Berliner Boersenzeitung - IW-Studie: Ukraine-Krieg kostete Weltwirtschaft 2022 über 1,6 Billionen Dollar

EUR -
AED 4.133881
AFN 73.166229
ALL 90.907398
AMD 406.333069
ANG 2.014639
AOA 1033.329751
ARS 1741.885087
AUD 1.603761
AWG 2.026137
AZN 1.905196
BAM 1.955959
BBD 2.266784
BDT 140.121404
BGN 1.967414
BHD 0.424938
BIF 3362.873681
BMD 1.125632
BND 1.438717
BOB 13.646111
BRL 6.146512
BSD 1.125492
BTN 106.458664
BWP 15.452258
BYN 3.358273
BYR 22062.379507
BZD 2.263584
CAD 1.570639
CDF 2605.837355
CHF 0.916506
CLF 0.027614
CLP 1086.797613
CNY 7.511959
CNH 7.505611
COP 3635.114713
CRC 511.257505
CUC 1.125632
CUP 27.011198
CVE 110.273974
CZK 24.280493
DJF 200.416311
DKK 7.4747
DOP 67.587602
DZD 152.929391
EGP 61.588941
ERN 16.884474
ETB 184.725477
FJD 2.522259
FKP 0.838898
GBP 0.834493
GEL 2.919121
GGP 0.838898
GHS 13.095066
GIP 0.838898
GMD 83.296744
GNF 9969.855664
GTQ 8.6007
GYD 235.809191
HKD 8.829347
HNL 30.250402
HRK 7.619412
HTG 147.45069
HUF 362.32112
IDR 20358.285817
ILS 3.55013
IMP 0.838898
INR 106.132315
IQD 1706.238859
IRR 2120024.132787
ISK 136.617863
JEP 0.838898
JMD 178.401651
JOD 0.79805
JPY 177.740581
KES 146.26468
KGS 98.436235
KHR 4576.331781
KMF 496.403485
KPW 1013.068403
KRW 1512.837264
KWD 0.349767
KYD 0.937876
KZT 508.681398
LAK 25339.062174
LBP 100785.502248
LKR 374.500478
LRD 191.325571
LSL 18.526008
LTL 3.323698
LVL 0.680883
LYD 7.216587
MAD 10.994295
MDL 20.185643
MGA 5083.413705
MKD 61.566419
MMK 2363.287007
MNT 4050.120666
MOP 9.09454
MRU 45.782133
MUR 53.006364
MVR 17.396676
MWK 1951.558824
MXN 20.881249
MYR 4.558699
MZN 71.938987
NAD 18.526008
NGN 1514.873748
NIO 41.41337
NOK 10.458637
NPR 170.339159
NZD 1.992103
OMR 0.432813
PAB 1.125592
PEN 3.884616
PGK 5.050523
PHP 71.054932
PKR 311.332237
PLN 4.386153
PYG 6824.555404
QAR 4.103234
RON 5.341688
RSD 117.645399
RUB 92.082022
RWF 1656.142139
SAR 4.228254
SBD 9.063268
SCR 15.64479
SDG 677.06986
SEK 10.922194
SGD 1.437201
SHP 0.839209
SLE 25.788026
SLL 23603.936944
SOS 643.278069
SRD 42.283214
STD 23298.301634
STN 24.502538
SVC 9.847801
SYP 14635.461806
SZL 18.516507
THB 37.64448
TJS 10.382445
TMT 3.950967
TND 3.354373
TOP 2.71025
TRY 56.334595
TTD 7.629621
TWD 37.105339
TZS 2982.921461
UAH 51.253971
UGX 4620.376021
USD 1.125632
UYU 45.253683
UZS 13382.089077
VES 1001.853327
VND 28933.797655
VUV 134.481828
WST 3.128478
XAF 655.957
XAG 0.02116
XAU 0.000272037897
XCD 3.042075
XCG 2.028365
XDR 0.79588
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.846025
ZAR 18.383828
ZMK 10132.038925
ZMW 22.825858
ZWL 362.452918
SSP 6467.839639
MXV 2.350424
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

IW-Studie: Ukraine-Krieg kostete Weltwirtschaft 2022 über 1,6 Billionen Dollar
IW-Studie: Ukraine-Krieg kostete Weltwirtschaft 2022 über 1,6 Billionen Dollar / Foto: SERGEY BOBOK - AFP

IW-Studie: Ukraine-Krieg kostete Weltwirtschaft 2022 über 1,6 Billionen Dollar

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr laut dem Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) stark belastet: Die Wirtschaftsleistung dürfte 2022 "deutlich über" 1,6 Billionen Dollar niedriger ausgefallen sein "als es hauptsächlich ohne die russische Invasion in der Ukraine der Fall gewesen wäre", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Auch für 2023 werden hohe Verluste erwartet.

