Berliner Boersenzeitung - Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren

EUR -
AED 4.269917
AFN 76.143756
ALL 92.246252
AMD 422.739461
ANG 2.080664
AOA 1067.196001
ARS 1757.321842
AUD 1.609606
AWG 2.095447
AZN 1.980083
BAM 1.95791
BBD 2.341433
BDT 142.875821
BGN 1.972064
BHD 0.438329
BIF 3475.943325
BMD 1.162523
BND 1.471993
BOB 14.502817
BRL 5.916195
BSD 1.162568
BTN 109.893851
BWP 15.606887
BYN 3.579573
BYR 22785.447881
BZD 2.33805
CAD 1.602265
CDF 2679.615373
CHF 0.940369
CLF 0.027222
CLP 1074.891461
CNY 7.801168
CNH 7.796651
COP 3624.002235
CRC 527.575375
CUC 1.162523
CUP 30.806856
CVE 110.9337
CZK 24.189313
DJF 206.603419
DKK 7.474365
DOP 68.879741
DZD 154.813053
EGP 59.309824
ERN 17.437843
ETB 187.13714
FJD 2.55056
FKP 0.85858
GBP 0.858506
GEL 3.028315
GGP 0.85858
GHS 13.281842
GIP 0.85858
GMD 86.026735
GNF 10201.138015
GTQ 8.874602
GYD 243.214204
HKD 9.115749
HNL 31.277705
HRK 7.534081
HTG 151.994458
HUF 363.061667
IDR 20435.989199
ILS 3.501833
IMP 0.85858
INR 110.216292
IQD 1523.486196
IRR 1598003.910901
ISK 140.6192
JEP 0.85858
JMD 184.618964
JOD 0.824238
JPY 179.363334
KES 150.488458
KGS 101.662195
KHR 4703.567553
KMF 492.909422
KPW 1046.270907
KRW 1559.088498
KWD 0.359069
KYD 0.968748
KZT 527.805626
LAK 26084.097295
LBP 104103.921437
LKR 382.233577
LRD 210.706833
LSL 18.553655
LTL 3.432628
LVL 0.703198
LYD 7.387846
MAD 10.903276
MDL 20.08273
MGA 5039.536445
MKD 61.597178
MMK 2440.707274
MNT 4182.250938
MOP 9.389259
MRU 46.570576
MUR 54.464273
MVR 17.971926
MWK 2018.13919
MXN 19.667215
MYR 4.701589
MZN 74.291074
NAD 18.553796
NGN 1538.57613
NIO 42.722315
NOK 10.743972
NPR 175.828246
NZD 1.984183
OMR 0.446996
PAB 1.162468
PEN 3.899619
PGK 5.14591
PHP 72.565258
PKR 322.710501
PLN 4.310871
PYG 6880.444649
QAR 4.237686
RON 5.251698
RSD 117.292758
RUB 99.80178
RWF 1710.071114
SAR 4.36591
SBD 9.300778
SCR 16.215482
SDG 699.255779
SEK 11.137432
SGD 1.470365
SHP 0.861274
SLE 28.656577
SLL 24377.522027
SOS 664.418902
SRD 44.085176
STD 24061.875893
STN 24.860551
SVC 10.17205
SYP 15115.122001
SZL 18.55351
THB 38.241776
TJS 10.753328
TMT 4.06883
TND 3.379485
TOP 2.799076
TRY 56.320797
TTD 7.875589
TWD 36.648297
TZS 3074.314719
UAH 51.739127
UGX 4399.760546
USD 1.162523
UYU 46.800638
UZS 13723.582489
VES 937.431803
VND 30198.856103
VUV 137.195476
WST 3.159838
XAF 656.667515
XAG 0.017518
XAU 0.000265
XCD 3.141776
XCG 2.095185
XDR 0.821964
XOF 655.082892
XPF 119.331742
YER 275.51731
ZAR 18.585366
ZMK 10464.101867
ZMW 22.407438
ZWL 374.331884
  • TecDAX

    -19.1400

    4036.38

    -0.47%

  • MDAX

    189.0000

    32544.3

    +0.58%

  • Euro STOXX 50

    9.1800

    6413.17

    +0.14%

  • SDAX

    57.1500

    18791.15

    +0.3%

  • Goldpreis

    -48.9000

    4427.7

    -1.1%

  • DAX

    -38.7700

    26007.63

    -0.15%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1633

    +0.07%

Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren
Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren / Foto: ilia YEFIMOVICH - AFP/Archiv

Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren

Wegen der israelischen Siedlungspolitik und der wachsenden Gewalt radikaler Siedler wollen zwölf westliche Staaten den Handel mit Produkten aus Siedlungen im Westjordanland sanktionieren. Der "systematische Ausbau der Siedlungen" und die "dramatische Zunahme der Siedlergewalt" seien eine "unmittelbare Bedrohung" für eine Zweistaatenlösung dar, erklärten Frankreich, Großbritannien und Kanada, die zu den zwölf Staaten gehören, am Dienstag. Israel verurteilte das Vorhaben und ordnete die Schließung des britischen Konsulats in Jerusalem an.

