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Großbritanniens König Charles III. hat nach seinem Staatsbesuch in den USA das britische Überseegebiet Bermuda besucht. Es sei "das erste Mal in der 400-jährigen Geschichte Bermudas, dass die Inseln tatsächlich einen regierenden König empfangen haben", sagte Charles am Freitag (Ortszeit) bei einem Empfang in Bermudas Hauptstadt Hamilton. "Es tut mir also furchtbar leid, dass es so lange gedauert hat."
Charles besuchte die Inselgruppe im Atlantik ohne seine Ehefrau, Königin Camilla, die ihn zuvor bei seinem US-Besuch begleitet hatte. Das britische Staatsoberhaupt wurde am Morgen wurde vor der St. Peter's Church in St. George's, der ersten englischen Siedlung in dem britischen Überseegebiet, von einer begeisterten Menschenmenge empfangen.
Der Monarch besichtigte zudem eine Museumsausstellung zur unrühmlichen Geschichte des Sklavenhandels und sah sich eine Tanzdarbietung an, deren folkloristische Kostüme bis in jene Epoche zurückreichten. Außerdem besichtigte Charles, der sich seit mehr als 50 Jahren für Umwelt- und Naturschutz einsetzt, eine für ihr besonderes Ökosystem bekannte Insel. Am Samstag wollte Charles nach Großbritannien zurückkehren.
Bei seinem viertägigen Staatsbesuch in den USA war der britische König mit US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit angespannt.
Höhepunkt der Reise war Charles' Rede vor dem US-Kongress am Dienstag gewesen. Sein Auftritt war die erste Rede eines britischen Monarchen vor dem Kongress seit einer Ansprache seiner verstorbenen Mutter Queen Elizabeth II. im Jahr 1991. Die Ansprache wurde von den Abgeordneten mit stehenden Ovationen gefeiert. Charles sprach zahlreiche heikle Themen an, darunter den Kampf gegen den Klimawandel, die Unterstützung der Ukraine und die Bedeutung der Nato.
(F.Schuster--BBZ)