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Immer mehr Menschen in Deutschland lassen sich einer Studie zufolge an der Supermarktkasse oder im Drogeriemarkt Bargeld auszahlen. Die Summe beim sogenannten Cashback stieg 2023 um rund 20 Prozent auf 12,31 Milliarden Euro an, wie das Forschungsinstitut EHI in Köln am Mittwoch mitteilte. Beliebteste Zahlungsart im Einzelhandel bleibt derweil die Kartenzahlung, der Anteil des Bargelds ist hingegen rückläufig.
Fahrtkosten, Sonderzahlungen und Arbeitsmittel: Eine Software kann Beschäftigten helfen, aus der Steuererklärung das bestmögliche herauszuholen. Sehr gute Anwendungen gibt es jedoch nur für den PC, wie die Zeitschrift "Finanztest" am Mittwoch berichtete. Insgesamt 31 Programme kamen auf den Prüfstand, alle sechs Downloads für den PC sind laut Stiftung Warentest "empfehlenswert", bei den Browser-Programmen und Smartphone-Apps sahen die Tester indes "noch Luft nach oben".
Vor dem Beginn der zweitägigen Verkehrsministerkonferenz in Münster hat der Deutsche Städtetag vor massiven Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr wegen Geldmangels gewarnt. "Wir können nicht ausschließen, dass einige Städte schon bald aus Finanznot ihre Fahrpläne ausdünnen müssen", sagte Städtetags-Präsident Markus Lewe der "Rheinischen Post" vom Mittwoch.
Anders als in anderen Bereichen nimmt die Unsicherheit unter den Selbständigen in Deutschland zu: Das vom Münchner Ifo-Institut gemeinsam mit dem Online-Dienstleister Jimdo ermittelte Geschäftsklima sank im März auf minus 15,6 Punkte, nach minus 14,6 Punkten im Februar, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten. Damit unterscheidet sich der Sektor von der Gesamtwirtschaft.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erneut die Wachstumserwartungen für Deutschland gesenkt. In diesem Jahr sei nur noch mit einer Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zu rechnen, heißt es in der am Dienstag vorgestellten Wachstumsprognose. Für die gesamte Weltwirtschaft hob der IWF seine Prognose hingegen auf 3,2 Prozent an - das lag unter anderem an einer deutlichen Korrektur der Prognose für die USA nach oben.
Die Wertschöpfung in der Industrie ließe sich einer Studie im Auftrag des US-Technologieriesen Google zufolge mit Hilfe von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) um bis zu 7,8 Prozent steigern. Die Wertschöpfung der Branche könnte damit insgesamt um 56 Milliarden Euro erhöht werden, wie IW Consult, eine Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), am Dienstag mitteilte. Das Potenzial sei bei Akademikerinnen und Akademikern sowie bei Büroangestellten besonders groß.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht angehoben. Für dieses Jahr geht der IWF von einem Anstieg der Weltwirtschaftsleistung um 3,2 Prozent aus - das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Januar und 0,3 mehr als im Oktober. Für das kommende Jahr erwartet der IWF ebenfalls 3,2 Prozent.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor einer nachlassenden Erholung der chinesischen Konjunktur gewarnt, sollte die Regierung in Peking die Krise im Immobiliensektor nicht entschieden angehen. Die Nachfrage im Inland werde noch einige Zeit schwach bleiben, wenn es keine "entschiedenen Maßnahmen und Reformen gibt, die das Grundproblem angehen", heißt es in der am Dienstag vorgestellten Wachstumsprognose des IWF.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erneut die Wachstumserwartungen für Deutschland gesenkt. Im Jahr 2024 sei nur noch mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zu rechnen, heißt es in der am Dienstag vorgestellten Wachstumsprognose. Im Januar hatten die Experten noch 0,5 Prozent Wachstum prognostiziert, im Oktober noch 0,9 Prozent.
Vor dem Landgericht im niedersächsischen Oldenburg hat am Dienstag der Prozess wegen der Korruptions- und Betrugsaffäre um die mit der Sanierung des deutschen Marineschulschiffs "Gorch Fock" betraute ehemalige Elsflether Werft begonnen. Angeklagt sind insgesamt sechs Beschuldigte im Alter zwischen 32 und 67 Jahren, darunter ehemalige Vorstände der Werft. Das Verfahren gegen einen siebten Angeklagte wurde laut Gericht kurzfristig abgetrennt.
Neue Nutzerinnen und Nutzer der Plattform X sollen nach dem Willen von Unternehmenschef Elon Musk in den ersten Monaten eine Gebühr für Postings zahlen. Musk sprach in einem Beitrag auf X am Montagabend von einem "winzigen Betrag", ohne eine genaue Summe zu nennen. Das sei die einzige Möglichkeit, um den Ansturm von Bots, also automatisierten Accounts, einzudämmen.
