Berliner Boersenzeitung - Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen

EUR -
AED 4.117613
AFN 72.877611
ALL 91.227262
AMD 406.670309
ANG 2.006709
AOA 1028.141551
ARS 1701.703875
AUD 1.606823
AWG 2.019563
AZN 1.906758
BAM 1.954207
BBD 2.265179
BDT 138.3772
BGN 1.95967
BHD 0.425449
BIF 3366.885457
BMD 1.121201
BND 1.43904
BOB 13.13306
BRL 5.678435
BSD 1.124903
BTN 106.741615
BWP 15.411712
BYN 3.386829
BYR 21975.540274
BZD 2.261982
CAD 1.580058
CDF 2593.896677
CHF 0.924593
CLF 0.027948
CLP 1099.943205
CNY 7.502181
CNH 7.491013
COP 3562.818103
CRC 511.185578
CUC 1.121201
CUP 26.997992
CVE 110.17568
CZK 24.339585
DJF 200.274766
DKK 7.474963
DOP 69.004058
DZD 150.717474
EGP 60.261867
ERN 16.818016
ETB 183.746236
FJD 2.533298
FKP 0.841627
GBP 0.841187
GEL 2.904046
GGP 0.841627
GHS 13.13635
GIP 0.841627
GMD 82.405035
GNF 9896.021357
GTQ 8.595032
GYD 235.349201
HKD 8.799354
HNL 30.198518
HRK 7.533464
HTG 147.30598
HUF 363.064514
IDR 20225.345459
ILS 3.485198
IMP 0.841627
INR 106.468969
IQD 1705.317487
IRR 2013539.711087
ISK 136.203185
JEP 0.841627
JMD 178.817424
JOD 0.794899
JPY 177.361672
KES 145.632615
KGS 98.049146
KHR 4572.313583
KMF 493.328374
KPW 1009.080887
KRW 1490.760489
KWD 0.348413
KYD 0.93744
KZT 509.047312
LAK 25306.067272
LBP 100714.391592
LKR 372.488288
LRD 191.753498
LSL 18.487255
LTL 3.310616
LVL 0.678203
LYD 7.222599
MAD 10.928497
MDL 20.176324
MGA 5062.963155
MKD 61.59479
MMK 2353.977122
MNT 4032.300645
MOP 9.094127
MRU 44.97094
MUR 52.976469
MVR 17.333676
MWK 1950.644695
MXN 20.778549
MYR 4.57686
MZN 71.639261
NAD 18.491127
NGN 1495.132448
NIO 41.396624
NOK 10.560845
NPR 170.825796
NZD 1.980731
OMR 0.431108
PAB 1.124898
PEN 3.869346
PGK 5.107791
PHP 70.7091
PKR 311.408205
PLN 4.369197
PYG 6423.417518
QAR 4.111866
RON 5.325254
RSD 117.440212
RUB 93.058421
RWF 1660.376135
SAR 4.219809
SBD 9.042091
SCR 15.594753
SDG 674.387756
SEK 11.114981
SGD 1.434846
SHP 0.846221
SLE 27.67122
SLL 23511.030021
SOS 642.887407
SRD 42.375227
STD 23206.597716
STN 24.479827
SVC 9.84302
SYP 14577.855496
SZL 18.484262
THB 37.661701
TJS 10.366096
TMT 3.935416
TND 3.355879
TOP 2.699583
TRY 55.558471
TTD 7.636775
TWD 36.424459
TZS 2962.278203
UAH 50.457569
UGX 4646.233266
USD 1.121201
UYU 45.283289
UZS 13561.12685
VES 985.435469
VND 29036.864388
VUV 133.3919
WST 3.12571
XAF 655.957
XAG 0.019493
XAU 0.000268768092
XCD 3.030102
XCG 2.027356
XDR 0.792747
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.771893
ZAR 18.471759
ZMK 10092.14707
ZMW 22.515927
ZWL 361.026276
SSP 6447.7749
MXV 2.345686
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen
Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt: Migrantenverbände fordern Schutzmaßnahmen

Angesichts einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt haben Migrantenverbände Bund und Länder in einem offenen Brief zum Handeln aufgefordert. Vier Organisationen riefen am Montag Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder auf, umgehend eine Bund-Länder-Kommission zum Schutz von Minderheiten einzurichten. Zudem müssten Wohnsitzauflagen für Asylbewerber und Flüchtlinge aufgehoben werden, damit diese Sachsen-Anhalt bei Bedrohungen notfalls verlassen könnten.

