Berliner Boersenzeitung - Verhaltenes Echo auf Trumps Forderung nach internationalem Einsatz in Straße von Hormus

EUR -
AED 4.2383
AFN 75.595632
ALL 93.422114
AMD 421.437509
AOA 1058.276875
ARS 1727.056315
AUD 1.636692
AWG 2.077316
AZN 1.966371
BAM 1.957368
BBD 2.320839
BDT 142.644237
BHD 0.434544
BIF 3443.55778
BMD 1.154064
BND 1.478584
BOB 13.995208
BRL 5.938237
BSD 1.152313
BTN 109.971071
BWP 15.669413
BYN 3.39619
BYR 22619.659
BZD 2.317536
CAD 1.623232
CDF 2608.185306
CHF 0.93219
CLF 0.02675
CLP 1056.234506
CNY 7.794031
CNH 7.784821
COP 3700.403103
CRC 522.513929
CUC 1.154064
CUP 30.582702
CVE 110.353377
CZK 24.171647
DJF 205.192551
DKK 7.476005
DOP 67.203238
DZD 153.369708
EGP 57.902286
ERN 17.310964
ETB 184.794555
FJD 2.58193
FKP 0.859053
GBP 0.857522
GEL 3.012045
GGP 0.859053
GHS 13.499811
GIP 0.859053
GMD 85.400216
GNF 10120.104707
GTQ 8.789039
GYD 241.2432
HKD 9.051712
HNL 30.986451
HRK 7.536498
HTG 150.660657
HUF 360.667835
IDR 20698.14205
ILS 3.475834
IMP 0.859053
INR 109.519253
IQD 1512.40118
IRR 1586982.580461
ISK 141.833811
JEP 0.859053
JMD 182.194332
JOD 0.818213
JPY 181.631823
KES 149.32436
KGS 100.923231
KHR 4664.675085
KMF 493.939336
KRW 1640.554196
KWD 0.357079
KYD 0.960269
KZT 542.844738
LAK 26062.872505
LBP 103188.544626
LKR 386.889842
LRD 207.996574
LSL 18.67854
LTL 3.407652
LVL 0.698082
LYD 7.345678
MAD 10.736699
MDL 20.171154
MGA 4974.016858
MKD 61.574312
MMK 2423.150055
MNT 4136.511653
MOP 9.309677
MRU 46.266137
MUR 53.029348
MVR 17.841675
MWK 1998.082855
MXN 19.898121
MYR 4.720928
MZN 73.751906
NAD 18.996413
NGN 1572.966021
NIO 42.403959
NOK 11.004493
NPR 175.952387
NZD 1.962607
OMR 0.443735
PAB 1.152323
PEN 3.905933
PGK 5.103846
PHP 70.210919
PKR 320.656616
PLN 4.294296
PYG 6870.442676
QAR 4.200564
RON 5.250761
RSD 117.374106
RUB 93.045188
RWF 1693.012232
SAR 4.330659
SBD 9.315088
SCR 15.474001
SDG 693.024943
SEK 10.97261
SGD 1.478172
SLE 28.217204
SOS 658.521672
SRD 43.728636
STD 23886.799612
STN 24.519424
SVC 10.083075
SZL 18.978562
THB 38.303967
TJS 10.635818
TMT 4.050765
TND 3.385111
TRY 54.900339
TTD 7.823265
TWD 37.189147
TZS 3064.038244
UAH 51.525118
UGX 4315.456042
USD 1.154064
UYU 46.427383
UZS 13785.296924
VES 870.408229
VND 30314.382285
VUV 137.499608
WST 3.153152
XAF 656.477053
XAG 0.018979
XAU 0.000279
XCD 3.118916
XCG 2.07679
XDR 0.816447
XOF 656.477053
XPF 119.331742
YER 275.070767
ZAR 18.867623
ZMK 10387.962599
ZMW 21.807275
ZWL 371.608213
  • Goldpreis