Bei der Digitalisierung schneidet Hamburg in einem aktuellen Ländervergleich am besten ab. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten sogenannten Länderindex des Digitalverbands Bitkom hervor. Hamburg erreichte demnach 73,5 von möglichen 100 Punkten. Dahinter folgten Berlin und Bayern - mit 71,5 und 66,9 Punkten. Schlusslichter waren demnach Mecklenburg-Vorpommern mit 53,2 Punkten, Sachsen-Anhalt mit 52,2 und Thüringen mit 49,6 Punkten.
Nach Kritik am Vergabeverfahren verzichtet der CDU-Europaabgeordnete Markus Pieper auf den gut bezahlten EU-Posten des Mittelstandsbeauftragten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ließ am Montagabend mitteilen, sie respektiere und bedaure die Entscheidung Piepers, "sein Amt nicht wie geplant am 16. April anzutreten". Mehrere Europaabgeordnete und Kommissare des Mitte-links-Lagers hatten von der Leyen wegen der Ernennung ihres Parteikollegen "Günstlingswirtschaft" vorgeworfen.
Die Konjunkturerwartungen von Finanzexperten und -expertinnen für Deutschland haben sich im April erneut verbessert und sind auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren gestiegen. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg um 11,2 Punkte auf einen Wert von 42,9 Punkten, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Auch die Erwartungen an die Konjunkturentwicklung der Eurozone stiegen deutlich.
Der Anstieg der Mietpreise hat sich im ersten Quartal dieses Jahres nach Angaben des Immobilienportals Immoscout24 abgeschwächt. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Angebotsmieten für Bestandswohnungen um 1,7 Prozent, im Neubau um 1,6 Prozent, wie Immoscout am Dienstag mitteilte. Im letzten Quartal 2023 warend die Mieten demnach mit 2,5 Prozent im Bestand und 3,6 Prozent in Neubauten deutlich stärker gestiegen.
Die Preise für das Heizen mit Fernwärme sind weiterhin verhältnismäßig hoch. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hervor. Private Haushalte in einem typischen Mehrfamilienhaus bezahlten im ersten Quartal 17 Cent pro Kilowattstunde, wenn sie an ein großes Wärmenetz angeschlossen waren. Bei kleineren Wärmenetzen steigt der mittlere Preis demnach auf 20 Cent.
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat vor einer Anhörung im US-Senat am Mittwoch die Sicherheit seiner Dreamliner-Modelle verteidigt und dabei auf Testprotokolle verwiesen. Es habe "Vertrauen in die Sicherheit und Langlebigkeit der 787 und der 777", erklärte das Unternehmen am Montag in New York. Zuvor hatten Vorwürfe eines Mitarbeiters zu Sicherheitsmängeln den Druck auf das Unternehmen erhöht.
Eine Studie sieht zusätzliches Potenzial für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe: Jede und jeder vierte hier noch nicht Tätige wäre zu einem Engagement bereit. Diese "stille Reserve" von 26 Prozent ermittelte der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) in seiner Erhebung "Motive und Motivation in der Flüchtlingshilfe". Basis dafür war eine Mehrfachbefragung aus dem vergangenen Jahr.
Im Streit über einen Beitrag auf X hat der frühere "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt einen Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht eingefahren. Dieses gab nach Angaben vom Dienstag seiner Verfassungsbeschwerde statt, mit der Reichelt sich gegen eine Entscheidung des Berliner Kammergerichts wehrte. Das Kammergericht hatte ihm per einstweiliger Verfügung eine kritische Äußerung über die Bundesregierung verboten. (Az. 1 BvR 2290/23)
Avocados werden als Lebensmittel in Deutschland immer beliebter: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, hat sich die Einfuhrmenge der Früchte zwischen 2013 und 2023 mehr als verfünffacht (plus 402 Prozent). Vergangenes Jahr wurden demnach 157.800 Tonnen Avocados im Wert von 484 Millionen Euro importiert.
Der CDU-Europaabgeordnete Markus Pieper verzichtet eigenen Angaben zufolge nach Kritik auf den gut bezahlten EU-Posten des Mittelstandsbeauftragten. "So wie Breton meinen Amtsantritt schon im Vorfeld innerhalb der Kommission boykottiert, sehe ich zur Zeit keine Möglichkeit, die mit dem Amt verbundenen berechtigten Erwartungen zu erfüllen", sagte Pieper dem "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Montagabend mit Blick auf Binnenmarktkommissar Thierry Breton.
