Berliner Boersenzeitung - Todesschüsse in Minneapolis: Obama und Clinton rufen zu Protest gegen Polizeigewalt auf

EUR -
AED 4.229988
AFN 73.146945
ALL 96.133079
AMD 434.212947
ANG 2.061819
AOA 1056.200947
ARS 1595.729488
AUD 1.676138
AWG 2.073241
AZN 1.95884
BAM 1.9575
BBD 2.319785
BDT 141.322745
BGN 1.968783
BHD 0.434815
BIF 3421.327021
BMD 1.1518
BND 1.483169
BOB 7.988181
BRL 6.046028
BSD 1.151795
BTN 109.176408
BWP 15.880861
BYN 3.428493
BYR 22575.287657
BZD 2.316392
CAD 1.600253
CDF 2628.988678
CHF 0.919315
CLF 0.02693
CLP 1063.36549
CNY 7.961072
CNH 7.958342
COP 4233.211976
CRC 534.857582
CUC 1.1518
CUP 30.52271
CVE 110.369005
CZK 24.518422
DJF 205.093682
DKK 7.472328
DOP 68.558058
DZD 153.334083
EGP 61.736268
ERN 17.277006
ETB 178.048178
FJD 2.580321
FKP 0.866974
GBP 0.867284
GEL 3.086771
GGP 0.866974
GHS 12.620455
GIP 0.866974
GMD 84.656271
GNF 10098.639609
GTQ 8.815384
GYD 241.106739
HKD 9.021621
HNL 30.579896
HRK 7.535884
HTG 150.976542
HUF 389.090264
IDR 19570.240438
ILS 3.616135
IMP 0.866974
INR 108.896278
IQD 1508.830137
IRR 1512601.862779
ISK 143.606561
JEP 0.866974
JMD 181.293527
JOD 0.816578
JPY 183.86078
KES 149.734428
KGS 100.724635
KHR 4612.886352
KMF 492.970864
KPW 1036.623761
KRW 1744.390407
KWD 0.354775
KYD 0.959846
KZT 556.830884
LAK 25050.648874
LBP 103140.830206
LKR 362.813545
LRD 211.358254
LSL 19.777978
LTL 3.400967
LVL 0.696713
LYD 7.352226
MAD 10.765177
MDL 20.230571
MGA 4800.106597
MKD 61.676346
MMK 2417.436221
MNT 4113.24352
MOP 9.293293
MRU 45.987343
MUR 54.017007
MVR 17.795778
MWK 1997.10857
MXN 20.796407
MYR 4.629663
MZN 73.657744
NAD 19.778236
NGN 1591.99517
NIO 42.386262
NOK 11.212362
NPR 174.665914
NZD 2.005595
OMR 0.442792
PAB 1.151815
PEN 4.012185
PGK 4.977258
PHP 69.977059
PKR 321.451413
PLN 4.279935
PYG 7530.377025
QAR 4.199475
RON 5.097752
RSD 117.405319
RUB 93.874992
RWF 1681.924321
SAR 4.322129
SBD 9.262822
SCR 17.163771
SDG 692.232263
SEK 10.889179
SGD 1.482949
SHP 0.864149
SLE 28.276608
SLL 24152.69076
SOS 658.257439
SRD 43.308822
STD 23839.942611
STN 24.520978
SVC 10.077884
SYP 127.305795
SZL 19.775833
THB 37.764652
TJS 11.005823
TMT 4.031301
TND 3.395971
TOP 2.773258
TRY 51.215473
TTD 7.825763
TWD 36.869937
TZS 2977.40446
UAH 50.484891
UGX 4290.85719
USD 1.1518
UYU 46.623733
UZS 14046.382845
VES 538.960062
VND 30332.663288
VUV 137.508177
WST 3.196803
XAF 656.512961
XAG 0.016275
XAU 0.000254
XCD 3.112798
XCG 2.07583
XDR 0.816616
XOF 656.512961
XPF 119.331742
YER 274.819021
ZAR 19.662788
ZMK 10367.582559
ZMW 21.681643
ZWL 370.879256
  • DAX

    228.6900

    22791.57

    +1%

  • MDAX

    387.2000

    28187.69

    +1.37%

  • Goldpreis

    43.1000

    4600.6

    +0.94%

  • Euro STOXX 50

    47.1900

    5588.98

    +0.84%

  • SDAX

    144.3600

    16534.15

    +0.87%

  • TecDAX

    42.1600

    3426.53

    +1.23%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.1507

    +0.35%

Todesschüsse in Minneapolis: Obama und Clinton rufen zu Protest gegen Polizeigewalt auf
Todesschüsse in Minneapolis: Obama und Clinton rufen zu Protest gegen Polizeigewalt auf / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Todesschüsse in Minneapolis: Obama und Clinton rufen zu Protest gegen Polizeigewalt auf

Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz durch US-Bundesbeamte in Minneapolis haben die früheren US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton zum friedlichen Widerstand gegen exzessive Polizeigewalt aufgerufen. Obama bezeichnete den jüngsten Vorfall am Sonntag als "Weckruf für jeden Amerikaner". Präsident Donald Trump kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an, bei dem der US-Bürger Alex Pretti von Grenzschutzbeamten erschossen worden war. Zugleich wies er den oppositionellen Demokraten die Schuld an dem Vorfall zu.

