Berliner Boersenzeitung - Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

EUR -
AED 4.315389
AFN 75.20314
ALL 95.620417
AMD 434.770723
ANG 2.103214
AOA 1078.701182
ARS 1630.662976
AUD 1.621952
AWG 2.116569
AZN 1.980104
BAM 1.949993
BBD 2.374907
BDT 144.489124
BGN 1.960113
BHD 0.445595
BIF 3512.750059
BMD 1.175056
BND 1.492819
BOB 8.12178
BRL 5.786096
BSD 1.179152
BTN 111.210363
BWP 15.778369
BYN 3.319302
BYR 23031.095705
BZD 2.371506
CAD 1.60267
CDF 2721.429668
CHF 0.915304
CLF 0.026772
CLP 1053.66111
CNY 8.003599
CNH 7.996849
COP 4379.210091
CRC 538.014879
CUC 1.175056
CUP 31.138981
CVE 110.396794
CZK 24.325773
DJF 209.974835
DKK 7.472633
DOP 70.255001
DZD 155.328254
EGP 61.938769
ERN 17.625839
ETB 184.115797
FJD 2.566263
FKP 0.865572
GBP 0.864312
GEL 3.149673
GGP 0.865572
GHS 13.219015
GIP 0.865572
GMD 86.365776
GNF 10349.209811
GTQ 8.972244
GYD 245.866808
HKD 9.203767
HNL 31.347827
HRK 7.532929
HTG 154.322952
HUF 358.205803
IDR 20394.270258
ILS 3.418414
IMP 0.865572
INR 111.455108
IQD 1539.323233
IRR 1542848.400886
ISK 143.803446
JEP 0.865572
JMD 185.789671
JOD 0.83313
JPY 183.754035
KES 151.819926
KGS 102.723973
KHR 4726.009119
KMF 492.348489
KPW 1057.55442
KRW 1706.0761
KWD 0.361798
KYD 0.979479
KZT 544.286899
LAK 25815.978342
LBP 105200.39284
LKR 376.277914
LRD 215.710852
LSL 19.429521
LTL 3.469635
LVL 0.71078
LYD 7.463594
MAD 10.80875
MDL 20.204748
MGA 4913.049057
MKD 61.645047
MMK 2467.087736
MNT 4206.288306
MOP 9.486411
MRU 47.062049
MUR 54.898372
MVR 18.160455
MWK 2044.63658
MXN 20.268715
MYR 4.593301
MZN 75.097425
NAD 19.429617
NGN 1598.698819
NIO 43.389265
NOK 10.932185
NPR 178.505875
NZD 1.97232
OMR 0.45181
PAB 1.175395
PEN 4.068628
PGK 5.127117
PHP 71.18602
PKR 328.556533
PLN 4.23271
PYG 7216.540909
QAR 4.281931
RON 5.266244
RSD 117.379835
RUB 87.829436
RWF 1724.268174
SAR 4.416122
SBD 9.423281
SCR 16.81301
SDG 705.621732
SEK 10.858577
SGD 1.489677
SHP 0.877298
SLE 28.965269
SLL 24640.33026
SOS 673.843882
SRD 43.959988
STD 24321.284771
STN 24.505337
SVC 10.284331
SYP 130.670561
SZL 19.216003
THB 37.977673
TJS 10.984045
TMT 4.118571
TND 3.375344
TOP 2.829253
TRY 53.164129
TTD 7.965247
TWD 36.854802
TZS 3056.241658
UAH 51.698339
UGX 4419.819797
USD 1.175056
UYU 47.22936
UZS 14188.799821
VES 579.885899
VND 30918.070929
VUV 138.950861
WST 3.19919
XAF 656.097093
XAG 0.015053
XAU 0.00025
XCD 3.175648
XCG 2.118383
XDR 0.815974
XOF 656.097093
XPF 119.331742
YER 280.397755
ZAR 19.268038
ZMK 10576.910698
ZMW 22.315765
ZWL 378.367521
  • Goldpreis

    19.1000

    4713.4

    +0.41%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1755

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • SDAX

    165.2000

    18348.1

    +0.9%

  • MDAX

    646.7100

    31779.41

    +2.03%

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Öl- und Gaspreise steigen wegen Iran-Kriegs stark - Aktienkurse auf Talfahrt

Der Iran-Krieg hat für einen sprunghaften Anstieg der Öl- und Gaspreise und allgemein sinkende Aktienkurse gesorgt. In Europa legte der Börsenpreis für Erdgas zunächst um mehr als 20 Prozent zu und stieg steil weiter, als Katar am Montag seine Flüssigerdgasproduktion aussetzte. Mittelfristige Rohöllieferungen verteuerten sich an den Weltmärkten um rund acht Prozent. Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges dürften Analysten zufolge überschaubar bleiben, sollte die Gewalt bald abflauen. Eine weitere Eskalation und ein langer Konflikt hätten jedoch massive Auswirkungen.

