Berliner Boersenzeitung - Trump löst mit angekündigten 50-Prozent-Zöllen auf Stahl und Aluminium Irritationen aus

EUR -
AED 4.324861
AFN 77.137568
ALL 96.460586
AMD 445.157996
ANG 2.108059
AOA 1079.890395
ARS 1698.479772
AUD 1.705135
AWG 2.119742
AZN 2.005099
BAM 1.953468
BBD 2.372568
BDT 144.068027
BGN 1.977684
BHD 0.44393
BIF 3485.797439
BMD 1.177634
BND 1.500309
BOB 8.139319
BRL 6.207315
BSD 1.177994
BTN 106.457922
BWP 15.59545
BYN 3.374272
BYR 23081.63169
BZD 2.369072
CAD 1.615302
CDF 2626.124609
CHF 0.915687
CLF 0.025849
CLP 1020.667444
CNY 8.170485
CNH 8.172258
COP 4358.247788
CRC 584.002882
CUC 1.177634
CUP 31.207308
CVE 110.491552
CZK 24.264035
DJF 209.288967
DKK 7.467267
DOP 74.185127
DZD 153.163139
EGP 55.190887
ERN 17.664514
ETB 182.70979
FJD 2.610695
FKP 0.862245
GBP 0.871208
GEL 3.17368
GGP 0.862245
GHS 12.924537
GIP 0.862245
GMD 85.967637
GNF 10316.667086
GTQ 9.035215
GYD 246.44582
HKD 9.200904
HNL 31.1543
HRK 7.533683
HTG 154.535533
HUF 380.092914
IDR 19886.651034
ILS 3.674154
IMP 0.862245
INR 106.358098
IQD 1543.289711
IRR 49607.843805
ISK 144.719149
JEP 0.862245
JMD 184.240074
JOD 0.834931
JPY 184.521195
KES 151.915275
KGS 102.984555
KHR 4749.399502
KMF 493.428622
KPW 1059.906177
KRW 1734.219654
KWD 0.362052
KYD 0.981674
KZT 580.976494
LAK 25319.137213
LBP 100746.611673
LKR 364.534858
LRD 219.21631
LSL 19.198006
LTL 3.477248
LVL 0.712339
LYD 7.448551
MAD 10.816509
MDL 20.019188
MGA 5228.695746
MKD 61.635279
MMK 2472.776671
MNT 4203.161543
MOP 9.479667
MRU 46.929186
MUR 54.229883
MVR 18.194093
MWK 2045.550994
MXN 20.665359
MYR 4.653189
MZN 75.073694
NAD 19.198227
NGN 1609.951335
NIO 43.160216
NOK 11.561663
NPR 170.332676
NZD 1.984738
OMR 0.452809
PAB 1.178004
PEN 3.965684
PGK 5.02378
PHP 69.262559
PKR 329.377424
PLN 4.224692
PYG 7778.714627
QAR 4.288178
RON 5.091741
RSD 117.381906
RUB 90.387639
RWF 1711.102594
SAR 4.416335
SBD 9.489552
SCR 17.256641
SDG 708.355379
SEK 10.676043
SGD 1.50259
SHP 0.883531
SLE 28.793162
SLL 24694.40096
SOS 673.019067
SRD 44.59678
STD 24374.651753
STN 24.789201
SVC 10.306697
SYP 13024.134407
SZL 19.18933
THB 37.507879
TJS 11.025639
TMT 4.127608
TND 3.353317
TOP 2.83546
TRY 51.362169
TTD 7.976479
TWD 37.288494
TZS 3044.18453
UAH 50.831223
UGX 4204.980557
USD 1.177634
UYU 45.45574
UZS 14455.460887
VES 445.128237
VND 30565.497475
VUV 140.948305
WST 3.210637
XAF 655.205488
XAG 0.018051
XAU 0.000251
XCD 3.182616
XCG 2.122975
XDR 0.813864
XOF 652.918525
XPF 119.331742
YER 280.72331
ZAR 19.233223
ZMK 10600.118823
ZMW 21.881067
ZWL 379.197754
  • EUR/USD

    -0.0006

    1.178

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -44.7700

    5925.7

    -0.76%

  • TecDAX

    15.0000

    3628.05

    +0.41%

  • SDAX

    -47.3000

    17878.47

    -0.26%

  • Goldpreis

    -153.7000

    4735.8

    -3.25%

  • MDAX

    -90.1200

    31434.51

    -0.29%

  • DAX

    -111.9800

    24491.06

    -0.46%

Trump löst mit angekündigten 50-Prozent-Zöllen auf Stahl und Aluminium Irritationen aus

Trump löst mit angekündigten 50-Prozent-Zöllen auf Stahl und Aluminium Irritationen aus

US-Präsident Donald Trump hat mit einer erneuten Verschärfung seiner Zollpolitik international Irritation ausgelöst. Am Freitag (Ortszeit) kündigte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social bereits für Mittwoch eine Verdoppelung der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium auf 50 Prozent an. Die EU, die derzeit mit den USA über Zollfragen verhandelt, äußerte ihr Bedauern über den Schritt. Die Bundesregierung kündigte für Donnerstag den ersten Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei Trump an, die Handelspolitik soll ein zentrales Thema der Gespräche sein.