Im Großhandel sind die Verkaufspreise im März wie in den vergangenen Monaten auch zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken sie um 3,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Ausschlaggebend war demnach weiterhin der Preisrückgang bei Mineralölerzeugnissen. Er betrug 3,3 Prozent. Die Entwicklung der Großhandelspreise nimmt die Entwicklung der Verbraucherpreise teils vorweg.
Die Wirtschaftsleistung Chinas ist im ersten Quartal unerwartet stark gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 5,3 Prozent zu, wie das Nationale Statistikamt in Peking am Dienstag mitteilte. Experten hatten im Voraus mit rund 4,6 Prozent Wachstum gerechnet. Die chinesische Regierung strebt über das Jahr gesehen eine Wachstumsrate von fünf Prozent an - abgesehen von den Corona-Jahren wäre dies die niedrigste seit Beginn der Statistik vor über 30 Jahren.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trifft am dritten Tag und letzten Tag seiner China-Reise in Peking mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang zusammen. Um 10.30 Uhr (Ortszeit, 04.30 Uhr MESZ) ist eine Begrüßung durch Xi und anschließend ein gemeinsames Gespräch im Staatsgästehaus geplant.
Zum Beginn des Schweigegeld-Prozesses gegen Donald Trump sind die Aktien der Mediengruppe des früheren US-Präsidenten an der New Yorker Wall Street abgestürzt. Die Anteile der Trump Media and Technology Group (TMTG) fielen am Montagmorgen (Ortszeit) um 15,91 Prozent auf 27,41 Dollar. Die Bewertung des Unternehmens, dessen Aktie unter dem Kürzel DJT gehandelt wird, ist damit seit Börsengang um zwei Drittel geschrumpft.
Der US-Elektrobauer Tesla will angesichts schwacher Verkäufe mehr als zehn Prozent aller Stellen weltweit streichen. Es gebe eine Absichtserklärung der Konzernzentrale, wonach global über zehn Prozent des Personals abgebaut werden sollen, berichtete am Montag die IG Metall in Brandenburg, wo Tesla in Grünheide Autos baut. Tesla-Chef Elon Musk begründete den Jobabbau in einer Mail an die Beschäftigten laut Medienberichten mit Ineffizienzen.
Die Lufthansa hat "aufgrund diverser Streiks" im ersten Quartal 2024 Verlust gemacht. Das Minus belief sich auf 849 Millionen Euro, bereinigt und vor Zinsen und Steuern, wie die Lufthansa am Montag auf vorläufiger Basis mitteilte. Der Verlust war demnach höher als erwartet. Im Vorjahresquartal hatte ein Minus von 237 Millionen Euro gestanden. Die Streiks kosteten den Konzern den Angaben zufolge 350 Millionen Euro.
Mit Vorschlägen zur Liberalisierung des Abtreibungsrechts hat eine von der Ampel-Koalition eingesetzte Kommission eine kontroverse Debatte ausgelöst. Die Bundesregierung wollte sich am Montag nicht festlegen, ob sie den Empfehlungen folgt und kündigte zunächst eine sorgfältige Prüfung an.
Der US-Elektrobauer Tesla streicht laut einem Bericht der Nachrichtenseite Electrek weltweit mehr als zehn Prozent aller Stellen. Das berichtete das US-Portal am Montag und veröffentlichte eine entsprechende E-Mail von Tesla-Chef Elon Musk. Die IG Metall in Brandenburg, wo Tesla in Grünheide Autos baut, betätigte die Mail.
Ein Rechtsstreit wegen 20 Euro Kosten für die Corona-Desinfektion eines Autos nach einem Unfall geht nach einem neuen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in die nächste Runde. Der BGH hob nach Angaben vom Montag das Urteil des Landgerichts im thüringischen Mühlhausen auf, welches zuvor die Klage des Sachverständigenbüros gegen die Haftpflichtversicherung abgewiesen hatte. Nun soll das Landgericht erneut entscheiden. (Az. VI ZR 280/22)
Die Kluft zwischen reichen und armen Ländern auf der Welt ist weiter auseinandergegangen: Trotz eines großen Rohstoffpotenzials und einer wachsenden jungen Bevölkerung wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in mehr als der Hälfte der 75 ärmsten Länder 2023/2024 langsamer als in den reichen Ländern, wie die Weltbank in Washington am Montag mitteilte. Damit verstärke sich die Ungleichheit zwischen den Ländern.
Die USA haben angekündigt, den Bau von Chip-Fabriken des südkoreanischen Samsung-Konzerns mit mehreren Milliarden Dollar zu unterstützen. Wie das Handelsministerium in Washington am Montag mitteilte, könnte Samsung bis zu 6,4 Milliarden US-Dollar erhalten. Das Geld soll in den Neubau und die Erweiterung von Standorten in Texas fließen, damit hochmoderne Halbleiter künftig in den USA produziert werden.