Berliner Boersenzeitung - Massenentlassungen und KI

EUR -
AED 4.240055
AFN 75.031818
ALL 95.885021
AMD 434.746347
ANG 2.06636
AOA 1058.527186
ARS 1600.029406
AUD 1.669481
AWG 2.077808
AZN 1.962478
BAM 1.956686
BBD 2.31977
BDT 141.323969
BGN 1.973119
BHD 0.438076
BIF 3429.536715
BMD 1.154338
BND 1.483439
BOB 7.958602
BRL 5.951185
BSD 1.151731
BTN 107.283561
BWP 15.801221
BYN 3.412804
BYR 22625.015015
BZD 2.316369
CAD 1.606647
CDF 2654.976758
CHF 0.92149
CLF 0.026767
CLP 1056.91126
CNY 7.944844
CNH 7.939741
COP 4251.390385
CRC 535.935622
CUC 1.154338
CUP 30.589944
CVE 110.672131
CZK 24.520206
DJF 205.148158
DKK 7.473111
DOP 69.981685
DZD 153.33075
EGP 62.604576
ERN 17.315063
ETB 180.249148
FJD 2.608516
FKP 0.87403
GBP 0.872708
GEL 3.099378
GGP 0.87403
GHS 12.70938
GIP 0.87403
GMD 84.848805
GNF 10132.201526
GTQ 8.810988
GYD 241.059113
HKD 9.046353
HNL 30.739922
HRK 7.535401
HTG 151.16384
HUF 380.940673
IDR 19658.367638
ILS 3.632481
IMP 0.87403
INR 107.29342
IQD 1512.182126
IRR 1518877.283618
ISK 144.419379
JEP 0.87403
JMD 181.581405
JOD 0.818406
JPY 184.398523
KES 150.185869
KGS 100.946576
KHR 4631.776098
KMF 492.901857
KPW 1038.90348
KRW 1742.056543
KWD 0.357672
KYD 0.959834
KZT 545.777041
LAK 25349.25132
LBP 103370.923074
LKR 363.390782
LRD 212.687017
LSL 19.467861
LTL 3.408458
LVL 0.698247
LYD 7.375918
MAD 10.807481
MDL 20.2657
MGA 4807.815611
MKD 61.701681
MMK 2423.841256
MNT 4123.572672
MOP 9.298309
MRU 46.312053
MUR 54.184262
MVR 17.845314
MWK 2004.501516
MXN 20.544319
MYR 4.649097
MZN 73.819798
NAD 19.473884
NGN 1593.389747
NIO 42.381512
NOK 11.205841
NPR 171.651466
NZD 2.020921
OMR 0.44417
PAB 1.151721
PEN 3.985348
PGK 4.974037
PHP 69.472668
PKR 322.171527
PLN 4.270436
PYG 7450.436918
QAR 4.207672
RON 5.098826
RSD 117.533019
RUB 92.551509
RWF 1685.332751
SAR 4.333903
SBD 9.279456
SCR 17.153918
SDG 693.75665
SEK 10.895674
SGD 1.483197
SHP 0.866052
SLE 28.390454
SLL 24205.892719
SOS 659.703804
SRD 43.115678
STD 23892.455668
STN 24.962548
SVC 10.077562
SYP 127.628742
SZL 19.473413
THB 37.565016
TJS 11.039497
TMT 4.051725
TND 3.369536
TOP 2.779367
TRY 51.46025
TTD 7.813638
TWD 36.869561
TZS 3001.278067
UAH 50.442395
UGX 4320.955843
USD 1.154338
UYU 46.641112
UZS 14054.059157
VES 546.540943
VND 30401.209589
VUV 137.718863
WST 3.193219
XAF 656.24836
XAG 0.01588
XAU 0.000248
XCD 3.119655
XCG 2.07574
XDR 0.816693
XOF 656.244095
XPF 119.331742
YER 275.424615
ZAR 19.474372
ZMK 10390.424795
ZMW 22.257267
ZWL 371.696204
  • Goldpreis