Textgröße:

Der Ölpreis stieg am Montagmorgen zeitweise auf über 80 Dollar pro Barrel. Analysten halten Preise von über 100 Dollar pro Barrel im Fall eines längeren Konflikts für denkbar. In Deutschland schossen an den Tankstellen bereits die Preise nach oben, vielerorts bildeten sich Schlangen, weil Verbraucher weiter steigende Preise erwarten.

Der Iran kontrolliert die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert - auch ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) wird über Hormus abgewickelt. Katar ist der wichtigste LNG-Produzent.

Die staatliche Energiefirma des Golfstaates kündigte am Montagmittag einen LNG-Produktionsstopp an, nachdem iranische Angriffe zwei ihrer Standort getroffen hätten. Die Bundesregierung versicherte, auf die Versorgungssicherheit habe die aktuelle Lage zunächst keinen Einfluss, da Deutschland bislang kein LNG aus Katar beziehe. Doch die Preise schossen in die Höhe, der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt lag am frühen Nachmittag rund 50 Prozent im Plus.

Die Aktienkurse in Europa und Asien fielen zum Handelsbeginn. Der Deutsche Aktienindex (Dax) lag gegen Mittag über zwei Prozent im Minus. Der Kurs des Dollar und der Goldkurs stiegen hingegen, weil Anleger vermehrt auf sichere Anlageklassen umsattelten. In volatilen Zeiten sinken besonders die Werte risikoreicher Anlageklassen wie Bitcoin. Der Krypto-Experte Timo Emden erklärte allerdings, dass der Bitcoin sich angesichts der Zuspitzung der Lage "bemerkenswert stabil" zeige.

Besonders stark gaben die Aktienkurse von Fluggesellschaften nach - sie mussten wegen der Krise in Nahost Flüge in die Region vorerst komplett streichen. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen, weil die Lufträume großflächig geschlossen sind. Die Kurse von Öl-Konzernen wie Total oder PetroChina stiegen hingegen.

Auch deutsche Reedereien sind direkt von dem Krieg betroffen. Mindestens 25 Schiffe deutscher Reedereien befinden sich derzeit in den Gewässern des persischen Golfs und damit in oder in unmittelbarer Nähe zum Kriegsgebiet, wie der Verband Deutscher Reeder mitteilte. "Darunter sind zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können."

Ägyptens Präsident Abdel Fattah Al-Sisi äußerte zudem die Sorge, dass der nicht in unmittelbarer Nähe zum Iran gelegene Suez-Kanal betroffen sein könnte. Die drei weltweit größten Reedereien MSC, Maersk und CMA CGM setzten am Samstag nicht nur die Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Straße von Hormus aus, sondern auch durch die Meerenge von Bab el-Mandeb, die zum Suezkanal führt. Stattdessen müssen die Schiffe dann die Route an Südafrika und am Kap der Guten Hoffnung vorbei nehmen.

Analysten zeigten sich mit Blick auf die mittelfristigen Aussichten vorsichtig zuversichtlich. "Historisch betrachtet führen steigende geopolitische Risiken meist nur zu vorübergehenden Marktverwerfungen", erklärte etwa Matthew Ryan von Ebury. "In der Regel erholen sich die Märkte relativ rasch, sobald der unmittelbare Schock nachlässt." Die große Frage im vorliegenden Fall sei, ob es zu einer längeren Sperrung der Straße von Hormus kommt.

Im Fall eines langen Konflikts würde insbesondere Europa unter den wirtschaftlichen Folgen leiden, erklärte ING-Analyst Carsten Brzeski. "Europa importiert im Wesentlichen sein gesamtes Öl und einen erheblichen Teil seines Flüssigerdgases (LNG)." Ein massiver Energiepreisanstieg würde die Länder zur Unzeit treffen, da es konjunkturell gerade wieder bergauf gehe.

(P.Werner--BBZ)