Berliner Boersenzeitung - Studie sieht verbreitete Diskriminierung von Eltern und Pflegenden im Job

EUR -
AED 4.11399
AFN 71.684246
ALL 91.117689
AMD 403.302705
ANG 2.004682
AOA 1028.223062
ARS 1736.934533
AUD 1.607423
AWG 2.018924
AZN 1.900138
BAM 1.959603
BBD 2.256369
BDT 139.480044
BGN 1.957691
BHD 0.422602
BIF 3360.205624
BMD 1.120069
BND 1.435078
BOB 13.52719
BRL 6.14705
BSD 1.120269
BTN 106.200613
BWP 15.497003
BYN 3.329145
BYR 21953.34341
BZD 2.253162
CAD 1.568639
CDF 2590.159849
CHF 0.918641
CLF 0.027944
CLP 1099.78445
CNY 7.471527
CNH 7.468768
COP 3642.675709
CRC 508.384272
CUC 1.120069
CUP 26.887176
CVE 110.775537
CZK 24.344917
DJF 199.058677
DKK 7.474038
DOP 68.044582
DZD 152.276757
EGP 61.948192
ERN 16.801028
ETB 180.439597
FJD 2.521047
FKP 0.834708
GBP 0.834121
GEL 2.916978
GGP 0.834708
GHS 13.076814
GIP 0.834708
GMD 82.885359
GNF 9890.205144
GTQ 8.564582
GYD 234.833608
HKD 8.788785
HNL 30.359704
HRK 7.581755
HTG 146.843645
HUF 364.602501
IDR 20310.482877
ILS 3.542443
IMP 0.834708
INR 106.213915
IQD 1696.90384
IRR 2109546.617535
ISK 136.211254
JEP 0.834708
JMD 177.691645
JOD 0.794134
JPY 177.622151
KES 145.508735
KGS 97.949879
KHR 4576.599985
KMF 493.95035
KPW 1008.061644
KRW 1507.741083
KWD 0.348904
KYD 0.933608
KZT 507.021634
LAK 25229.543608
LBP 100302.137813
LKR 372.731638
LRD 190.915385
LSL 18.626791
LTL 3.307271
LVL 0.677519
LYD 7.196467
MAD 11.004662
MDL 20.266237
MGA 5141.114449
MKD 61.551348
MMK 2351.632993
MNT 4033.520159
MOP 9.053528
MRU 45.110751
MUR 53.030016
MVR 17.310652
MWK 1944.439044
MXN 21.074487
MYR 4.566634
MZN 71.58389
NAD 18.626394
NGN 1505.316161
NIO 41.216363
NOK 10.395754
NPR 169.92098
NZD 2.003646
OMR 0.430672
PAB 1.120469
PEN 3.877117
PGK 5.029388
PHP 71.208328
PKR 309.866647
PLN 4.412252
PYG 6691.986088
QAR 4.080971
RON 5.343064
RSD 117.676635
RUB 91.478714
RWF 1653.221167
SAR 4.216542
SBD 9.018476
SCR 15.532158
SDG 673.714407
SEK 10.958801
SGD 1.434741
SHP 0.835062
SLE 25.660489
SLL 23487.282203
SOS 640.127129
SRD 42.049605
STD 23183.157396
STN 24.966328
SVC 9.802979
SYP 14563.130821
SZL 18.637807
THB 37.798396
TJS 10.295487
TMT 3.931441
TND 3.366646
TOP 2.696856
TRY 56.031761
TTD 7.594704
TWD 36.679959
TZS 2961.455626
UAH 51.146926
UGX 4733.18495
USD 1.120069
UYU 45.036591
UZS 13432.419743
VES 996.901996
VND 28859.686036
VUV 133.177801
WST 3.107848
XAF 655.957
XAG 0.022465
XAU 0.000284451738
XCD 3.027041
XCG 2.019009
XDR 0.791947
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.532148
ZAR 18.600015
ZMK 10081.968869
ZMW 22.702955
ZWL 360.661613
SSP 6435.018386
MXV 2.372782
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Studie sieht verbreitete Diskriminierung von Eltern und Pflegenden im Job
Studie sieht verbreitete Diskriminierung von Eltern und Pflegenden im Job / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Studie sieht verbreitete Diskriminierung von Eltern und Pflegenden im Job

Diskriminierung von Eltern und Pflegenden am Arbeitsplatz ist laut einer aktuellen Studie weit verbreitet. 41 Prozent der Eltern und 27 Prozent derjenigen, die andere Menschen pflegen, verwiesen in einer am Dienstag veröffentlichten Befragung im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf diesbezügliche Erfahrungen.

