Berliner Boersenzeitung - Anteil erneuerbarer Energien in der EU soll bis 2030 verdoppelt werden

EUR -
AED 4.135887
AFN 73.201894
ALL 90.951451
AMD 406.529972
ANG 2.015615
AOA 1032.704439
ARS 1742.782219
AUD 1.606724
AWG 2.027119
AZN 1.90231
BAM 1.956907
BBD 2.267883
BDT 140.189304
BGN 1.968367
BHD 0.425144
BIF 3364.50328
BMD 1.126177
BND 1.439414
BOB 13.652723
BRL 6.149715
BSD 1.126037
BTN 106.510252
BWP 15.459745
BYN 3.359901
BYR 22073.070608
BZD 2.264681
CAD 1.571169
CDF 2607.099694
CHF 0.917209
CLF 0.027627
CLP 1087.317444
CNY 7.511373
CNH 7.507345
COP 3637.270398
CRC 511.505252
CUC 1.126177
CUP 27.024287
CVE 110.327412
CZK 24.286683
DJF 200.513429
DKK 7.474998
DOP 67.620354
DZD 152.963714
EGP 61.550307
ERN 16.892656
ETB 184.814993
FJD 2.524608
FKP 0.836791
GBP 0.834706
GEL 2.933693
GGP 0.836791
GHS 13.101411
GIP 0.836791
GMD 83.90023
GNF 9977.929021
GTQ 8.604868
GYD 235.923461
HKD 8.834026
HNL 30.265061
HRK 7.623104
HTG 147.522142
HUF 362.515593
IDR 20371.417053
ILS 3.558888
IMP 0.836791
INR 106.409037
IQD 1707.065677
IRR 2121051.468085
ISK 136.587373
JEP 0.836791
JMD 178.488102
JOD 0.798517
JPY 177.863939
KES 146.346441
KGS 98.484476
KHR 4578.549403
KMF 496.644202
KPW 1013.559321
KRW 1512.275818
KWD 0.349881
KYD 0.938331
KZT 508.927898
LAK 25351.341107
LBP 100834.341402
LKR 374.681955
LRD 191.418284
LSL 18.534985
LTL 3.325308
LVL 0.681213
LYD 7.220084
MAD 10.999622
MDL 20.195424
MGA 5085.877051
MKD 61.547846
MMK 2364.797444
MNT 4055.874385
MOP 9.098947
MRU 45.804318
MUR 52.941946
MVR 17.40504
MWK 1952.50452
MXN 20.917326
MYR 4.558879
MZN 71.974201
NAD 18.534985
NGN 1516.295892
NIO 41.433439
NOK 10.472675
NPR 170.421703
NZD 1.995727
OMR 0.43302
PAB 1.126137
PEN 3.886499
PGK 5.052971
PHP 71.078672
PKR 311.483104
PLN 4.387001
PYG 6827.862482
QAR 4.105222
RON 5.341236
RSD 117.653999
RUB 92.12416
RWF 1656.944681
SAR 4.230303
SBD 9.06766
SCR 15.581475
SDG 677.389205
SEK 10.92934
SGD 1.437334
SHP 0.839616
SLE 25.800821
SLL 23615.375061
SOS 643.589792
SRD 42.303743
STD 23309.591645
STN 24.514412
SVC 9.852574
SYP 14642.553933
SZL 18.52548
THB 37.647802
TJS 10.387476
TMT 3.952882
TND 3.355998
TOP 2.711564
TRY 56.357843
TTD 7.633318
TWD 37.168367
TZS 2981.030096
UAH 51.278808
UGX 4622.614986
USD 1.126177
UYU 45.275612
UZS 13388.573839
VES 1006.542179
VND 28923.042648
VUV 134.752822
WST 3.134332
XAF 655.957
XAG 0.021391
XAU 0.000273190777
XCD 3.04355
XCG 2.029348
XDR 0.796266
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.974921
ZAR 18.41866
ZMK 10136.944713
ZMW 22.836919
ZWL 362.628558
SSP 6470.468957
MXV 2.353883
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Anteil erneuerbarer Energien in der EU soll bis 2030 verdoppelt werden
Anteil erneuerbarer Energien in der EU soll bis 2030 verdoppelt werden / Foto: Christian Charisius - POOL/AFP

Anteil erneuerbarer Energien in der EU soll bis 2030 verdoppelt werden

Die EU hat ihre Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich angehoben: Bis 2030 soll der Anteil grüner Energie am Verbrauch auf mindestens 42,5 Prozent steigen und sich somit nahezu verdoppeln. Das sieht eine in der Nacht zum Donnerstag erzielte Einigung für eine Reform der Erneuerbare-Energien-Richtlinie des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten vor. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) begrüßte dies als "riesigen Erfolg".