    -3.6000

    4676.1

    -0.08%

  • EUR/USD

    0.0024

    1.1546

    +0.21%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%


Massenentlassungen und KI




Die Vereinigten Staaten erleben derzeit einen Umbruch auf dem Arbeitsmarkt, wie er in jüngerer Zeit nicht zu beobachten war. Während die Welt noch mit den Nachwehen der Pandemie kämpft, hat eine neue Welle von Massenentlassungen die US‑Wirtschaft erfasst, und viele Unternehmen begründen sie mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Laut aktuellen Auswertungen haben US‑Arbeitgeber im Jahr 2025 insgesamt rund 1,17 Millionen Stellen gestrichen; damit wurde der höchste Wert seit dem Schockjahr 2020 erreicht. Bemerkenswert ist, dass fast 55 000 dieser Entlassungen ausdrücklich mit KI begründet wurden. Diese Zahl markiert erst den Anfang eines Trends, der mittlerweile auch das Jahr 2026 prägt.

Wer entlässt und warum?
Zu den Vorreitern des Abbaus zählen Tech‑Konzerne: Amazon trennte sich 2025 von 14 000 Beschäftigten und begründete dies damit, Ressourcen „auf die größten Wetten“ der Zukunft zu lenken. Beth Galetti, Personalchefin des Unternehmens, sprach in einer internen Mitteilung davon, dass diese Generation von KI die „transformativste Technologie seit dem Internet“ sei. Microsoft kündigte im selben Jahr eine Reduktion von etwa 15 000 Arbeitsplätzen an; Vorstandschef Satya Nadella betonte, dass man das Selbstverständnis des Konzerns im Zeitalter der KI neu definieren müsse. Salesforce strich rund 4 000 Service‑Jobs und verwies darauf, dass KI bereits bis zu 50 % der internen Arbeit übernehme. IBM ersetzte Hunderte von Stellen im Personalwesen durch Chatbots, während CrowdStrike, Workday und andere ebenfalls Entlassungen mit dem Einsatz automatisierter Systeme erklärten.

Bei vielen dieser Schritte spricht das Management von einer „Neuausrichtung“, die durch KI‑gestützte Produktivität möglich werde. Allerdings bezweifeln Expertinnen und Experten, dass Automatisierung allein die treibende Kraft ist. Studien aus dem Umfeld der Massachusetts Institute of Technology zeigen, dass KI derzeit Aufgaben übernimmt, die rund 11,7 % der Tätigkeiten in den USA abdecken können, was Arbeitgebern mittelfristig bis zu 1,2 Billionen Dollar an Lohnkosten ersparen könnte. Fabian Stephany vom Oxford Internet Institute weist jedoch darauf hin, dass viele Unternehmen während der Pandemie zu stark expandiert haben und die aktuellen Entlassungen eher eine „Marktbereinigung“ seien, die nun unter dem Deckmantel der KI verkauft werde. Er bezeichnet diese Praxis als „AI‑Waschen“: Unternehmen nutzen den Hype um KI, um schmerzhafte Personalentscheidungen in ein innovatives Licht zu rücken.

Jenseits der Technologie: andere Ursachen
Hinter den Schlagzeilen über „KI‑bedingte Entlassungen“ verbergen sich weitere Faktoren. Macrowirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten und handelspolitische Spannungen setzen insbesondere den Tech‑Sektor unter Druck. Eine Analyse der US‑Stellenkürzungen zeigt, dass sich der Fokus im Jahr 2025 von einer Korrektur der Überbesetzung nach der Pandemie hin zur Anpassung an wirtschaftliche Risiken und die Einführung automatisierter Systeme verschoben hat. Fast 70 % der weltweit gestrichenen Tech‑Jobs entfielen 2025 auf US‑Firmen, und der Einsatz von KI wurde für etwa 55 000 Kündigungen verantwortlich gemacht. Gleichzeitig erwarten laut einer Umfrage von Resume.org 55 % der befragten US‑Personalverantwortlichen weitere Entlassungen im Jahr 2026, und 44 % sehen KI dabei als wichtigsten Treiber.

Hinzu kommt, dass sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen verschlechtern. Der Rückgang des Konsums in wichtigen Branchen wie E‑Commerce und Gaming zwingt Unternehmen zu Sparmaßnahmen. Die Spieleschmiede Epic Games entließ im März 2026 ein Fünftel der Belegschaft und betonte, dass die Kürzungen nicht auf KI zurückzuführen seien, sondern auf sinkende Einnahmen. Bei anderen Firmen wie Block gab CEO Jack Dorsey offen zu, dass das Unternehmen effizienter arbeiten könne, wenn kleinere Teams mit KI‑Tools kombiniert würden.