Textgröße:

"Die Zahlen belegen deutlich, was viele Eltern und Pflegepersonen auch unserem Beratungsteam schildern: Wer Fürsorgeverantwortung übernimmt, muss im Job mit Nachteilen rechnen", erklärte der kommissarische Leiter der Antidiskriminierungsstelle, Bernhard Franke. "Damit schaden Arbeitgeber*innen sich letztlich auch selbst, weil sie Mitarbeitende demotivieren", warnte er weiter.

Für die Studie befragte das Forschungsinstitut Prognos 2500 Eltern und 504 Pflegepersonen. Zudem wurden Interviews mit Expertinnen und Experten geführt. Bei den Pflegenden ging es vorrangig um die Versorgung an Angehörigen, bei den Eltern auch um Erfahrungen während der Schwangerschaft. Abgefragt wurden konkrete Einzelerfahrungen aus den vergangenen sechs Jahren.

Während der Schwangerschaft erlebten der Studie zufolge 56 Prozent der befragten Eltern mindestens eine diskriminierende Situation. 26 Prozent der Mütter und 15 Prozent der werdenden Väter gaben an, ihnen seien Verantwortlichkeiten entzogen, weniger anspruchsvolle Aufgaben zugeteilt oder Aufstiegsmöglichkeiten verhindert beziehungsweise auf Eis gelegt worden. 39 Prozent der Müttern berichteten von negativen Erfahrungen im Job im Zusammenhang mit dem Mutterschutz.

Bei der Anmeldung der Elternzeit berichteten Väter häufiger als Mütter von diskriminierenden Erfahrungen. 19 Prozent der Väter und elf Prozent der Mütter fühlten sich beispielsweise unter Druck gesetzt, keine Elternzeit zu nehmen oder den Umfang zu reduzieren. Andere berichteten, auf die Bekanntgabe ihrer Elternzeit sei abfällig oder negativ reagiert worden, auch hier bei Männern etwas häufiger als bei Frauen.

Beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit berichteten sogar 62 Prozent der Befragten von mindestens einer negativen Erfahrung, hier allerdings Mütter etwas häufiger als Väter. So seien flexible Arbeitszeiten nicht oder nicht in gewünschtem Umfang gestattet worden. Auch bei Homeoffice-Regelungen sowie Urlaub während der Kita-Schließzeiten und Schulferien erlebten viele Eltern nach eigenen Angaben zu wenig Entgegenkommen.

In Zusammenhang mit der Pflege von Angehörigen berichteten 48 Prozent der befragten Betroffenen von mindestens einer diskriminierenden Erfahrung am Arbeitsplatz. Genannt wurden das Ausbleiben von Gehaltserhöhungen (Frauen 15 Prozent, Männer 17 Prozent), eine schlechtere Leistungsbewertung oder fehlende Rücksichtnahme auf Pflegeaufgaben bei der Terminierung von Sitzungen. Von denjenigen, die Pflegezeit nehmen wollten, gaben 54 Prozent an, Vorgesetzte hätten abfällig oder negativ darauf reagiert.

48 Prozent der Mütter, die in den vergangenen sechs Jahren befristet beschäftigt waren, verwiesen zudem darauf, dass ihr Arbeitsvertrag im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Elternzeit oder Kinderbetreuung nicht verlängert oder nicht entfristet worden sei. Bei Vätern waren dies nur 15 Prozent. 15 Prozent der Mütter und sechs Prozent der Väter berichteten sogar von Kündigungen oder einer Streichung ihres Arbeitsplatzes.

Franke forderte angesichts dieser Zahlen gesetzliche Verbesserungen, um den Schutz vor Diskriminierung zu stärken. So solle "familiäre Fürsorgeverantwortung" ausdrücklich im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) genannt werden. "Damit wären Arbeitgebende verpflichtet, Beschäftigte vor Diskriminierungen wegen der Wahrnehmung familiärer Fürsorgeverantwortung zu schützen", argumentierte Franke. Sinnvoll sei überdies der Ausbau betrieblicher Maßnahmen zum Schutz vor Diskriminierung, etwa durch mehr innerbetriebliche Beschwerdestellen.

(T.Burkhard--BBZ)