Berliner Boersenzeitung - Wirtschaft sieht Außenhandel trotz Rekordjahrs vor großen Herausforderungen

EUR -
AED 4.241003
AFN 73.32143
ALL 96.264457
AMD 435.49084
ANG 2.066822
AOA 1058.764604
ARS 1597.949484
AUD 1.676973
AWG 2.078272
AZN 1.967396
BAM 1.962489
BBD 2.325728
BDT 141.683564
BGN 1.973561
BHD 0.435685
BIF 3427.417086
BMD 1.154596
BND 1.486969
BOB 8.008298
BRL 6.067751
BSD 1.154731
BTN 109.448969
BWP 15.919471
BYN 3.437216
BYR 22630.074075
BZD 2.322286
CAD 1.604831
CDF 2635.36902
CHF 0.921971
CLF 0.027055
CLP 1068.301597
CNY 7.980392
CNH 7.989998
COP 4249.2467
CRC 536.225485
CUC 1.154596
CUP 30.596784
CVE 110.98555
CZK 24.603629
DJF 205.195187
DKK 7.496448
DOP 68.95827
DZD 153.879614
EGP 60.780401
ERN 17.318934
ETB 180.838585
FJD 2.609838
FKP 0.868614
GBP 0.870276
GEL 3.094767
GGP 0.868614
GHS 12.666364
GIP 0.868614
GMD 84.867224
GNF 10137.349919
GTQ 8.837161
GYD 241.720221
HKD 9.035924
HNL 30.608778
HRK 7.557064
HTG 151.366612
HUF 390.276858
IDR 19617.503194
ILS 3.622683
IMP 0.868614
INR 109.529794
IQD 1512.520257
IRR 1516272.693223
ISK 144.047794
JEP 0.868614
JMD 181.759555
JOD 0.818654
JPY 185.080568
KES 149.986359
KGS 100.96983
KHR 4632.238016
KMF 494.167328
KPW 1039.005581
KRW 1741.130593
KWD 0.355512
KYD 0.962293
KZT 558.235579
LAK 25285.644395
LBP 103394.037822
LKR 363.741444
LRD 212.012665
LSL 19.813301
LTL 3.409221
LVL 0.698404
LYD 7.360592
MAD 10.789123
MDL 20.282399
MGA 4820.437097
MKD 61.637435
MMK 2427.526343
MNT 4123.646826
MOP 9.31702
MRU 46.322813
MUR 54.000874
MVR 17.838939
MWK 2005.532983
MXN 20.922547
MYR 4.530678
MZN 73.836825
NAD 19.813296
NGN 1597.337286
NIO 42.397186
NOK 11.20288
NPR 175.114145
NZD 2.009741
OMR 0.444613
PAB 1.154721
PEN 3.994328
PGK 4.975197
PHP 69.911197
PKR 322.367369
PLN 4.298271
PYG 7549.734427
QAR 4.218027
RON 5.111746
RSD 117.558661
RUB 94.006614
RWF 1686.864195
SAR 4.332448
SBD 9.285301
SCR 16.659944
SDG 693.912357
SEK 10.938258
SGD 1.492666
SHP 0.866246
SLE 28.345751
SLL 24211.30527
SOS 659.855623
SRD 43.413994
STD 23897.798134
STN 24.650616
SVC 10.103439
SYP 129.111885
SZL 19.813287
THB 37.940438
TJS 11.033396
TMT 4.041085
TND 3.37839
TOP 2.779989
TRY 51.302613
TTD 7.845709
TWD 36.998328
TZS 2974.800639
UAH 50.614226
UGX 4301.662877
USD 1.154596
UYU 46.739318
UZS 14091.83988
VES 540.268027
VND 30409.162038
VUV 138.27014
WST 3.204592
XAF 658.200578
XAG 0.0165
XAU 0.000256
XCD 3.120353
XCG 2.081103
XDR 0.816058
XOF 655.810693
XPF 119.331742
YER 275.490657
ZAR 19.766671
ZMK 10392.750198
ZMW 21.737094
ZWL 371.779317
  • Euro STOXX 50

