Berliner Boersenzeitung - Jeder vierte Erwerbstätige nutzt Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt

EUR -
AED 4.229821
AFN 74.864237
ALL 93.228828
AMD 421.085566
AOA 1056.160267
ARS 1720.733086
AUD 1.637784
AWG 2.076039
AZN 1.954916
BAM 1.955775
BBD 2.318931
BDT 142.528208
BHD 0.434189
BIF 3440.726871
BMD 1.151756
BND 1.477381
BOB 13.98346
BRL 5.846768
BSD 1.151366
BTN 109.880188
BWP 15.656803
BYN 3.393457
BYR 22574.408206
BZD 2.315671
CAD 1.619057
CDF 2605.270629
CHF 0.931862
CLF 0.026904
CLP 1062.322075
CNY 7.777342
CNH 7.775035
COP 3736.43312
CRC 522.084371
CUC 1.151756
CUP 30.521521
CVE 110.263614
CZK 24.202703
DJF 205.024752
DKK 7.475452
DOP 67.149156
DZD 153.146465
EGP 57.871799
ERN 17.276333
ETB 185.837664
FJD 2.548778
FKP 0.857335
GBP 0.856578
GEL 3.006302
GGP 0.857335
GHS 13.488479
GIP 0.857335
GMD 85.229454
GNF 10111.872879
GTQ 8.78189
GYD 241.04383
HKD 9.033562
HNL 30.861746
HRK 7.534208
HTG 150.536801
HUF 362.376716
IDR 20712.019529
ILS 3.484118
IMP 0.857335
INR 109.655937
IQD 1508.281039
IRR 1583951.78019
ISK 141.999677
JEP 0.857335
JMD 182.047711
JOD 0.816595
JPY 181.232211
KES 149.014032
KGS 100.721368
KHR 4660.900938
KMF 492.951678
KRW 1642.904407
KWD 0.356388
KYD 0.959467
KZT 542.391408
LAK 26041.672617
LBP 103089.392874
LKR 386.57514
LRD 207.822876
LSL 18.980961
LTL 3.400835
LVL 0.696685
LYD 7.334908
MAD 10.727965
MDL 20.154309
MGA 4902.938363
MKD 61.529226
MMK 2418.302526
MNT 4128.236531
MOP 9.301781
MRU 46.030421
MUR 54.17888
MVR 17.794357
MWK 1996.448901
MXN 19.912067
MYR 4.713674
MZN 73.578865
NAD 18.981044
NGN 1570.371947
NIO 42.369467
NOK 10.994201
NPR 175.81079
NZD 1.956723
OMR 0.442841
PAB 1.151386
PEN 3.895551
PGK 5.083936
PHP 70.025536
PKR 319.707481
PLN 4.306816
PYG 6864.943499
QAR 4.197165
RON 5.250796
RSD 117.352727
RUB 93.295072
RWF 1695.341888
SAR 4.314394
SBD 9.295999
SCR 15.438728
SDG 691.053528
SEK 10.992758
SGD 1.476953
SLE 28.160726
SOS 657.991728
SRD 43.543221
STD 23839.013893
STN 24.499267
SVC 10.074873
SZL 18.977597
THB 38.375353
TJS 10.627028
TMT 4.031144
TND 3.382357
TRY 54.772537
TTD 7.816902
TWD 37.32091
TZS 3055.023466
UAH 51.483653
UGX 4311.870919
USD 1.151756
UYU 46.389618
UZS 13747.827169
VES 861.341978
VND 30249.131118
VUV 137.224539
WST 3.146845
XAF 655.948754
XAG 0.019431
XAU 0.000283
XCD 3.112677
XCG 2.075074
XDR 0.816719
XOF 655.948754
XPF 119.331742
YER 274.582072
ZAR 18.940458
ZMK 10367.187916
ZMW 21.786321
ZWL 370.864808
  • TecDAX

    29.4100

    3981.46

    +0.74%

  • Goldpreis

    56.9000

    4147.4

    +1.37%

  • SDAX

    89.9400

    18614.41

    +0.48%

  • MDAX

    -30.7800

    32480.43

    -0.09%

  • Euro STOXX 50

    52.3800

    6478.88

    +0.81%

  • DAX

    175.1600

    26176.47

    +0.67%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1531

    +0.15%

Jeder vierte Erwerbstätige nutzt Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt

Jeder vierte Erwerbstätige nutzt Homeoffice - Anteil leicht über EU-Durchschnitt

Arbeiten im Homeoffice hat sich seit der Corona-Krise bei vielen Erwerbstätigen etabliert: Im vergangen Jahr legte der Anteil derjenigen, die zumindest gelegentlich von zu Hause aus arbeiten, leicht auf 25 Prozent zu und lag damit über dem EU-Durchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Allerdings gibt es teils deutliche Unterschiede - vor allem zwischen verschiedenen Branchen.

