Berliner Boersenzeitung - Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan

EUR -
AED 4.133881
AFN 73.166229
ALL 90.907398
AMD 406.333069
ANG 2.014639
AOA 1033.329751
ARS 1741.885087
AUD 1.603761
AWG 2.026137
AZN 1.905196
BAM 1.955959
BBD 2.266784
BDT 140.121404
BGN 1.967414
BHD 0.424938
BIF 3362.873681
BMD 1.125632
BND 1.438717
BOB 13.646111
BRL 6.146512
BSD 1.125492
BTN 106.458664
BWP 15.452258
BYN 3.358273
BYR 22062.379507
BZD 2.263584
CAD 1.570639
CDF 2605.837355
CHF 0.916506
CLF 0.027614
CLP 1086.797613
CNY 7.511959
CNH 7.505611
COP 3635.114713
CRC 511.257505
CUC 1.125632
CUP 27.011198
CVE 110.273974
CZK 24.280493
DJF 200.416311
DKK 7.4747
DOP 67.587602
DZD 152.929391
EGP 61.588941
ERN 16.884474
ETB 184.725477
FJD 2.522259
FKP 0.838898
GBP 0.834493
GEL 2.919121
GGP 0.838898
GHS 13.095066
GIP 0.838898
GMD 83.296744
GNF 9969.855664
GTQ 8.6007
GYD 235.809191
HKD 8.829347
HNL 30.250402
HRK 7.619412
HTG 147.45069
HUF 362.32112
IDR 20358.285817
ILS 3.55013
IMP 0.838898
INR 106.132315
IQD 1706.238859
IRR 2120024.132787
ISK 136.617863
JEP 0.838898
JMD 178.401651
JOD 0.79805
JPY 177.740581
KES 146.26468
KGS 98.436235
KHR 4576.331781
KMF 496.403485
KPW 1013.068403
KRW 1512.837264
KWD 0.349767
KYD 0.937876
KZT 508.681398
LAK 25339.062174
LBP 100785.502248
LKR 374.500478
LRD 191.325571
LSL 18.526008
LTL 3.323698
LVL 0.680883
LYD 7.216587
MAD 10.994295
MDL 20.185643
MGA 5083.413705
MKD 61.566419
MMK 2363.287007
MNT 4050.120666
MOP 9.09454
MRU 45.782133
MUR 53.006364
MVR 17.396676
MWK 1951.558824
MXN 20.881249
MYR 4.558699
MZN 71.938987
NAD 18.526008
NGN 1514.873748
NIO 41.41337
NOK 10.458637
NPR 170.339159
NZD 1.992103
OMR 0.432813
PAB 1.125592
PEN 3.884616
PGK 5.050523
PHP 71.054932
PKR 311.332237
PLN 4.386153
PYG 6824.555404
QAR 4.103234
RON 5.341688
RSD 117.645399
RUB 92.082022
RWF 1656.142139
SAR 4.228254
SBD 9.063268
SCR 15.64479
SDG 677.06986
SEK 10.922194
SGD 1.437201
SHP 0.839209
SLE 25.788026
SLL 23603.936944
SOS 643.278069
SRD 42.283214
STD 23298.301634
STN 24.502538
SVC 9.847801
SYP 14635.461806
SZL 18.516507
THB 37.64448
TJS 10.382445
TMT 3.950967
TND 3.354373
TOP 2.71025
TRY 56.334595
TTD 7.629621
TWD 37.105339
TZS 2982.921461
UAH 51.253971
UGX 4620.376021
USD 1.125632
UYU 45.253683
UZS 13382.089077
VES 1001.853327
VND 28933.797655
VUV 134.481828
WST 3.128478
XAF 655.957
XAG 0.02116
XAU 0.000272037897
XCD 3.042075
XCG 2.028365
XDR 0.79588
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.846025
ZAR 18.383828
ZMK 10132.038925
ZMW 22.825858
ZWL 362.452918
SSP 6467.839639
MXV 2.350424
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan
Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu US-Präsident Donald Trump vor dem Verkauf von Kampfjets an die Türkei gewarnt. Netanjahu sagte am Montag dem US-Sender Fox News, die Türkei dürfe keine F35-Maschinen oder Kampfjet-Triebwerke erhalten. Dies würde "das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten stören". Experten rechnen dennoch mit einer Ankündigung Trumps.