Wie real ist die KI‑Bedrohung?
Einige Beobachtende sehen Parallelen zu früheren industriellen Revolutionen: Die Dampfmaschine und das Fließband vernichteten viele Jobs, schufen aber zugleich neue Tätigkeiten. Diesmal könnten jedoch erstmals qualifizierte Büro‑ und Wissensberufe im großen Stil betroffen sein. Die Kommentare in sozialen Medien spiegeln diese Unsicherheit wider: Viele Nutzerinnen und Nutzer sehen KI als Chance zur Arbeitserleichterung, halten aber eine Neuorientierung und Weiterbildung für unerlässlich. Andere warnen davor, den sozialen Ausgleich zu vernachlässigen, da technologische Sprünge in der Vergangenheit oft mit Armut einhergingen. Handwerkerinnen und Handwerker äußern sich erleichtert, dass ihr Beruf sich nicht ohne Weiteres automatisieren lässt.

Technologinnen und Experten weisen darauf hin, dass die Produktivitätssteigerungen durch generative KI noch nicht den Umfang haben, um massenhaft Beschäftigte zu ersetzen. David Linthicum, ehemaliger Strategiechef bei Deloitte, argumentiert, dass viele Unternehmen den Verweis auf KI nutzen, um Überhänge abzubauen und Umsatzeinbrüche zu kaschieren. Die Transformation sei trotzdem real: Arbeitsabläufe werden neu organisiert, Wartungsaufgaben weichen der Verwaltung und dem Training von Modellen. Wendy Turner‑Williams, Gründerin von TheAssociation‑AI.org, warnt davor, dass selbst IT‑Teams nicht immun sind – Automatisierung trifft alle Bereiche, vom Kundendienst über die Qualitätssicherung bis zur Softwareentwicklung.

Chancen und Herausforderungen für Beschäftigte
Die Debatte zeigt, dass KI den Arbeitsmarkt zweifach transformiert: Einerseits fallen Routineaufgaben weg, andererseits entstehen neue Tätigkeiten in der Entwicklung, Steuerung und Überwachung automatisierter Systeme. Unternehmen, die Entlassungen vornehmen, betonen, dass sie zugleich in zukunftsorientierte Bereiche investieren. So baute IBM zwar Stellen im Personalwesen ab, stellte aber vermehrt Softwareentwickler, Vertriebs‑ und Marketingfachleute ein. Diese Umschichtung verlangt von den Mitarbeitenden, sich weiterzubilden und sich in KI‑Kompetenzen einzuarbeiten. Analysten sprechen von einer Verschiebung vom „Fixen der Systeme“ zum „Trainieren der Modelle“.

Politik und Gewerkschaften fordern derweil stärkere Sicherheitsnetze. Angesichts des schnellen Tempos mahnen Arbeitsmarktexpertinnen wie Ramesh Dontha, dass es nicht ausreiche, Menschen vor der KI zu schützen; sie müssten vielmehr auf das Arbeiten mit KI vorbereitet werden. Die Folgen einer unzureichend begleiteten Transformation könnten soziale Spaltung und politische Unruhe verstärken.

Blick nach vorn
Die Welle von Massenentlassungen, die mit KI begründet wird, markiert einen Wendepunkt. Historische Vergleiche zeigen, dass technische Innovationen oft zunächst Arbeitsplätze kosten, aber langfristig neue schaffen. In den USA hängen die aktuellen Kürzungen jedoch mit einer Mischung aus wirtschaftlichem Druck, Nachwirkungen der Pandemie und dem Bestreben zusammen, sich für das KI‑Zeitalter zu rüsten. Die Herausforderung besteht darin, diesen Wandel so zu gestalten, dass er zu mehr Wohlstand führt, statt bestehende Ungleichheiten zu vertiefen. Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wandel einzubinden, und der Staat muss Rahmenbedingungen für Weiterbildung und sozialen Schutz schaffen. Nur dann kann die KI‑Revolution zu einem nachhaltigen Fortschritt werden, statt den größten Umbruch des US‑Arbeitsmarktes zu einer Krise werden zu lassen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...