Textgröße:

Bund und Länder müssten "einen verbindlichen Schutzplan" für bedrohte Menschen vorlegen, sagte die Vorsitzende der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO), Karen Taylor, bei einer Pressekonferenz in Berlin. Dazu gehöre auch eine dauerhaft finanzierte unabhängige Opferberatung.

Bei einer Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt hätten erstmals in Deutschland "Rechtsextremisten die Macht über Polizei, Schulen und Verwaltung", sagte die Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Mehtap Caglar. Für Menschen mit Migrationshintergrund stelle sich deshalb die Frage: "Wer schützt uns, wenn die, die uns schützen sollen, uns nicht schützen wollen?" Es brauche deshalb "ein klares Signal aus Berlin", dass der Staat "alle Menschen überall im Land" schütze.

Die AfD in Sachsen-Anhalt will im Fall einer Regierungsübernahme eine "Abschiebe- und Remigrationsoffensive" starten. Die vier Organisationen berichteten bereits von einem Anstieg von rassistischen Angriffen gegen Menschen mit Migrationshintergrund seit dem Wahlsieg der AfD Anfang September. Inzwischen gebe es "jeden Tag einen Angriff", sagte Taylor. Dies sei ein Anstieg "von über 50 Prozent".

Gerade Fachkräfte dächten nun über einen Wegzug nach. "Wir beobachten steigende Tendenz dazu, dass gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Osten sich neu orientieren", berichtete Eter Hachmann, Vorsitzende des Dachverbands der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst). Dies seien vor allem Beamte, Lehrer, ehrenamtlich tätige Menschen, aber auch vor allem junge Menschen.

Unterstützt wurden die Forderungen auch vom Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) und dem Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA). In ihrem offenen Brief verlangen die Organisationen auch einen "Schutzfonds des Bundes für bedrohte gemeinnützige Einrichtungen" wie Vereine, Beratungsstellen oder auch Gemeinden. Aus dem Fonds solle der Bund "bauliche und technische Sicherungen, Sicherheitsberatung, Notfallkonzepte und bei konkreter Gefährdung befristete Schutzmaßnahmen" finanzieren, ohne dass es eine Zustimmung der Landesregierung bedürfe.

Die Organisationen kritisierten gleichzeitig die Kürzungen bei staatlichen Programmen wie Demokratie leben zur Unterstützung der Beratung Betroffener. Viele Verbände wüssten nun nicht mehr, "wie es weitergeht", sagte Hachmann. "Wir werden künftig Menschen nicht mehr beraten können." Hachmann appellierte an die Politik, schnell zu handeln: "Wir haben Angst." Und "diese Angst betrifft nicht nur uns im Osten, diese Angst betrifft die ganze Bundesrepublik".

Die Verbände erwarten "innerhalb von 14 Tagen eine Antwort" zu ihren Forderungen. Sie verwiesen dabei auch auf die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder am Donnerstag dieser Woche in Berlin.

Ein Sprecher der Bundesregierung verwies auf zuständige Beauftragte. Die Regierung werde sich dem Anliegen sicherlich annehmen, sagte er. Bei der möglichen AfD-Regierung gehe aber um eine "hypothetische Situation", die noch nicht eingetreten sei.

Die AfD hatte zwar die Landtagswahl Anfang September zwar klar gewonnen, verfügt aber über keine eigene Mehrheit. Keine andere Partei will mit ihr eine Koalition bilden, auch wenn sich das BSW von Fall zu Fall eine Zusammenarbeit vorstellen kann.

(A.Lehmann--BBZ)