Textgröße:

"Wir werden die Zölle auf Stahl in die Vereinigten Staaten von Amerika von 25 Prozent auf 50 Prozent erhöhen, was die Stahlindustrie noch weiter absichern wird", sagte Trump bei einer Rede vor den Arbeitern eines Stahlwerks im Bundesstaat Pennsylvania zur Begründung des Schritts. "Niemand wird darum herumkommen", fügte er an. Auf Truth Social ergänzte Trump später, dass die Aufschläge auch für Aluminiumimporte gelten würden.

Die EU-Kommission in Brüssel erklärte, sie bedaure die von Trump angekündigten Zölle "zutiefst". Der US-Präsident untergrabe mit seinen Aussagen die "anhaltenden Anstrengungen", eine Verhandlungslösung für den Handelsstreit mit den USA zu erreichen. Trumps Ankündigung bedeute für die Weltwirtschaft "zusätzliche Unsicherheit" und erhöhe die Kosten für Verbraucher "auf beiden Seiten des Atlantiks".

Für den Fall, dass eine Einigung im Zollstreit nun nicht erreicht wird, kündigte Brüssel Vergeltungsmaßnahmen an. Diese würden am 14. Juli in Kraft treten, gegebenenfalls auch früher.

Die EU-Kommission führt im Namen der 27 Mitgliedsländer die Verhandlungen mit den USA über Handelsfragen. Handelskommissar Maros Sefcovic hatte noch am Freitag erklärt, er bemühe sich weiter um eine Einigung und die Abwendung der Zölle.

Trump hat die EU bereits mit mehreren Zollaufschlägen belegt, darunter 25-prozentige Zölle auf Autos, Stahl und Aluminium. In der vergangenen Woche hatte er mit generellen Zöllen auf EU-Waren in Höhe von 50 Prozent gedroht, diese jedoch dann zunächst wieder aufgeschoben.

Trumps Zollpolitik dürfte auch den nun für Donnerstag angekündigten USA-Besuch von Bundeskanzler Merz überschatten. Bei dem Antrittsbesuch des Kanzlers in Washington werde es außer um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Lage im Nahen Osten auch um die Handelspolitik gehen, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.

Die deutsche Stahlindustrie äußerte sich besorgt über die Folgen der von Trump verkündeten Zölle. Die Zusatzabgaben seien eine "massive Belastung" für die Branche, erklärte die Hauptgeschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Kerstin Maria Rippel, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Durch die Verdopplung der Zölle auf 50 Prozent drohen laut Rippel mehrere negative Folgen: So würden für die deutschen Stahlhersteller einerseits Exporte in die USA massiv erschwert. Andererseits bestehe die Gefahr, dass Hersteller aus anderen Ländern den Stahl, den sie nicht mehr in die USA exportieren könnten, in den EU-Markt "umleiten".

Rippel fügte an, die EU-Kommission müsse daher ein "wirkungsvolles Handelsschutzinstrument" für die europäische Stahlindustrie erarbeiten - und zugleich mit den USA über ein bilaterales Stahlabkommen verhandeln.

Trump fährt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar einen harten handelspolitischen Kurs, der die weltweiten Lieferketten und die Aktienmärkte erschüttert hat.

Trumps Zollpolitik beschäftigt auch die Gerichte in den USA. Ein US-Handelsgericht hatte am Mittwoch die meisten von Trump beschlossenen Zollaufschläge aufgehoben. Der Präsident hatte sich bei der Verhängung dieser Zölle auf ein Notstandsgesetz von 1977 berufen - damit überschritt er dem Handelsgericht zufolge seine Befugnisse.

Die Regierung legte Einspruch gegen das Urteil ein. Ein Berufungsgericht gab diesem statt. Für die Zeit des Berufungsverfahrens können die Zölle damit zunächst in Kraft bleiben.

Bei seinem Auftritt am Freitag im Stahlwerk Mon Valley Works-Irvin kam Trump zudem auf die umstrittene geplante Zusammenarbeit zwischen dem einheimischen Stahlproduzenten US Steel und dem japanischen Unternehmen Nippon Steel zu sprechen. Trotz der Kooperation werde US Steel weiterhin unter US-Kontrolle bleiben, sagte Trump. Der Vertrag mit dem japanischen Stahlkonzern sei noch nicht geschlossen, sagte Trump später bei seiner Rückkehr nach Washington.

(Y.Yildiz--BBZ)