Textgröße:

Obama und seine Ehefrau Michelle erklärten: "Die Tötung von Alex Pretti ist eine herzzerreißende Tragödie". Der Vorfall sollte nach ihren Worten "ein Weckruf für jeden Amerikaner unabhängig von Parteizugehörigkeit sein, dass viele unserer zentralen Werte als Nation zunehmend angegriffen werden."

Im Bundesstaat Minnesota agierte seit Wochen "maskierte" Beamte der Einwanderungsbehörde ICE und anderer Polizeibehörden mit "Straffreiheit", kritisierten die Obamas. Dabei verfolgten sie Taktiken, die offenbar darauf ausgelegt seien, Bürger "einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und in Gefahr zu bringen". Trump und Mitglieder seiner Regierung würden dabei offenbar versuchen, "die Situation zu eskalieren".

Obama, der die USA zwischen 2009 und 2017 regiert hatte, rief alle US-Bürger dazu auf, sich an den "friedlichen Protesten in Minneapolis" ein Beispiel zu nehmen.

Auch Clinton rief die US-Bürger auf, sich zur Wehr zu setzen: "Es liegt an all jenen von uns, die an das Versprechen der amerikanischen Demokratie glauben, aufzustehen und unsere Stimme zu erheben." Der Ex-Präsident warf zudem der Trump-Regierung vor, "uns anzulügen". "Wenn wir unsere Freiheiten nach 250 Jahren aufgeben, könnte es sein, dass wir sie nie wieder zurückbekommen", warnte Clinton, der von 1993 bis 2001 im Weißen Haus amtierte.

Beamte der Grenzschutzbehörde Border Patrol hatten am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach von "Abwehrschüssen" eines Bundesbeamten, weil Pretti sich den Polizisten mit einer Pistole genähert und sich seiner Entwaffnung "gewaltsam widersetzt" habe.

Die Trump-Regierung und Vertreter der Polizeibehörden stellen den Vorfall so dar, als habe Pretti, der einen Waffenschein besaß und eine Waffe bei sich tragen durfte, das Feuer auf die Bundespolizisten eröffnen wollen. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen aber erhebliche Zweifel an diesen Schilderungen aufkommen. Bereits vor weniger als drei Wochen hatte ein Beamter der Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis die dreifache Mutter Renee Good erschossen.

In der von den Demokraten regierten Großstadt Minneapolis im Norden der USA sind seit Wochen tausende von Beamten von ICE und der Border Patrol im Einsatz, um die von Trump angeordneten Massenabschiebungen umzusetzen. Minneapolis zählt zu den sogenannten Sanctuary Cities (Zufluchtsstädten), die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.

Trump gab vor diesem Hintergrund den Demokraten die Schuld an den Vorfällen. "Tragischerweise haben zwei US-Bürger infolge dieses von den Demokraten verursachten Chaos ihr Leben verloren", erklärte er am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Von Demokraten regierte "Sanctuary Cities und -Staaten weigern sich, mit ICE zusammenzuarbeiten", schrieb er unter Verweis auf Minnesotas Gouverneur Tim Walz und den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey.

Walz forderte indes, dass die Untersuchung zu dem jüngsten tödlichen Vorfall von den örtlichen Behörden geleitet werden sollte. "Was müssen wir tun, um diese Bundesbeamten aus unserem Bundesstaat heraus zu bekommen?", fragte er vor Journalisten direkt an Trump gerichtet.

Auch mehrere Senatoren von Trumps Republikanern forderten eine gründliche Untersuchung der Todesschüsse auf Pretti sowie die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. Trump kündigte zwar eine Untersuchung an, äußerte sich aber vage dazu. "Wir sehen uns alles an, wir überprüfen alles und werden zu einer Entscheidung kommen", sagte er dem "Wall Street Journal".

Das rabiate Vorgehen der US-Regierung könnte sich auch auf die im Kongress in Washington anstehende Entscheidung zum Haushalt auswirken. Die Demokraten im Senat würden dem Haushaltsgesetz "nicht zustimmen", wenn darin die Finanzierung des Heimatschutzministeriums enthalten sei, hatte der Minderheitsführer in der Kongresskammer, Chuck Schumer, am Samstag erklärt. Die demokratische Senatorin Catherine Cortez Masto warf der Trump-Regierung vor, "unzureichend ausgebildete, kampflustige Bundesbeamte ohne Rechenschaftspflicht auf die Straße" zu schicken.

Der im November verabschiedete Übergangshaushalt läuft am 31. Januar aus. Damit steht die Finanzierung für große Teile der Bundesbehörden wieder in Frage, darunter des für die Umsetzung von Trumps Einwanderungspolitik zuständigen Heimatschutzministeriums und des Verteidigungsministeriums.

(L.Kaufmann--BBZ)