    -60.1300

    5505.8

    -1.09%

  • MDAX

    -609.3300

    27655.45

    -2.2%

  • DAX

    -312.2200

    22300.75

    -1.4%

  • SDAX

    -288.4000

    16338.41

    -1.77%

  • TecDAX

    -73.5400

    3349.65

    -2.2%

  • Goldpreis

    115.3000

    4524.3

    +2.55%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.151

    -0.25%

Wirtschaft sieht Außenhandel trotz Rekordjahrs vor großen Herausforderungen
Wirtschaft sieht Außenhandel trotz Rekordjahrs vor großen Herausforderungen

Wirtschaft sieht Außenhandel trotz Rekordjahrs vor großen Herausforderungen

Der deutsche Außenhandel hat im Dezember noch einmal deutlich zugelegt und im Gesamtjahr 2021 das Vorkrisenniveau übertroffen. Der Außenhandelsverband BGA sieht darin ein "großartiges Ergebnis", da hohe Preise bei Energie und Logistik und "Chaos in den Lieferketten" den Unternehmen stark zugesetzt hätten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnte aber, für 2022 blieben die Unsicherheiten im internationalen Geschäft für die deutschen Unternehmen "überaus groß".

Textgröße:

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stiegen die Exporte im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat November 2021 legten sie um 0,9 Prozent zu. Auf das gesamte Jahr gerechnet betrug das Plus bei den Ausfuhren 14,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2020. Im Vergleich mit dem Vorkrisenjahr 2019 lagen die Exporte damit um 3,6 Prozent höher.

Insgesamt wurden von Deutschland 2021 Waren im Wert von knapp 1,376 Billionen Euro exportiert. Der bisherige Höchststand hatte im Jahr 2019 bei knapp 1,328 Billionen Euro gelegen. Die Importe summierten sich auf rund 1,202 Billionen Euro und lagen damit um 8,9 Prozent über dem Vorkrisenniveau aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 und um 17,1 Prozent über dem Wert von 2020. Der deutsche Exportüberschuss, für den die Bundesrepublik international immer wieder kritisiert wird, sank 2021 das fünfte Jahr in Folge und lag bei 173,3 Milliarden Euro.

Im Dezember 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 117 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 110 Milliarden Euro importiert, wie das Bundesamt in Wiesbaden weiter ausführte. Bei den Importen ergab sich damit ein erhebliches Plus von 27,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Bei den Exporten stieg vor allem der Handel mit den EU-Staaten an, die Ausfuhren nach Großbritannien und nach China nahmen hingegen ab.

Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, erklärte zu den Zahlen, dass die deutsche Wirtschaft zur Jahreswende ihren Tiefpunkt in der aktuellen Corona-Welle durchschritten haben könnte.

Er wies allerdings auch darauf hin, dass sich das kräftige Wachstum bei den Importen "zu einem beträchtlichen Teil auf gestiegene Energiepreise, unter anderem beim Erdgas" zurückführen lasse. Sollte vor allem der Gaspreis nicht "bald wieder etwas nachgeben", drohe ein weiterer Teuerungsschub, der Haushalte und Unternehmen belasten könnte, warnte er.

Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, hob hervor, dass der deutsche Außenhandel nach dem größten Einbruch seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Vorjahr nun "mit dem besten Ergebnis der letzten Jahrzehnte" abgeschlossen habe. "Allerdings werden uns die Risiken auch weiterhin begleiten", erklärte Jandura.

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier verwies auf anhaltende Unsicherheiten im Jahr 2022 und nannte hierbei "die Auswirkungen der Omikron-Welle auf den Welthandel, zuletzt gesunkene Auftragseingänge aus dem Ausland, insbesondere aus China, sowie die andauernden Probleme in der Lieferkette". Die Exportzahlen im Dezember seien "kein Grund zur Euphorie".

"Das Rekordjahr im Export sollte uns nicht auf die falsche Fährte führen", gab auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, zu bedenken. "Störungen in globalen Lieferketten sowie hohe Logistikkosten belasten noch immer den Außenhandel und beeinträchtigen die Produktion", erklärte er. Eine kurzfristige Besserung der Probleme sei "nicht in Sicht".

(A.Lehmann--BBZ)