Berliner Boersenzeitung - US-Prozess zu Social-Media-Sucht: Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App

EUR -
AED 4.244615
AFN 76.271918
ALL 93.366197
AMD 423.127183
AOA 1059.724062
ARS 1729.175777
AUD 1.636562
AWG 2.083045
AZN 1.957641
BAM 1.957599
BBD 2.326338
BDT 142.971375
BHD 0.43579
BIF 3458.258419
BMD 1.155642
BND 1.481061
BOB 14.027586
BRL 5.93827
BSD 1.155061
BTN 109.807426
BWP 15.663325
BYN 3.416139
BYR 22650.58146
BZD 2.322984
CAD 1.618806
CDF 2612.906548
CHF 0.932447
CLF 0.026736
CLP 1055.7021
CNY 7.800486
CNH 7.79785
COP 3677.241005
CRC 523.781299
CUC 1.155642
CUP 30.624511
CVE 110.59024
CZK 24.186025
DJF 205.38031
DKK 7.475767
DOP 67.315816
DZD 153.48698
EGP 57.552815
ERN 17.334629
ETB 186.42297
FJD 2.553387
FKP 0.8589
GBP 0.857966
GEL 3.016319
GGP 0.8589
GHS 13.549949
GIP 0.8589
GMD 84.931373
GNF 10149.421488
GTQ 8.810096
GYD 241.612608
HKD 9.064618
HNL 30.958447
HRK 7.535247
HTG 151.01877
HUF 361.674896
IDR 20654.036712
ILS 3.47126
IMP 0.8589
INR 109.880802
IQD 1513.090368
IRR 1588776.499747
ISK 141.785837
JEP 0.8589
JMD 183.548662
JOD 0.819314
JPY 182.194461
KES 149.505174
KGS 101.061253
KHR 4681.281342
KMF 494.614915
KRW 1642.617952
KWD 0.357348
KYD 0.96258
KZT 542.015709
LAK 26109.426943
LBP 103430.10369
LKR 387.596159
LRD 208.480669
LSL 18.948812
LTL 3.412309
LVL 0.699036
LYD 7.351755
MAD 10.765192
MDL 20.068354
MGA 4916.411299
MKD 61.586591
MMK 2426.04177
MNT 4158.228086
MOP 9.331434
MRU 46.31656
MUR 54.303823
MVR 17.866105
MWK 2002.762338
MXN 19.920816
MYR 4.731317
MZN 73.845071
NAD 18.948812
NGN 1573.810703
NIO 42.509061
NOK 10.997146
NPR 175.693203
NZD 1.961696
OMR 0.444347
PAB 1.155036
PEN 3.909993
PGK 5.178759
PHP 70.091418
PKR 320.721208
PLN 4.300372
PYG 6888.329638
QAR 4.22278
RON 5.246149
RSD 117.338123
RUB 93.584616
RWF 1696.751792
SAR 4.33658
SBD 9.327822
SCR 15.500574
SDG 693.961358
SEK 10.955543
SGD 1.480296
SLE 27.6199
SOS 660.109426
SRD 43.530693
STD 23919.45433
STN 24.522534
SVC 10.106287
SZL 18.93348
THB 38.24539
TJS 10.660665
TMT 4.056303
TND 3.389114
TRY 54.972156
TTD 7.8352
TWD 37.31753
TZS 3062.448769
UAH 51.687796
UGX 4307.958553
USD 1.155642
UYU 46.442676
UZS 13730.616967
VES 871.59813
VND 30336.755811
VUV 138.173179
WST 3.162706
XAF 656.557465
XAG 0.018588
XAU 0.000272
XCD 3.12318
XCG 2.081622
XDR 0.817563
XOF 655.82124
XPF 119.331742
YER 275.44734
ZAR 18.845636
ZMK 10402.165875
ZMW 22.048783
ZWL 372.116224
  • Goldpreis

    155.6000

    4308.2

    +3.61%

  • MDAX

    -133.5800

    32426.33

    -0.41%

  • TecDAX

    -35.2500

    3946.73

    -0.89%

  • Euro STOXX 50

    -9.7200

    6476.98

    -0.15%

  • DAX

    -76.0500

    26126.3

    -0.29%

  • SDAX

    -85.5200

    18553.91

    -0.46%

  • EUR/USD

    0.0020

    1.1554

    +0.17%

US-Prozess zu Social-Media-Sucht: Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App
US-Prozess zu Social-Media-Sucht: Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App / Foto: Ethan Swope - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