Textgröße:

In der EU galt bislang die Vorgabe, den Anteil der Erneuerbaren bis 2030 auf 32 Prozent zu bringen. Derzeit liegt er bei rund 22 Prozent. Das neue Ziel von 42,5 Prozent soll demnach durch Maßnahmen aller 27 Mitgliedstaaten erreicht werden. Gemeinschaftliche Schritte sowie freiwillige weitergehende Beiträge einzelner Länder sollen zudem eine weitere Steigerung um 2,5 Prozentpunkte bringen, sodass der Anteil 2030 nach Möglichkeit bei 45 Prozent liegt.

Neu ist zudem, dass die EU-Richtlinie künftig auch verbindliche Ziele für einzelne Sektoren, nämlich Verkehr, Industrie und Gebäude vorsieht. So soll etwa der Anteil der erneuerbaren Energien beim Heizen jährlich um 1,1 Prozentpunkte steigen. Im Verkehrsbereich wird das bisherige Ziel von 14 Prozent auf 29 Prozent angehoben. "Mit den Teilzielen soll die Integration erneuerbarer Energien in Sektoren beschleunigt werden, in denen die Einführung langsamer erfolgt ist", erklärte der Rat der Mitgliedstaaten.

Die Industrie soll demnach den Anteil der erneuerbaren Energien an ihrem Gesamtenergieverbrauch jedes Jahr um 1,6 Prozentpunkte steigern. Außerdem gilt ein neues verbindliches Ziel für den Strom zur Herstellung von Wasserstoff für Industrieanlagen: Der neue Brennstoff soll bis 2030 zu 42 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen, bis 2035 zu 60 Prozent.

"In ganz Europa steigt nun das Tempo bei der Energiewende, auch um schneller unabhängig von fossilen Importen zu werden", erklärte Wirtschaftsminister Habeck dazu. Wichtig sei auch, dass die bisher lediglich in einer Notfallverordnung vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine festgelegten beschleunigten Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien und Netze mit der neuen Richtlinie "zukunftsfest gemacht und dauerhaft fortgeschrieben" würden.

Nach Angaben des französischen EU-Abgeordneten Pascal Canfin kommt der Atomenergie in der neuen Richtlinie eine Sonderrolle als "weder grüne noch fossile" Energiequelle zu. Die Frage der Nutzung der Kernkraft ist in der EU umstritten. Insbesondere Frankreich hatte in den Verhandlungen darauf gedrungen, mit Atomstrom hergestellten Wasserstoff auf die Klimaziele anrechnen zu können.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurde dies verhindert: Die Richtlinie "rechnet ausschließlich erneuerbare Energien auf die Ziele an". Die von Canfin beschriebene Sonderrolle besteht demnach darin, dass die EU-Länder unter bestimmten Voraussetzungen einen Abschlag auf das Wasserstoff-Unterziel in der Industrie erhalten, wenn sie viel Wasserstoff mit Atomstrom produzieren - denn dabei wird immerhin kein CO2 ausgestoßen.

Es werde klar zwischen wirklichen "erneuerbaren Energien" und "Low Carbon"-Energie inklusive der Atomkraft unterschieden, erklärte dazu die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Franziska Brantner (Grüne). "Es ist eine gute europäische Lösung und es ist auch zwischen Deutschland und Frankreich ein guter Kompromiss gelungen."

Kritik von Umweltschützern und auch von Parteikollegen von Habeck und Brantner kam hingegen an der in der Einigung vorgesehenen Regelung für Holz als Brennmaterial. "Die energetische großtechnische Nutzung von Holz in Kraftwerken wird auf EU-Ebene leider weiterhin pauschal als klimaneutral gewertet", erklärte der Grünen-EU-Abgeordnete Martin Häusling. In den Verhandlungen war dies insbesondere den nordischen Ländern ein wichtiges Anliegen gewesen.

Die Einigung von Parlament und Mitgliedstaaten muss nun noch von beiden Seiten formal gebilligt werden. Das Gesetzesvorhaben ist Teil des Klimapakets, mit dem die EU bis 2030 ihren CO2-Ausstoß um 55 Prozent verringern will. Europa soll auf diesem Weg auch unabhängiger von russischen Gasimporten werden.

(Y.Yildiz--BBZ)