Textgröße:

In der am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Außenministerien der zwölf Staaten heißt es, sie seien entschlossen, "nationale Beschränkungen für den Handel mit Waren aus nach Völkerrecht illegalen Siedlungen zu verhängen und/oder entsprechende europäische Beschränkungen zu unterstützen".

Zu den Unterzeichnern zählen neben Frankreich, Großbritannien und Kanada auch Dänemark, Spanien, Finnland, Irland, Island, Norwegen, Polen, Portugal und Schweden. Deutschland ist an der Initiative nicht beteiligt. Die eng mit Israel verbündeten USA wollen sich nach Angaben von Außenminister Marco Rubio ebenfalls nicht anschließen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Andy Burnham und sein kanadischer Kollege Mark Carney betonten in einer weiteren Erklärung am Abend, die Sanktionen gegen Produkte aus den Siedlungen seien ein "Wendepunkt" in ihrem Bemühen, die Zweistaatenlösung zu retten.

Eine Zweistaatenlösung sei entscheidend für Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten, hieß es in ihrer Erklärung weiter. "Der systematische Ausbau der Siedlungen im Westjordanland, einschließlich der jüngsten Entscheidung der israelischen Regierung, die E1-Siedlung weiter voranzutreiben, wie auch die dramatische Zunahme der Siedlergewalt stellen eine unmittelbare Bedrohung für diese Vision eines Friedens dar", erklärten die drei Politiker.

Das E1-Projekt war im vergangenen Jahr nach jahrzehntelangem Stillstand genehmigt worden. Kritiker warnen, dass es die territoriale Verbindung zwischen dem Norden und Süden des Westjordanlands zerschneiden und damit die Aussichten auf einen lebensfähigen palästinensischen Staat weiter verringern werde.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der Erklärung der zwölf Staaten sagte der britische Außenminister Ed Miliband in London, im Westjordanland sei eine "ethnische Säuberung" im Gange, die "von terroristischen Siedlern" verübt werde. Der israelischen Regierung warf er vor, die Augen davor zu verschließen: "Viel zu oft hat die israelische Regierung bei dieser Lage weggesehen", sagte Miliband. "Schlimmer noch: Einige ihrer Mitglieder haben Äußerungen getätigt und Maßnahmen ergriffen, die darauf abzielen, die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser zu unterstützen."

Israel reagierte mit scharfer Kritik. Milibands Äußerungen seien "empörende Lügen", sagte der israelische Außenminister Gideon Saar. Zudem gab er ein Einreiseverbot nach Israel für zwölf Briten bekannt. Davon betroffen ist auch der frühere Chef der regierenden Labour-Partei, Jeremy Corbyn. Außerdem ordnete Israel die Schließung des britischen Konsulats in Ost-Jerusalem an.

Die Palästinensische Autonomiebehörde bezeichnete die Sanktionen der zwölf Staaten hingegen als "wichtigen" Schritt. Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser hat sich zuletzt deutlich verschärft. Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Die Siedlungen sind nach dem Völkerrecht illegal.

Mehrere EU-Mitgliedstaaten fordern seit längerer Zeit ein EU-weites Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen. Die EU-Kommission hatte im Juli einen entsprechenden Vorschlag präsentiert. In Brüssel herrscht allerdings Uneinigkeit darüber, ob ein solcher Schritt die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten oder lediglich eine qualifizierte Mehrheit erfordern würde. Unter anderem Deutschland und Italien stehen Sanktionen gegen Israel grundsätzlich kritisch gegenüber.

Die israelische Justiz wies derweil am Dienstag einen Eilantrag gegen das E1-Projekt im Westjordanland zurück. Ein Gericht in Jerusalem argumentierte, dass keine irreversiblen baulichen Veränderungen unmittelbar bevorstünden und angemessene rechtliche Schutzmaßnahmen für das Bauprojekt vorhanden seien.

Mit dem Eilantrag wollten mehrere Organisationen wie Peace Now bewirken, dass eine Ausschreibung für den Bau von mehr als 1200 Wohneinheiten für das sogenannte E1-Projekt östlich von Jerusalem ausgesetzt wird. Sie hatten argumentiert, das Vorhaben führe zur Vertreibung von hunderten Palästinensern.

Vor der Parlamentswahl in Israel am 27. Oktober treibt die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weitere Bauvorhaben voran. Zugleich hat die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser seit dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stark zugenommen.

(T.Burkhard--BBZ)