US-Prozess zu Social-Media-Sucht: Instagram-Chef bestreitet Suchtpotenzial der App

In dem womöglich wegweisenden US-Prozess gegen mehrere Internetriesen wegen des Vorwurfs der Förderung von Social-Media-Sucht hat der Chef des Onlinedienstes Instagram das Suchtpotenzial der App bestritten. "Ich denke, es ist wichtig, zwischen klinischer Sucht und problematischer Nutzung zu unterscheiden", sagte Instagram-Chef Adam Mosseri am Mittwoch vor dem Gericht in Los Angeles. Auch er habe schon einmal gesagt, nach einer Fernsehserie "süchtig" zu sein - das sei jedoch mit einer klinischen Sucht nicht vergleichbar.

Textgröße:

Kläger-Anwalt Mark Lanier wies Mosseris Aussage umgehend zurück. Dieser habe weder einen Abschluss in Medizin noch in Psychologie. Mosseri entgegnete, er habe nie behauptet, klinische Sucht diagnostizieren zu können. Er sei sich sicher, das Wort in der Vergangenheit "zu beiläufig verwendet" zu haben.

Beklagt vor einer Geschworenenjury in Los Angeles sind der Google-Mutterkonzern Alphabet und Meta - die Tech-Giganten hinter Youtube, Facebook und Instagram. Den Konzernen wird vorgeworfen, ihre Plattformen gezielt suchtfördernd für Kinder und Jugendliche gestaltet zu haben. Die vom Konzern Bytedance betriebene Videoplattform Tiktok hatte kurz vor Prozessbeginn eine außergerichtliche Einigung erzielt.

Im Mittelpunkt des Verfahrens unter dem Vorsitz von Richterin Carolyn Kuhl steht der Fall einer 19-jährigen Frau, deren Name mit K.G.M. abgekürzt wird. Sie wirft den Betreibern von Online-Netzwerken vor, sie abhängig gemacht und dadurch schwere psychische Schäden bei ihr verursacht zu haben. Das Verfahren gilt als Musterprozess für zahlreiche weitere Klagen.

Die Anwälte der Kläger greifen bei dem Prozess auf Strategien zurück, die in den 90er- und 2000er-Jahren gegen die Tabakindustrie angewendet wurden. Bei der damaligen Klagewelle wurde unter anderem argumentiert, dass die Unternehmen ein schädliches Produkt verkauften.

Kläger-Anwalt Lanier hatte den Konzernen in seinem Eröffnungsplädoyer am Montag vorgeworfen, nicht nur Apps zu entwickeln, sondern auch "Fallen" zu konstruieren. Die Konzerne hätten "eine Sucht in den Gehirnen von Kindern erzeugt". Um seine Argumentation zu untermauern, legte er mehrere interne Dokumente von Google und Meta vor, die belegen sollen, dass die Unternehmen dabei mit Vorsatz handelten.

Meta und YouTube verfolgten eine "süchtig machende Strategie", sagte Lanier und hob hervor, dass das Geschäftsmodell von Meta und Google größtenteils auf Werbung basiere - sie profitieren also davon, wenn Nutzer möglichst viel Zeit auf den Plattformen verbringen.

Mosseri wies diese Behauptung zurück. "Wir verdienen weniger Geld mit Jugendlichen", da sie selten auf Werbeanzeigen klickten, sagte der Instagram-Chef.

Meta-Anwalt Paul Schmidt hatte in seinem Eröffnungsplädoyer entgegnet, dass der verschlechterte psychische Zustand der Klägerin hauptsächlich mit ihrer familiären Situation zusammenhänge. Probleme in der Familie und Mobbing in der realen Welt hätten ihr Selbstwertgefühl, ihr Körperbild und ihr Glück beeinträchtigt. Wenn man Instagram wegnehmen würde und alles andere im Leben der Klägerin gleich geblieben wäre, "wäre ihr Leben dann völlig anders oder würde sie immer noch mit denselben Problemen zu kämpfen haben wie heute?", fragte er.

Die Zeugenaussage von Meta-Chef Mark Zuckerberg wird für den 18. Februar erwartet. Der Chef von Youtube, Neil Mohan, soll einen Tag später aussagen.

(P.Werner--BBZ)