Textgröße:

Der Krieg habe für "zusätzliche Produktionsschocks für viele Unternehmen rund um den Globus" gesorgt, denn zu den pandemiebedingten Störungen sei die Energiekrise hinzugekommen, teilte das IW mit. Zusätzlich habe es Engpässe etwa bei der Getreideversorgung gegeben und die Probleme bei der Versorgung mit Energie und Rohstoffen hätten zu "hohen Kostenschocks" in der Produktion geführt.

Das wiederum trieb die Inflation in die Höhe und schwächte die Kaufkraft der Menschen. Unternehmen hielten sich wegen der unsicheren Lage und hohen Kosten mit Investitionen zurück.

Ausgehend von dieser Entwicklung erstellte das IW eine Modellrechnung und schätzte das Ausmaß der Produktionsausfälle - auch wenn diese zum Teil auch auf die binnenwirtschaftliche Entwicklung in den USA und das Infektionsgeschehen in China zurückgehen. Als Grundlage dienten die jeweiligen Herbstprognosen des Internationalen Währungsfonds. Verglichen wurden dann die Erwartungen und die tatsächliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts.

Das Ergebnis: Ohne den Krieg wäre die Wirtschaftsentwicklung um 1,6 Billionen Dollar höher ausgefallen. In diesem Jahr könnten sich die weltweiten Produktionsausfälle auf nochmals rund eine Billion Dollar belaufen - alles unter der Annahme, dass sich der Krieg in der Ukraine auch in diesem Jahr fortsetzt.

Grund für die erwarteten geringeren Einbußen 2023 sei, dass "von einer Entspannung an den globalen Rohstoff- und Energiemärkten ausgegangen wird", heißt es in der Studie. Das würde auch zumindest die kriegsbedingte Inflation wieder abschwächen.

Rund zwei Drittel der Produktionseinbußen waren im vergangenen Jahr in den sogenannten fortgeschrittenen Volkswirtschaften zu verzeichnen, ein Drittel in den aufstrebenden Volkswirtschaften, zu denen auch die Entwicklungsländer zählen.

Eine weitere Studie zu einem Jahr Ukraine-Krieg gab am Dienstag das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) heraus. Demnach gelten die USA als "Taktgeber" - die EU folgte mit Verzögerung bei den gewährten Hilfen. Zudem gewann die militärische Unterstützung über die Zeit an Gewicht.

Der Analyse zufolge sehen die USA knapp über 73,1 Milliarden Euro an Unterstützung für die Ukraine vor, für die EU beträgt der vergleichbare Wert 54,9 Milliarden Euro. Die Zusagen humanitärer Unterstützung blieben im Jahresverlauf demnach "relativ konstant" und verloren damit an Gewicht, während der Anteil finanzieller und militärischer Hilfszusagen wuchs.

Ausgewertet wurden Daten von Januar 2022 bis Januar 2023. Noch nicht mit hinein flossen die im Januar zugesagten Panzerlieferungen an die Ukraine - da diese damals noch "zu unkonkret" gewesen seien.

Die Zögerlichkeit der Europäer im ersten Kriegsjahr sei "bemerkenswert", führte das Institut aus - denn in Summe seien die Hilfen für die Ukraine "finanziell meist nur ein Bruchteil dessen, was Regierungen für das Abfedern der Krise im eigenen Land aufwenden". So hätten in Deutschland allein der Tankrabatt und das Neun-Euro-Ticket mit Kosten von 5,65 Milliarden Euro eine ähnliche Größenordnung gehabt wie das Volumen der bilateralen Hilfen für die Ukraine mit 6,15 Milliarden Euro.

(P.Werner--BBZ)