Berliner Boersenzeitung - Europa-Gipfel in Granada: Scholz sagt der Ukraine Patriot-Lieferung zu

EUR -
AED 4.112593
AFN 71.669138
ALL 90.788645
AMD 403.584889
ANG 2.004261
AOA 1026.886761
ARS 1730.125816
AUD 1.626967
AWG 2.018499
AZN 1.898968
BAM 1.953851
BBD 2.257938
BDT 139.630746
BGN 1.957279
BHD 0.423174
BIF 3350.228885
BMD 1.119833
BND 1.431154
BOB 13.536379
BRL 6.164349
BSD 1.121082
BTN 105.855122
BWP 15.358546
BYN 3.34486
BYR 21948.730437
BZD 2.254631
CAD 1.572884
CDF 2592.413635
CHF 0.91398
CLF 0.027825
CLP 1095.106913
CNY 7.489999
CNH 7.464897
COP 3625.58312
CRC 508.388442
CUC 1.119833
CUP 26.904807
CVE 110.151702
CZK 24.350217
DJF 199.630907
DKK 7.474383
DOP 67.322258
DZD 152.570958
EGP 60.270991
ERN 16.797498
ETB 183.994359
FJD 2.531983
FKP 0.830529
GBP 0.834091
GEL 2.917144
GGP 0.830529
GHS 13.076842
GIP 0.830529
GMD 83.428936
GNF 9929.875211
GTQ 8.567188
GYD 234.883652
HKD 8.775069
HNL 30.130681
HRK 7.580162
HTG 146.922162
HUF 364.716191
IDR 20314.89382
ILS 3.59355
IMP 0.830529
INR 105.468691
IQD 1699.489915
IRR 2117999.855204
ISK 136.799392
JEP 0.830529
JMD 177.81108
JOD 0.793902
JPY 176.727036
KES 145.477209
KGS 97.928631
KHR 4561.450846
KMF 493.84599
KPW 1007.849824
KRW 1523.141376
KWD 0.347775
KYD 0.934256
KZT 504.060546
LAK 25230.499556
LBP 100678.36257
LKR 372.693319
LRD 190.577384
LSL 18.370876
LTL 3.306576
LVL 0.677376
LYD 7.176843
MAD 10.925007
MDL 20.043027
MGA 5082.885427
MKD 61.549404
MMK 2351.596988
MNT 4033.608062
MOP 9.058585
MRU 45.290427
MUR 52.665738
MVR 17.307015
MWK 1943.943937
MXN 21.013656
MYR 4.54596
MZN 71.568673
NAD 18.371532
NGN 1505.481108
NIO 41.257932
NOK 10.448884
NPR 169.371573
NZD 2.013701
OMR 0.430574
PAB 1.121072
PEN 3.861449
PGK 5.106861
PHP 70.608858
PKR 310.053613
PLN 4.40375
PYG 6907.111508
QAR 4.097785
RON 5.336121
RSD 117.64746
RUB 91.267205
RWF 1651.338367
SAR 4.203464
SBD 9.016581
SCR 15.530541
SDG 673.57461
SEK 11.01693
SGD 1.433806
SHP 0.834886
SLE 25.654803
SLL 23482.34691
SOS 640.655351
SRD 42.057597
STD 23178.286007
STN 24.475372
SVC 9.809086
SYP 14560.070726
SZL 18.364521
THB 37.54073
TJS 10.341648
TMT 3.930614
TND 3.340464
TOP 2.696289
TRY 56.152239
TTD 7.592326
TWD 36.884021
TZS 2966.696034
UAH 50.924158
UGX 4534.437294
USD 1.119833
UYU 45.154765
UZS 13377.539063
VES 1000.872181
VND 28676.1283
VUV 133.835028
WST 3.111473
XAF 655.957
XAG 0.021762
XAU 0.000276719297
XCD 3.026405
XCG 2.020367
XDR 0.79178
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.476607
ZAR 18.50484
ZMK 10079.847437
ZMW 22.729129
ZWL 360.585829
SSP 6433.66131
MXV 2.364121
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Europa-Gipfel in Granada: Scholz sagt der Ukraine Patriot-Lieferung zu
Europa-Gipfel in Granada: Scholz sagt der Ukraine Patriot-Lieferung zu / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Europa-Gipfel in Granada: Scholz sagt der Ukraine Patriot-Lieferung zu

Beim dritten Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) sind der Ukraine weitere Rüstungslieferungen zugesagt worden, darunter ein Patriot-Luftabwehrsystem aus Deutschland. "Das ist ein sehr weitreichender Schutz", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag im spanischen Granada. Auch Spanien sagte weitere Unterstützung für die ukrainische Luftabwehr zu. Belastet wurde das Treffen in Granada durch das Streitthema Migration und die Konflikte um Bergkarabach sowie zwischen Serbien und dem Kosovo.