Textgröße:

Der Anteil der Homeoffice-Nutzenden 2025 stieg im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt an und erreichte mit einem Viertel der Erwerbstätigen das Niveau des Corona-Jahres 2021. Damals war von der Möglichkeit jedoch an deutlich mehr Tagen Gebrauch gemacht worden: 40 Prozent der Erwerbstätigen im Homeoffice arbeiteten 2021 vollständig von zu Hause aus - 2025 waren es 24 Prozent.

46 Prozent der Homeoffice-Nutzenden arbeiteten im vergangenen Jahr hingegen an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage am heimischen Schreibtisch. Genutzt wird die grundsätzliche Möglichkeit für das Arbeiten im Homeoffice überdies vor allem von Beschäftigten größerer Firmen: In Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten war der Anteil 2025 mit 35 Prozent am höchsten; in kleinen Betrieben unter 50 Beschäftigten waren es dagegen nur 19 Prozent.

Den Daten des Bundesamtes zufolge gibt es zudem Unterschiede je nach Alter. Während die 35- bis 44-Jährigen mit 30 Prozent im vergangenen Jahr den höchsten Homeoffice-Anteil hatten, waren es bei den 55- bis 64-Jährigen nur 22 Prozent und bei den 15- bis 24-jährigen gar lediglich zehn Prozent. Hier könnten unterschiedliche private und berufsbedingte Faktoren eine Rolle spielen, führten die Statistiker aus: "Beispielsweise kann bei jüngeren Erwerbstätigen die Berufsausbildung die Möglichkeiten für Homeoffice einschränken." In den mittleren Altersjahren hingegen könne "die Notwendigkeit, private Verpflichtungen mit dem Beruf zu vereinbaren, zu einer stärkeren Nutzung des Homeoffice führen".

Große Diskrepanzen zeigen sich außerdem mit Blick auf die jeweilige Tätigkeit, die oftmals schlicht nicht von zu Hause aus erledigt werden kann: Während in der IT-Branche fast drei Viertel (74 Prozent) und bei Versicherungen und Pensionskassen 68 Prozent zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten, konnten 2025 nur sechs Prozent der Beschäftigten in der Gastronomie ihre Arbeit auch zu Hause ausüben; in der Gebäudebetreuung oder im Garten- und Landschaftsbau waren es mit sieben Prozent ähnlich wenige Erwerbstätige.

Insgesamt lag Deutschland bei der zumindest gelegentlichen Homeoffice-Nutzung im vergangenen Jahr leicht über dem Durchschnitt der 27 EU-Mitgliedstaaten, der laut Statistik bei 23 Prozent lag. Am höchsten war der Anteil in den Niederlanden mit 52 Prozent, gefolgt von Schweden (45 Prozent) und Luxemburg (43 Prozent). Anteilig die wenigsten Berufstätigen arbeiteten hingegen in Rumänien und Bulgarien (jeweils vier Prozent) und Griechenland (sieben Prozent) von zu Hause aus.

In Deutschland hat sich das Arbeiten im Homeoffice insbesondere seit der Corona-Krise etabliert - vor der Pandemie, im Jahr 2019, hatten nur 13 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich von zu Hause aus gearbeitet. Nach der Pandemie war der Anteil dann wieder leicht gesunken, auf 23 Prozent im Jahr 2023, bis 2024 dann 24 Prozent erreicht wurden. Aktuell fordert etwa der Deutsche Gewerkschaftsbund angesichts der infolge des Iran-Krieges deutlich gestiegenen Spritpreise mehr Homeoffice.

Die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Bettina Kohlrausch, forderte am Mittwoch ein Recht auf Homeoffice. Mit 25 Prozent der Erwerbstätigen sei das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, "noch lange nicht ausgeschöpft". Gerade für Frauen, "die im Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit".

(O.Joost--BBZ)