    42.0000

    4194.6

    +1%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1537

    +0.03%

  • DAX

    201.0400

    26202.35

    +0.77%

  • SDAX

    114.9600

    18639.43

    +0.62%

  • MDAX

    48.7000

    32559.91

    +0.15%

  • TecDAX

    29.9300

    3981.98

    +0.75%

  • Euro STOXX 50

    60.2000

    6486.7

    +0.93%

Verhaltenes Echo auf Trumps Forderung nach internationalem Einsatz in Straße von Hormus

Verhaltenes Echo auf Trumps Forderung nach internationalem Einsatz in Straße von Hormus

Mit seiner Forderung, andere Staaten sollten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern, ist US-Präsident Donald Trump auf zurückhaltende Reaktionen gestoßen. Israel flog am Sonntag unterdessen neue Luftangriffe auf den Iran. Die iranischen Revolutionsgarden drohten damit, den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu "zu jagen und zu töten".

Textgröße:

Nachdem Trump zunächst angekündigt hatte, die US-Kriegsmarine werde in Kürze mit der Eskortierung von Tankern durch die Straße von Hormus beginnen, war er am Samstag umgeschwenkt. Stattdessen drängte er andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen, um die Schifffahrt durch die Meerenge abzusichern.

Trump schrieb, "viele Länder" würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Die Bundesregierung hatte eine deutsche Beteiligung bereits am Freitag ausgeschlossen.

Wichtig sei nun, "den Konflikt zu deeskalieren", sagte der britische Minister für Energiesicherheit, Ed Miliband, mit Blick auf Trumps Forderung. Ein japanischer Regierungsvertreter erklärte, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Entsendung japanischer Marineschiffe seien "extrem hoch".

Auch aus dem südkoreanischen Präsidialamt kam eine ausweichende Reaktion: Seoul verfolge Trumps Äußerungen genau und werde "das Thema in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten gründlich betrachten", hieß es.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte andere Länder derweil vor Schritten, die zu einer "Eskalation und Ausweitung des Konflikts führen" könnten.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

In einem Fernsehinterview unterstrich Trump zwei Wochen nach Kriegsbeginn, er sei derzeit nicht zu einer Verhandlungslösung mit dem Iran bereit. Stattdessen werde die US-Armee ihre Angriffe an der Nordküste des Iran fortsetzen und möglicherweise auch die iranische Öl-Umschlaginsel Charg erneut bombardieren, "einfach zum Spaß".

Die USA hatten die Insel, über die rund 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt werden, bereits am Freitag angegriffen. Nach Trumps Angaben wurden dabei militärische Ziele "vollständig ausradiert". Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb von Charg jedoch uneingeschränkt weiter.

Die iranische Armee drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Ölanlagen mit einer Eskalation. Alle Öl- und Energieanlagen von Unternehmen, die teilweise im Besitz der USA seien oder mit den USA zusammenarbeiteten, "werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt", sagte ein Sprecher.

Israel bombardierte nach eigenen Angaben am Sonntag Ziele im Westen des Iran. Die iranischen Revolutionsgarden drohten unterdessen, sie würden den "Kinder-tötenden Kriminellen" Netanjahu "mit aller Kraft verfolgen und töten". Die iranische Armee griff nach eigenen Angaben das Hauptquartier einer israelischen Polizei-Spezialeinheit sowie ein Zentrum für Satellitenkommunikation in Israel mit Drohnen an.

Bahrain und Saudi-Arabien meldeten am Sonntag erneute iranische Angriffe, die jedoch abgewehrt worden seien. Auch über Dubai wurden nach Behördenangaben am Samstag erneut Geschosse abgefangen. Zuvor hatte die iranische Armee Zivilisten aufgefordert, Hafenanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu meiden.

In Kuwait nahmen dem Verteidigungsministerium zufolge zwei Drohnen einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier, auf dem US-Militärpersonal stationiert ist. Drei Menschen seien leicht verletzt worden.

Die Schweiz lehnte unter Verweis auf ihre Neutralität zwei im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gestellte Überfluggesuche für US-Militärflugzeuge ab. "Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen", erklärte die Regierung in Bern.

(T.Renner--BBZ)