Berliner Boersenzeitung - Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen

EUR -
AED 4.271739
AFN 76.19077
ALL 92.271103
AMD 422.975133
ANG 2.081822
AOA 1067.789964
ARS 1755.216599
AUD 1.610158
AWG 2.093706
AZN 1.978805
BAM 1.959
BBD 2.342736
BDT 142.955332
BGN 1.973162
BHD 0.438822
BIF 3481.601451
BMD 1.16317
BND 1.472812
BOB 14.510888
BRL 5.909488
BSD 1.163215
BTN 109.955007
BWP 15.615572
BYN 3.581565
BYR 22798.128087
BZD 2.339351
CAD 1.601824
CDF 2652.027501
CHF 0.940376
CLF 0.027255
CLP 1076.223032
CNY 7.806384
CNH 7.800979
COP 3641.686906
CRC 527.868973
CUC 1.16317
CUP 30.824
CVE 110.446817
CZK 24.194517
DJF 207.130085
DKK 7.474861
DOP 68.842736
DZD 154.877612
EGP 59.380714
ERN 17.447547
ETB 188.623811
FJD 2.551471
FKP 0.859058
GBP 0.858355
GEL 3.030067
GGP 0.859058
GHS 13.265838
GIP 0.859058
GMD 86.074432
GNF 10223.830384
GTQ 8.879541
GYD 243.349554
HKD 9.12106
HNL 31.213114
HRK 7.535712
HTG 152.079044
HUF 363.336444
IDR 20442.709241
ILS 3.503781
IMP 0.859058
INR 110.286352
IQD 1523.795359
IRR 1598893.207909
ISK 140.405997
JEP 0.859058
JMD 184.721705
JOD 0.824694
JPY 179.320652
KES 150.571995
KGS 101.719507
KHR 4710.714239
KMF 493.184043
KPW 1046.853162
KRW 1561.136549
KWD 0.359233
KYD 0.969287
KZT 528.099353
LAK 26065.909482
LBP 104161.369573
LKR 382.446292
LRD 203.553338
LSL 18.671977
LTL 3.434538
LVL 0.70359
LYD 7.364028
MAD 10.960001
MDL 20.093906
MGA 4993.219797
MKD 61.631457
MMK 2442.065538
MNT 4184.57838
MOP 9.394484
MRU 46.853727
MUR 54.505855
MVR 17.983063
MWK 2016.920237
MXN 19.673197
MYR 4.725843
MZN 74.326944
NAD 18.671977
NGN 1537.431103
NIO 42.800089
NOK 10.743374
NPR 175.926096
NZD 1.985124
OMR 0.447243
PAB 1.163115
PEN 3.90179
PGK 5.168486
PHP 72.569035
PKR 322.513747
PLN 4.31258
PYG 6884.273648
QAR 4.239779
RON 5.25195
RSD 117.367338
RUB 99.858166
RWF 1711.302419
SAR 4.368339
SBD 9.305954
SCR 16.094985
SDG 699.651301
SEK 11.146982
SGD 1.470956
SHP 0.861753
SLE 28.672058
SLL 24391.088229
SOS 664.788654
SRD 44.109735
STD 24075.266437
STN 24.540398
SVC 10.177711
SYP 15123.533635
SZL 18.654549
THB 38.268868
TJS 10.759312
TMT 4.071094
TND 3.392641
TOP 2.800634
TRY 56.365346
TTD 7.879972
TWD 36.650318
TZS 3076.025857
UAH 51.76792
UGX 4402.209033
USD 1.16317
UYU 46.826683
UZS 13748.514491
VES 937.95349
VND 30215.661904
VUV 137.271826
WST 3.161596
XAF 657.032953
XAG 0.017544
XAU 0.000264
XCD 3.143524
XCG 2.096351
XDR 0.822421
XOF 657.038611
XPF 119.331742
YER 275.670925
ZAR 18.594002
ZMK 10469.92207
ZMW 22.419907
ZWL 374.540201
  • TecDAX

    -19.1400

    4036.38

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    9.1800

    6413.17

    +0.14%

  • Goldpreis

    -37.0000

    4439.6

    -0.83%

  • MDAX

    189.0000

    32544.3

    +0.58%

  • SDAX

    57.1500

    18791.15

    +0.3%

  • DAX

    -38.7700

    26007.63

    -0.15%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1628

    +0.03%

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen / Foto: SIMON WOHLFAHRT - AFP

Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen

Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten hat in Paris der Prozess gegen 14 mutmaßliche Schleuser begonnen. Sie sind unter anderem der fahrlässigen Tötung angeklagt. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Zudem gab es Vorwürfe wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die französischen Behörden. Diese sind Gegenstand eines weiteren Verfahrens.

Textgröße:

Ein Opferanwalt kritisierte zum Auftakt des Prozesses die Abwesenheit weiterer mutmaßlicher Verantwortlicher, die damals im Überwachungs- und Rettungszentrum Dienst hatten. "Es wäre gut gewesen, wenn alle auf der Anklagebank sitzen würden, damit alle Verantwortlichkeiten geprüft werden können", sagte der Anwalt Emmanuel Daoud, der eine betroffene Familie vertritt.

Das Unglück vom November 2021 hatte wegen der hohen Opferzahl und des Verhaltens der französischen Behörden Aufsehen erregt. Dazu laufen noch Ermittlungen gegen sieben französische Marinesoldaten, die im Verdacht stehen, Hilferufe ignoriert zu haben.

Die Angeklagten stammen überwiegend aus Afghanistan und aus dem Irak. Gegen zwei von ihnen, darunter einem mutmaßlichen Bandenchef, liegt ein Haftbefehl vor.

Zu dem Prozess haben sich 114 Nebenkläger gemeldet, vor allem Familien der Opfer, die unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, Somalia und Vietnam stammten. Neun Menschen reisten aus der irakischen Stadt Erbil an. Das Unglück überlebten nur ein Somali und ein Iraker.

"Wir waren seit drei Stunden auf dem Boot im offenen Meer, als immer mehr Wasser ins Boot kam", so zitierte die Vorsitzende Richterin den Überlebenden Issa Omar bei der Schilderung des Unglücks. "Dann ist das Boot gekentert, es brach Panik aus", berichtete Omar weiter.

Die Menschen an Bord hatten zuvor mehrfach die französische Seenotrettung angerufen. "Wir sind im Wasser", beschworen sie die französische Dienststelle. "Ja, aber sie befinden sich in britischem Gewässer", lautete die Antwort nach dem später veröffentlichten Protokoll. Eine Absprache mit britischen Stellen gab es nach Erkenntnissen der Ermittler nicht.

Das Schlauchboot, auf dem die Migranten die gefährliche Überfahrt versucht hatten, war laut der Anklageschrift von schlechter Qualität. Es habe mangelhafte Ventile gehabt, aus denen unter dem Gewicht der Passagiere die Luft entwichen sei. Es gab weder ein Ortungsgerät noch einen Steuermann mit Erfahrung.

Seit 2018 - nachdem Überfahrten als blinde Passagiere in Lastwagen aufgrund strengerer Kontrollen kaum noch möglich waren - überquerten mehr als 200.000 Menschen in Schlauchbooten den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien. Viele von ihnen haben dort bereits Verwandte oder Freunde oder hoffen darauf, dass sie sich dort auf Englisch und ohne Ausweispflicht besser durchschlagen können.

Frankreich und Großbritannien arbeiten eng zusammen, um die Überfahrten zu verhindern. Seit Beginn des Jahres erreichten etwa 16.500 Migranten Großbritannien auf dem Seeweg - 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

(L.Kaufmann--BBZ)