Textgröße:

Die Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot gehörten zu den "wirksamsten Verteidigungswaffen", hob Scholz nach seiner Zusage an Selenskyj hervor. Zuletzt war in Deutschland vielfach Kritik am Kanzler laut geworden, weil er bisher die von der Ukraine gewünschten Taurus-Marschflugkörper nicht freigegeben hat. Seine Vorbehalte begründete er in Granada erneut mit einer möglichen Eskalation des russischen Angriffskriegs.

Das neue Patriot-System werde "der Sicherheit der Ukraine in großem Umfang dienen", sagte der Kanzler nach einem bilateralen Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Im Onlinedienst X, ehemals Twitter, führte Scholz aus, die weitere Patriot-Lieferung solle der Ukraine "in den nun anstehenden Wintermonaten" helfen. Selenskyj schrieb auf X zu der Zusage, er sei "dankbar für Deutschlands Unterstützung bei der Verteidigung unserer Freiheit und unseres Volkes".

Deutschland hatte im Januar ein erstes Patriot-Luftabwehrsystem geliefert. Das Waffensystem aus einem Radarsystem und mehreren Startgeräten für Abwehrraketen dient der Bekämpfung von größeren Zielen in der Luft wie Flugzeugen, Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern.

Auch Spanien sagte der Ukraine weitere Unterstützung für die Luftabwehr zu. Nach den Gesprächen mit Selenskyj in Granada "wird die spanische Regierung der Ukraine sechs Hawk-Raketen zur Verfügung stellen, um einem möglichen russischen Beschuss ziviler Ziele und kritischer Infrastrukturen zu begegnen und den neuen Getreidekorridor zu verteidigen", erklärte die spanische Regierung.

Dass die ukrainische Zivilbevölkerung durch russischen Beschuss bedroht ist, machte am Donnerstag ein Angriff auf das ostukrainische Dorf Hrosa deutlich, bei dem nach örtlichen Angaben mehr als 50 Menschen starben. Die Slowakei vertagte ihre Entscheidung über weitere Militärhilfe für die Ukraine derweil jedoch, bis eine neue Regierung gebildet ist.

Selenskyj hatte sich zuvor in einer Rede besorgt über eine womöglich nachlassende Unterstützung in den USA und der EU geäußert und einen Winterschutzschirm für sein Land gefordert. Schließlich werde es im Winter neue "Angriffe mit verschiedenen Typen russischer Raketen und iranischen Drohnen" geben.

Die EPG ist eine informelle Gesprächsplattform der 27 EU-Länder und 20 Partnerstaaten. Sie soll ein Signal der Geschlossenheit Europas gegen den russischen Angriffskrieg aussenden. Die Staatschefs von Aserbaidschan und der Türkei, Ilham Alijew und Recep Tayyip Erdogan, sagten ihre Teilnahme allerdings kurzfristig ab.

Zum Konflikt um Bergkarabach gab es in Granada daher zunächst nur ein Vierertreffen mit Scholz, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel und Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan. Michel kündigte später ein Treffen mit Alijew und Paschinjan noch im Oktober an. Zugleich übte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell scharfe Kritik an der Vertreibung von mehr als 100.000 ethnischen Armeniern durch den "militärischen Gewaltakt" Aserbaidschans.

Überschattet wurde der Gipfel zudem vom Streit der EU-Länder über die Migrationsfrage. Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki sprach hinsichtlich der Einigung auf den letzten Baustein der geplanten Asylreform vom Mittwoch von einem "Diktat aus Brüssel und Berlin", weil Polen wie Ungarn bei dem Mehrheitsbeschluss überstimmt worden war.

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni forderte ein deutlich härteres Vorgehen gegen die steigenden Migrantenzahlen. Sie plante nach eigenen Angaben am Freitagfrüh ein Gespräch mit Scholz zu dem Thema. Dabei soll es auch um Seenotretter im Mittelmeer gehen. Meloni wirft Deutschland vor, solche Organisationen finanziell zu unterstützen und damit die Lage für Italien noch zu verschärfen.

Auch die Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo schwelten weiter. Die kosovarische Präsidentin Vjosa Osmani forderte in Granada Sanktionen gegen den "Agressor" Belgrad. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic versicherte derweil: "Wir haben niemals die Absicht gehabt, irgendjemanden in der Region anzugreifen." Eine serbische Truppenverstärkung an der Grenze zum Kosovo hatte zwischenzeitlich Befürchtungen einer neuen Eskalation geweckt.

Am Freitag stand ein informeller Gipfel der 27 EU-Staaten an. Dabei sollte es eine erste Diskussion über den Wunsch der Ukraine geben, die Beitrittsgespräche bis Ende des Jahres zu starten. Beschlüsse werden noch nicht erwartet.

(T.Renner--BBZ)