Textgröße:

Der US-Präsident hatte zu dem Rüstungsgeschäft gesagt, er werde den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vermutlich "sehr glücklich" machen. Experten rechnen damit, dass Trump Erdogan am Rande des Nato-Gipfels in Ankara rund 40 F110-Kampfjettriebwerke zusagt. Das Spitzentreffen findet am Dienstag und Mittwoch statt.

Die Türkei will die US-Triebwerke für KAAN-Tarnkappenflugzeuge aus eigener Produktion nutzen. Sie sollen die veraltete F16-Flotte der türkischen Luftwaffe ersetzen. Die Türkei will damit in den Club der Länder aufsteigen, die Kampfflugzeuge der fünften Generation produzieren, allen voran die USA, China und Russland. Damit sind hochmoderne Kampfjets gemeint, die für Radare unsichtbar sind und über extrem leistungsstarke Sensoren verfügen.

Das Triebwerk-Geschäft hat nach Angaben aus dem US-Kongress einen Umfang von mehr als 700 Millionen Dollar (rund 610 Millionen Euro). Von den oppositionellen Demokraten gibt es Kritik an dem Deal mit Ankara: Trump habe den Kongress bei der Entscheidung "übergangen" und das Parlament lediglich in Kenntnis gesetzt, kritisierte das Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, Gregory Meeks.

Erdogan hatte darüber hinaus mehrfach den Wunsch nach F35-Maschinen geäußert. Dafür wäre allerdings zwingend die Zustimmung des US-Kongresses nötig. Denn die Vereinigten Staaten hatten Ende 2020 Sanktionen gegen die Türkei verhängt, nachdem der Nato-Partner Raketenabwehrsysteme vom Typ S-400 von Russland erworben hatte.

Damit der Kongress diese Sanktionen wieder aufhebt, müsste Ankara das S-400-System abstoßen – doch ein Verkauf an ein Drittland würde die Zustimmung Moskaus erfordern, und eine Rückgabe an Russland steht nicht zur Debatte. "Die Änderung der Kongressentscheidung wird nicht einfach sein", sagt Mustafa Aydin, Experte für internationale Beziehungen an der Istanbuler Kadir-Has-Universität.

F35-Kampfjets gehören zu den modernsten weltweit. Der Jet wurde ursprünglich von den USA in Zusammenarbeit mit der Türkei und anderen Nato-Staaten entwickelt. Die USA schlossen Ankara jedoch 2019 nach dem Raketenabwehr-Geschäft mit Russland aus dem Programm aus.

Trump hat die Beziehungen zu Erdogan seither wieder verbessert, der US-Präsident empfing den türkischen Staatschef im September in Washington und sagte, die US-Sanktionen gegen die Türkei könnten "nahezu sofort" aufgehoben werden. Der ehemalige US-Diplomat und hochrangige Beamte im Weißen Haus, Matthew Bryza, rechnet damit, dass Trump den Streit um die F35 nun für beendet erklärt und der Türkei die Kampfjets in Aussicht stellt.

Für einen F35-Verkauf müssten die Strafmaßnahmen gegen Ankara jedoch fallen. "Ob (Trump) den Kongress dazu bewegen kann, hängt davon ab, wie viel politisches Kapital er bereit ist zu investieren", sagte Bryza. Das könne vor den Kongresswahlen Anfang November "politisch kostspielig sein", sagte er mit Blick auf die große griechisch- und armenischstämmige Gemeinde in den USA, die der Türkei feindselig gegenübersteht.

(T.Burkhard--BBZ)