKD 61.488156
MMK 2422.075979
MNT 4152.668957
MOP 9.318076
MRU 46.318246
MUR 54.326434
MVR 17.777952
MWK 1999.901649
MXN 19.820717
MYR 4.698315
MZN 73.716383
NAD 18.736673
NGN 1528.95347
NIO 42.44567
NOK 10.783716
NPR 176.230402
NZD 2.00034
OMR 0.443583
PAB 1.153309
PEN 3.87636
PGK 5.132014
PHP 72.544419
PKR 319.736512
PLN 4.344676
PYG 6936.84341
QAR 4.215674
RON 5.260037
RSD 117.373139
RUB 97.111753
RWF 1701.780285
SAR 4.328652
SBD 9.251845
SCR 15.862038
SDG 693.929001
SEK 11.278956
SGD 1.468078
SHP 0.854538
SLE 28.438181
SLL 24191.846777
SOS 659.105061
SRD 43.570638
STD 23878.613176
STN 24.485753
SVC 10.091953
SYP 15000.000941
SZL 18.722781
THB 38.423517
TJS 10.651072
TMT 4.037841
TND 3.375477
TOP 2.777757
TRY 56.114218
TTD 7.831307
TWD 36.733502
TZS 3052.178284
UAH 51.480852
UGX 4521.290821
USD 1.153669
UYU 46.451964
UZS 13574.807077
VES 970.44761
VND 29937.12635
VUV 136.234196
WST 3.151244
XAF 655.957
XAG 0.018358
XAU 0.00027
XCD 3.117848
XCG 2.078645
XDR 0.815704
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 272.87152
ZAR 18.838832
ZMK 10384.409873
ZMW 22.288645
ZWL 371.480856
SSP 6513.878697
MXV 2.247542
  • TecDAX

    -11.2300

    3949.52

    -0.28%

  • DAX

    -55.4900

    25385.32

    -0.22%

  • SDAX

    -16.8100

    18165.19

    -0.09%

  • Euro STOXX 50

    -12.6600

    6247.72

    -0.2%

  • MDAX

    -72.6800

    30984.48

    -0.23%

  • Goldpreis

    -37.7000

    4314.2

    -0.87%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1542

    -0.13%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...