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In Japan hat am Sonntag die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Umfragen deuten auf einen deutlichen Sieg der Liberaldemokratischen Partei (LDP) von Regierungschefin Sanae Takaichi hin. Die konservative Ministerpräsidentin hatte das Unterhaus in Tokio im Januar aufgelöst und damit den Weg für die Neuwahl bereitet. Nach Schließung der Wahllokale um 20.00 Uhr (Ortszeit, 12.00 Uhr MEZ) werden die ersten Prognosen zum Wahlausgang erwartet.
Den jüngsten Erhebungen der Meinungsforschungsinstitute zufolge dürfte die seit Jahrzehnten fast ununterbrochen regierende LDP die absolute Mehrheit im 465 Sitze fassenden japanischen Unterhaus erreichen. Möglich ist demnach sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit von mindestens 310 Sitzen für die LDP und ihren rechten Koalitionspartner JIP.
Dies wäre das beste Ergebnis der Liberaldemokraten seit der Wahl im Jahr 2017. Damals war die LDP vom damaligen Regierungschef Shinzo Abe angeführt worden, Takaichis politischem Vorbild. Abe wurde 2022 bei einem Attentat ermordet.
Takaichi war im Oktober als erste Frau ins höchste japanische Regierungsamt gewählt geworden. Ihr Kabinett genießt in Umfragen Zustimmungswerte von rund 70 Prozent. Im Abgeordnetenhaus hat Takaichis Regierungskoalition bislang jedoch nur eine knappe Mehrheit, was die Durchsetzung von Takaichis ehrgeizigen Reformplänen erschwert.
(S.G.Stein--BBZ)